Aubin, der als Spieler fast 400 Spiele in der NHL bestritt, kam 2019 nach Berlin Er führte sein Team in den vergangenen sechs Jahren zu fünf Meistertiteln. Insgesamt stand der Kanadier in 420 DEL-Partien hinter der Bande, von denen er 265 Spiele gewann. 2022 wurde Aubin als DEL-Trainer des Jahres ausgezeichnet.
„Ich bin stolz, so lange Cheftrainer der Eisbären Berlin gewesen zu sein. Nach all den erfolgreichen Jahren hatte ich das Gefühl, eine neue Herausforderung annehmen zu wollen. Daher habe ich mich zu diesem Schritt entschieden. Ich werde meine Zeit in Berlin niemals vergessen. Die Eisbären sind eine großartige Organisation mit herausragenden Fans. Vielen Dank für alles“, lauteten die Abschiedsworte von Aubin.
Mit Lean Bergmann holte sich ein ehemaliger deutscher NHL-Profi den dritten Meistertitel nacheinander mit den Eisbären. Er war jedoch in der Finalserie gegen die Adler zum Zuschauen verurteilt, weil er sich im Semifinale gegen die Kölner Haie eine schwere Beinverletzung zugezogen hatte, die das vorzeitige Saisonaus für ihn bedeutete. Der Stürmer brachte es auf acht Einsätze und drei Punkte (ein Tor, zwei Assists) in den Playoffs.
Nach drei Galavorstellungen mit Kantersiegen in Spiel 1 (7:3), in Spiel 2 (5:1) und in Spiel 3 (5:1) lag ein Sweep der Eisbären in der Luft, zumal sie auch in Spiel 4 vor eigenem Publikum mit 2:0 führten. Doch die Adler sich im vierten Aufeinandertreffen und siegten noch mit 4:3 n.V. Tom Kühnhackl besaß mit einer Puckeroberung am Torraum entscheidenden Anteil am Overtime-Winner von Luke Esposito.
Allerdings blieb der Auswärtserfolg ein Mannheimer Strohfeuer. In Spiel 5 zogen sie wieder klar den Kürzeren. Zumindest gelang Kapitän Marc Michaelis kurz vor dem Ende noch der Ehrentreffer zum 1:4.
Die Enttäuschung im Lager der Adler über die verpasste Chance, den Meisterpokal endlich wieder einmal in die Kurpfalz zu holen, war groß. „Es ist extrem bitter, ein Finale zu verlieren. Am Ende hat uns vor allem die Effizienz gefehlt. Trotzdem hat die Mannschaft über die ganze Saison gezeigt, dass sie nie aufgibt und immer bis zum Schluss kämpft, egal wie es steht“, ließ der zweifache Stanley Cup Champion Kühnhackl verlauten.
Das Fazit von Trainer Dallas Eakins klang ähnlich. „Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft, auch wenn die Niederlage natürlich sehr schmerzt. Wir wollten es für unsere Fans, den Klub und füreinander schaffen. Umso mehr tut es weh, im Finale den Kürzeren zu ziehen. Gleichzeitig zeigt das große Ganze, dass wir uns jedes Jahr weiterentwickeln und uns diesen Schritt ins Finale erarbeitet haben. Darauf können wir aufbauen“, erklärte der frühere NHL-Spieler und -Coach.
Michaelis und Kühnhackl, die beiden deutschen Angreifer mit NHL-Vergangenheit bei den Mannheimern, kamen in allen 15 Playoff-Partien zum Einsatz. Michaelis erzielte neun Punkte (vier Tore, fünf Assists), Kühnhackl sammelte sieben Zähler (ein Tor, sechs Assists).