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Nico Hischier im direkten Punkte-Vergleich

Der Schweizer Nummer-1-Draft gemessen an seinen Vorgängern bis zum All-Star Break und danach

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Mit dem Schweizer Nico Hischier wurde beim NHL Draft 2017 zum ersten Mal in der Geschichte ein deutschsprachiger Spieler an der Nummer 1 ausgewählt. Die New Jersey Devils sicherten sich seine Rechte. NHL.com/de wird während seiner Rookie-Saison 2017/18 im vierzehntägigen Rhythmus in der Rubrik "Tracking Hischier" verschiedene Bereiche der beginnenden Karriere des jungen Centers besonders unter die Lupe nehmen.

Für die New Jersey Devils fingen die beiden abgelaufenen Wochen gut an, indem sie zunächst am 16. Januar bei den New York Islanders mit 4:1 siegreich blieben und zwei Tage später zu Hause gegen die Washington Capitals mit 4:3 nach Verlängerung gewannen. Allerdings blieben das die einzigen Siege im Monat Januar, bis die Bilanz zum Abschluss am Dienstag mit einem 3:1 bei den Buffalo Sabres aufgebessert werden konnte.

 

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Nach einer 1:3-Niederlage bei den Philadelphia Flyers am 20. Januar folgten weitere Punktverluste daheim gegen die Detroit Red Wings (0:3 am 22.1.), bei den Boston Bruins (2:3 am 23.1.) und im Prudential Center von Newark gegen die Nashville Predators (0:3 am 25.1.).

Die anschließende Pause zum All-Star Wochenende kam also gerade recht, um durchzuschnaufen und die Akkus zu laden, denn die Devils büßten durch die Negativserie erstmals seit langer Zeit ihren Platz unter den ersten drei in der Metropolitan Division ein.

Nico Hischier musste sich ebenfalls anpassen, denn die wenigen Tore in den vergangenen Spielen und die Handverletzung von Taylor Hall, mit dem der Schweizer erfolgreich zusammenspielte, veranlasste Trainer John Hynes dazu, seine Sturmreihen umzustellen.

Zunächst nahm Kyle Palmieri gegen Detroit den Platz für Hall neben Hischier und Jesper Bratt in der Topreihe ein, ehe Hischier gegen Boston in die dritte Reihe zwischen Miles Wood und Stefan Noesen positioniert wurde und Travis Zajac in die erste Reihe aufrutschte.

 

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Natürlich sind Zahlen nicht das einzige ausschlaggebende Kriterium, doch es fällt auf, dass der 19-jährige Eidgenosse in diesem Bereich stagniert. Hatte er in den ersten 24 Spielen fünf Tore und zwölf Assists (Schnitt 0,71) erreicht, so waren es die nächsten 24 nur noch drei Treffer und neun Vorlagen (0,5). Bereits seit neun Partien wartet Hischier auf ein Tor.

Was können wir also von ihm und den Devils in den restlichen Spielen erwarten? Hischier ist noch nicht so weit, die Last zu tragen und seine Mannschaft zu führen. Mit dieser Aufgabe ist er sicher derzeit, in seiner Rookie-Saison, überfordert.

Wichtig war, dass sein Sturmpartner Hall gegen Buffalo in den Kader zurückkehren konnte und ihn sogleich mit einem Tor, aufgelegt von Hischier, entlastete. Überhaupt ist das Verletzungspech eine große Inkonstante, die den Erfolg von New Jersey nachhaltig belasten könnte.

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Verglichen mit den anderen Nummer-1-Zügen der vergangenen Jahre fällt auf, dass sich Hischier mit seinen 29 Punkten in 48 Spielen bis zum All-Star Break nicht verstecken muss. So erreichte Colorado Avalanche Stürmer Nathan MacKinnon in seiner ersten Saison 2013/14 bis zu diesem Zeitpunkt 33 Punkte in 51 Spielen oder Hall für die Edmonton Oilers 2010/11 in 49 Spielen 31 Punkte und selbst der große John Tavares kam für die New York Islanders 2009/10 in 53 Spielen lediglich auf 31 Punkte.

Doch während MacKinnon (0,65/0,97) und Tavares (0,58/0,79) ihre Punkte-Quote pro Spiel ab Februar bis zum Saisonende noch deutlich verbesserten, blieb Hall (0,63/0,69) mit seinem Niveau in etwa gleich.

Hischier liegt also mit seinem bisherigen Gesamtschnitt von 0,58 Punkten pro Spiel im Bereich von Tavares. Unabhängig davon, dass der junge Center ein großes Potenzial besitzt, das sich gepaart mit Erfahrung sicher positiv auf seine Karriere auswirken wird, dürfen wir gespannt sein, wie er sich im weiteren Saisonverlauf schlägt.

Die derzeitige Tendenz ist rückläufig, aber vielleicht kann er das Ruder wieder herumreißen.

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