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Als letzte zwei Teams starten die Buffalo Sabres und Montreal Canadiens in die Zweite Runde der Stanley Cup Playoffs 2026. In der regulären Saison war die Saison-Serie zwischen dem Ersten (50-23-9; 109 Punkte) und Dritten (48-24-10; 106 Punkte) der Atlantic Division ausgeglichen (2:2).

NHL.com/de blickt auf die Best-of-7-Serie voraus.

Der Weg in die Zweite Runde

Buffalo knackte die defensivstarken Boston Bruins in der Ersten Runde in sechs Spielen (Serie: 4:2) und gewann dabei alle drei Auswärtsspiele der Best-of-7-Serie (3:1, 6:1, 4:1). Kurioserweise gelang nur ein Heimsieg in Spiel 1 (4:3, 2:4, 1:2 n.V.).

Montreal überstand die einzige Erstrunden-Serie, die über die volle Distanz von sieben Spielen ging, mit einem 4:3-Gesamtsieg gegen den Tampa Bay Lightning (4:3 n.V., 2:3, 3:2 n.V., 2:3, 3:2, 0:1 n.V., 2:1). Dabei stahlen die Canadiens drei von vier Auswärtsspielen bei nur einem Heimerfolg. Das Heimrecht muss in der kommenden Serie also kein ausschlaggebendes Kriterium sein.

Montreal ist das letzte Team, das in die zweite Runde vorrückt

DACH-Spieler 

Fehlanzeige

Stürmer

Mit 3,33 Toren/Spiel (5.) präsentierten sich die Sabres durchaus offensivstark. Mit 31,7 Torschüsse/Spiel (2.) wussten sie ihren Gegner auf Trab zu halten. Allerdings war das Powerplay bislang kaum existent (1/24, 4,2 Prozent Erfolgsquote, 16.). Buffalos erste Reihe mit Peyton Krebs (2-4-6, +8), Tage Thompson (2-5-7, +7) und Alex Tuch (4-3-7, zwei GWG, +8) trägt bislang die Scoring-Last. Auf sich aufmerksam machte dauch die dritte Formation mit Zach Benson (2-1-3, +3), Noah Ostlund (1-1-2, +3) und Josh Doan (1-2-3, ein GWG, +3).

BOS@BUF, Gm 1: Thompson schnappt sich den freien Puck und erzielt sein zweites Tor

Montreal fiel nicht gerade durch eine Offensivmaschine auf: 2,29 Tore/Spiel bedeuten einen geteilten zehnten Platz, 22,3 Torschüsse/Spiel sind sogar die wenigsten aller teilnehmenden Mannschaften (16.). Immerhin lieferte das Powerplay mit 19,2 Prozent (5.) recht zuverlässig ab. Bei den Canadiens fiel die Top-Sturmreihe um Cole Caufield (1-3-4, -4), Nick Suzuki (1-5-6, -3) und Juraj Slafkovsky (3-0-3, ein GWG, -4) zwar am meisten auf, hatte allerdings keine gute Plus-Minus-Bilanz. Neun unterschiedliche Torschützen sprechen für ein gutes Secondary Scoring, zumal auch zwölf von 13 eingesetzten Stürmern punkteten. Eine positive Überraschung waren etwa Alexandre Texier (2-2-4, ein GWG, +4), Zachary Bolduc (1-3-5, +5), Josh Anderson (2-1-3, +2) und Kirby Dach (2-1-3, +4). Alleine Anderson fuhr 33 Checks.

MTL@TBL, Slafkovsky erzielt im ersten Spiel einen Hattrick und gewinnt

Verteidiger

Die Sabres-Abwehr fiel bislang weder durch viele Checks (32,2 Hits/60 Minuten, 11.) noch durch viele geblockte Schüsse (13,3 Blocks/60 Minuten, 13.) auf, spielte dank großem Laufeinsatz und cleveren Positionsspiel aber recht klinisch in der Defensive. Das belegen 2,0 Gegentore/Spiel (T-2.), nur 25,2 zugelassene Torschüsse (2.) und 87,5 Prozent im Penalty Killing. Zudem sind Buffalos Verteidiger sehr torgefährlich und beteiligten sich an 30 Prozent der Treffer der gesamten Mannschaft (6-9-15). Besonders viel Gefahr geht vom wieselflinken Offensivverteidiger Bowen Byram (3-2-5, +6) und vom Zwei-Wege-Abwehrchef und Kapitän Rasmus Dahlin (1-3-4, +3) aus. Dahlin (zehn Checks, sechs Blocks) scheint sich sehr gut mit Nebenmann Mattias Samuelsson (2-0-2, ein GWG, 19 Checks, acht Blocks) zu ergänzen. Byram bildet ein Paar mit Owen Power (0-4-4, +5).

BOS@BUF, GM 5: Dahlin trifft nach Zucker-Pass im Powerplay zum 1:0

Bei den Canadiens kam nur spärliche Scoring-Unterstützung von der blauen Linie. Offensivverteidiger Lane Hutson (2-4-6, 1 GWG) erzielte die einzigen beiden Verteidiger-Tore. Kaiden Guhle lieferte immerhin noch vier Assists (0-4-4). Für mehr Schwung könnte der wiedergenesene Noah Dobson sorgen, der in Spiel 7 gegen Tampa sein Comeback gab. Montreals Abwehr verteidigt dennoch mit Leidenschaft: Guhle (31 Checks) und Arber Xhekaj (31 Checks) führten die teaminterne Hit-Parade an, Mike Matheson (21 Blocks) und Alexandre Carrier (19) blockten die meisten Schüsse. So verwundert es nicht, dass Montreal mit 2,14 Gegentoren/Spiel die viertbeste Playoff-Defensive stellt. Die Canadiens ließen 28 Torschüsse/Spiel zu (8.) und hatten ein PK von 82,8 Prozent (11.).

TBL@MTL, Sp3: Texier bedient Hutson zum Sieg in OT

Torhüter

Buffalo begann in den Playoffs 2026 mit Ukko-Pekka Luukkonen als Starter (zwei Spiele, zwei Starts, 1-1, 4,19 Gegentore/Spiel, 82,5 Prozent Fangquote), doch wurde der 27-jährige Finne in Spiel 2 ausgewechselt. Für ihn kam Alex Lyon (fünf Spiele, vier Starts, 3-1, 1,14 Gegentore/Spiel, 95,5 Prozent Fangquote), der nach seiner Einwechslung die folgenden vier Starts bekommen sollte und enorm stabilisierend auf seiner Vorderleute einwirkte. Für den 33-jährigen US-Amerikaner ist es der zweite Karriere-Run in den Playoffs (zuvor 2022/23 mit den Florida Panthers).

Bei Montreal hütet Senkrechtstarter Jakob Dobes das Gehäuse. Der 24-jährige Tscheche kommt in seiner Karriere erst auf 59 NHL-Spiele und zehn Partien in der Postseason. 2026 überzeugte er als Canadiens-Starter mit 2,03 Gegentoren/Spiel und 92,3 Prozent Fangquote.

Buffalo kommt weiter, wenn…

…es die Euphoriewelle an den Niagarafällen weiterreitet, die Mischung aus Offensive und Defensive so gut abgestimmt bleibt und Lyon weiterhin den Unterschied macht.

Montreal kommt weiter, wenn…

…es sein hohes Tempo weiter aufs Eis bringt, die Scoring-Last auf mehrere Schultern verteilt und gegen die Sabres im Verbund erfolgreich verteidigt.

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