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NHL.com/de blickt in seiner Serie "International Ice" jeden Samstag auf das Geschehen außerhalb Nordamerikas und berichtet über Themen oder Spieler aus den europäischen Ligen.
In dieser Ausgabe: Vorschau auf die Playoffs der PENNY DEL

In der kommenden Woche starten die Playoffs in der PENNY DEL. Sechs Teilnehmer fürs Viertelfinale stehen bereits fest. Um die zwei verbleibenden Tickets wird am letzten Spieltag der Hauptrunde am Sonntag noch gekämpft. Wegen der Coronavirus-Pandemie lief die Saison 2020/21 anders ab als gewohnt. Es gab weniger Spiele und die Liga wurde tabellarisch zweigeteilt. Die ersten Vier jeder Gruppe sind bei der Endrunde dabei.
In der Gruppe Nord sicherten sich die Eisbären Berlin, die Pinguins Bremerhaven und die Grizzlys Wolfsburg die Ränge eins bis drei und damit die Qualifikation für die Playoffs. Um den vierten Platz im Norden streiten sich noch die Düsseldorfer EG und die Iserlohn Roosters. Der Zweikampf wird am Sonntag in einem Fernduell entschieden. Iserlohn erwartet beim Showdown den ERC Ingolstadt, während Düsseldorf beim EHC Red Bull München antreten muss. Nur mit einem Sieg und einer Niederlage ihres Konkurrenten können die Roosters noch auf Position vier vorstoßen.

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Nicht in der Endrunde vertreten sind die Kölner Haie mit ihrem Trainer Uwe Krupp. Zwischenzeitlich sah es so aus, als könnten die Rheinländer ins Playoff-Rennen eingreifen. Doch am Ende reichte es nur für Position sechs.
In der Gruppe Süd geht es genauso spannend zu wie im Norden, was den letzten freien Platz für die Playoffs betrifft. Er geht entweder an die Straubing Tigers oder die Schwenninger Wild Wings. Die Niederbayern haben im Moment die Nase vorne. Gewinnen sie ihr abschließendes Match bei den Grizzlys in der regulären Spielzeit, haben sie den Sprung ins Viertelfinale definitiv geschafft. Andernfalls sind sie abhängig davon, wie die Wild Wings im Heimspiel gegen die Haie abschneiden.
Keine Überraschungen gab es im Süden hinsichtlich der ersten drei Tabellenplätze. Den Gruppensieg sicherten sich die Adler Mannheim, vor München und Ingolstadt.
Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Viertelfinalisten nicht. Schon am Dienstag gehen die ersten Partien in der Runde der besten acht Mannschaften über die Bühne. Gespielt wird gruppenintern und nach dem Modus Best-of-3. Der Erste trifft auf den Vierten und der Zweite auf den Dritten. Die besserplatzierten Teams haben jeweils Heimrecht. Dadurch kommt es zu folgenden Paarungen: Eisbären Berlin - Düsseldorfer EG/Iserlohn Roosters, Pinguins Bremerhaven - Grizzlys Wolfsburg, Adler Mannheim - Straubing Tigers/Schwenninger Wild Wings, EHC Red Bull München - ERC Ingolstadt. Die Spiele zwei und drei der Viertelfinalserien sind für Donnerstag und Samstag vorgesehen.

EHC München

Am 26. April geht es weiter mit dem Halbfinale, das maximal bis zum 30. April andauert und wiederum im Modus Best-of-3 ausgespielt wird. Gleiches gilt für die Finalserie, die am 2. Mai startet. Spätestens am 7. Mai steht der DEL-Champion 2021 fest.
Die großen Favoriten für den Gewinn der Meisterschaft sind die Eisbären Berlin und die Adler Mannheim. Beide Mannschaften sicherten sich unangefochten die Spitzenposition in ihrer Gruppe.
Die Berliner profitierten dabei enorm von ihrer Top-Reihe Marcel Noebels, Leo Pföderl und Lukas Reichel. Das Trio brachte es vor dem letzten Spieltag zusammengerechnet auf 106 Scorerpunkte. Bitter für das Team von Trainer Serge Aubin ist allerdings, dass die Erfolgsformation kurz vor Beginn der Endrunde gesprengt wurde. Pföderl zog sich vor einer Woche in der Begegnung gegen die Wild Wings eine Bänderverletzung im Knie zu. Ein Comeback des Torjägers (20 Treffer) in den Playoffs erscheint äußerst fraglich.

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Das Prunkstück der Adler in der Hauptrunde war ihre Defensive. Vor ihrem letzten Auftritt mussten die Mannheimer lediglich 69 Treffer hinnehmen. Damit stellten sie die mit Abstand abwehrstärkste Belegschaft in der DEL. Entscheidenden Anteil daran hatte Torhüter Felix Brückmann. Mit einem Gegentorschnitt von 1,53 pro Spiel und einer Fangquote von 93,59 Prozent führt er die entsprechenden Ranglisten in der PENNY DEL an.
Die Schützlinge von Trainer Pavel Gross gehen als Titelverteidiger in die Playoffs. Im Vorjahr gab es keinen deutschen Meister, weil die Saison nach der Hauptrunde wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen wurde. Die Finalserie von 2019 hatten die Adler in der Gesamtwertung mit 4:1 gegen die Red Bulls aus München für sich entschieden.
Das Thema Corona haben die Verantwortlichen der PENNY DEL auch für die am Dienstag beginnende Endrunde durchdekliniert. Um an den Playoffs teilnehmen zu können, müssen die sportlich qualifizierten Teams bis Sonntag um 11 Uhr der Ligagesellschaft nachweisen, dass sie auf jeden Fall bis zum zweiten Spieltag der Viertelfinals spielfähig sind. Das bedeutet, dass mindestens zehn Feldspieler und ein Torhüter zur Verfügung stehen.
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Sollte ein Team wegen andauernder Quarantäneanordnungen in Bezug auf COVID-19, nicht einsatzfähig sein, rückt automatisch der Fünftplatzierte aus der betreffenden Gruppe in die Playoffs nach. Sollte ein weiteres Team ausfallen, kommt entsprechend der Sechstplatzierte zum Einsatz. Diese Nachrücker-Regelung gilt jedoch nur für die Viertelfinals, danach nicht mehr.
Falls eine Mannschaft aufgrund von COVID-19 und einer behördlich angeordneten Quarantäne zu einem Playoff-Spiel nicht antreten kann, wird zunächst nur die betroffene Partie als verloren gewertet und nicht die gesamte Playoff-Serie.