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John Tortorella, seines Amtes Cheftrainer der Philadelphia Flyers, entschied sich am Donnerstag dazu, die Partie der Flyers bei den Ottawa Senators nicht von hinter der Spielerbank sondern von der Pressetribüne aus zu verfolgen. Am Samstag erklärte er, welcher Gedanke hinter dieser keineswegs üblichen Aktion steckt, die er auch beim Aufeinandertreffen mit den Buffalo Sabres wiederholen wird.

OTT 5, PHI 4 - F/OT

"Ich trage Verantwortung für meinen Trainerstab und wie er sich entwickelt. Auch Trainer müssen sich weiterentwickeln wie die Spieler auch. Die Spieler kennen meine Stimme über das ganze Jahr. Als Trainer versucht man sie anzuspornen. Das Team muss mit voller Energie aufs Eis gehen. Auch einmal eine andere Stimme zu hören, ist zu diesem Zeitpunkt des Jahres gut für sie. Manchmal kann ich selbst meine eigene Stimme nicht mehr hören. Zudem gibt es unseren Assistenten die einmalige Gelegenheit, als Hauptverantwortliche das ganze Spektrum eines Headcoachs während einer Partie kennenzulernen", erklärte Tortorella.
Er fand es höchst interessant zusammen mit Interim General Manager Daniel Briere das Spiel von oben zu verfolgen. "Wir konnten uns über den Spielstil unterhalten, über die Spielerpersonalien, über die Zukunft der Mannschaft. Danny sah eine solche Kommunikation während einer Partie genauso positiv wie ich. Wir werden es wiederholen", verriet Tortorella und betonte, dass er selbstverständlich in dieser Saison wieder Spiele coachen werde.
"Aber ich möchte unseren Jungs diese Chance geben. Ich möchte ihnen dazu verhelfen, dass sie erleben, wie es ist. Es ist wirklich etwas Gutes für sie. Sie helfen das ganze Jahr über dem Team und mir. Und wir geben ihnen etwas zurück."