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Am Montag stehen in der Zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 zwei Spiele an. Die Carolina Hurricanes gehen ungeschlagen in die zweite Partie ihrer Serie in der Eastern Conference gegen die Philadelphia Flyers. Die Anaheim Ducks treten nach ihrem Sieg gegen die Edmonton Oilers im ersten Spiel ihrer Serie in der Western Conference gegen die erfahrenen Vegas Golden Knights an.

Hurricanes streben nach perfektem Spiel

Carolina warf in der ersten Runde die Ottawa Senators mit einem Sweep in vier Duellen aus dem Rennen und gewann Spiel 1 gegen die Flyers mit 3:0. In ihren fünf Playoff-Auftritten lagen sie noch nicht einmal zurück. Trotzdem sieht Trainer Rod Brind'Amour noch Luft nach oben.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Carolina Hurricanes und den Philadelphia Flyers

„Alle unsere Spiele hätten auch anders ausgehen können“, betonte der Trainer. „Wir jagen immer nach dem perfekten Spiel. Das habe ich bis jetzt noch nicht gesehen, also können wir noch viel verbessern.“

Ein Bereich mit Steigerungspotenzial ist das Powerplay. Während das Penalty Killing mit nur einem Gegentor in 25 Situationen fast perfekt ist, trafen die Überzahl-Einheiten bei 19 Chancen nur zwei Mal.

Brind'Amour fordert mehr von der ersten Reihe

Die zweite Reihe der Hurricanes spielt zurzeit überragend und ist maßgeblich daran beteiligt, dass das Team so erfolgreich ist. Taylor Hall führt die Mannschaft mit acht Punkten (zwei Tore, sechs Assists) an, Logan Stankoven ist mit sechs Treffern der beste Torjäger. Von der ersten Reihe wünscht sich der Trainer aber mehr.

CAR@OTT, Sp4: Hall verwertet Jankowskis Vorlage zum 1:0

„Es gibt noch ein anderes Level, das sie erreichen muss“, forderte Brind'Amour. „Sie macht zwar andere Dinge, die uns helfen. Aber selbstverständlich müssen die Spitzenspieler irgendwann punkten, weil sie so viel Eiszeit haben. Mir gefällt jedoch die Art, wie sie auftreten.“

Sebastian Aho kommt bisher auf drei Tore, Seth Jarvis hat drei Assists und Andrei Svechnikov gelang erst eine Vorlage. Damit hat die komplette erste Reihe zusammen weniger Punkte auf dem Konto als Hall alleine. Platzt bei diesem Trio der Knoten, würde das den Hurricanes das Leben deutlich leichter machen.

Flyers hadern mit ihrem Spiel

Für Flyers-Trainer Rick Tocchet gab es in Spiel 1 der Serie nur wenige positive Erkenntnisse. Keine Tore, nur 19 Torschüsse, vier ungenutzte Powerplays und entscheidende Fehler in der Abwehr sorgten für die Niederlage.

„Ich weiß nicht, ob wir mental für das Spiel vorbereitet waren“, gab Tocchet zu. „Nachdem wir unsere Serie in der ersten Runde gewonnen haben, waren wir sehr aufgeregt und ich glaube nicht, dass wir schnell genug wieder runtergekommen sind. Dann passiert sowas. Wir hatten keine guten Chancen, besonders nicht in der ersten Hälfte. Später besaßen wir Gelegenheiten, haben jedoch nichts daraus gemacht.“

Sollte das tatsächlich ein Problem gewesen sein, könnten die zwei Tage seit dem Auftakt gegen Carolina Wunder wirken und ein ganz anderes Spiel 2 (7. P.m. ET; Di. 1 Uhr MESZ) bedeuten. Allerdings braucht es wohl mehr, als nur eine gute mentale Verfassung, um gegen die dominante Spielweise der Hurricanes anzukommen.

Ducks strotzen vor Selbstbewusstsein

In der Western Conference gehen die Ducks mit viel Selbstbewusstsein in Spiel 1 (9:30 p.m. ET; Di. 3:30 Uhr MESZ) der Serie gegen die Vegas Golden Knights. Dazu haben sie guten Grund. Immerhin warfen sie gerade die Superstars Leon Draisaitl und Connor McDavid aus den Playoffs, die mit den Edmonton Oilers zuvor zwei Jahre in Folge im Finale standen. Außerdem spricht der direkte Vergleich gegen Vegas in dieser Saison für Anaheim.

„Wir wissen alle, dass sie ein gutes Team haben und davor haben wir auch Respekt, aber wir haben diese Saison alle Spiele gegen sie gewonnen“, sagte Ducks-Stürmer Troy Terry mit Blick auf den kommenden Gegner. „Das muss in den Playoffs nichts heißen, aber wir wissen, dass wir sie schlagen können.“

Die Ducks trafen in der regulären Saison dreimal auf die Golden Knights und gewannen jedes Spiel mit 4:3.

Torhüter im Fokus

Das Torwartduell wird zwischen Vegas und Anaheim ein wichtiger Faktor sein. Sowohl Ducks-Torhüter Lukas Dostal als auch sein Gegenüber Carter Hart hatten in der ersten Runde nicht die besten Statistiken. Hart kam gegen die Utah Mammoth insgesamt aber besser weg.

Dostal kassierte gegen die Oilers in sechs Spielen 20 Tore und brachte es auf eine Fangquote von 87,4 Prozent. Hart ließ gegen die Mammoth in sechs Partien 18 Treffer zu und hielt 89,8 Prozent aller Schüsse. Allerdings ist Edmonton eines der offensivstärksten Teams der NHL. Wie Dostal sich gegen Vegas schlägt, wird großen Einfluss auf den Ausgang der Serie haben.

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