Schelling ist die einzige Frau, die es bislang als Spielerin in die Nationalliga B bei den Männern geschafft hat. Nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn trainierte sie das Schweizer U18-Nationalteam der Frauen. Im Februar hospitierte sie für eine Woche in Boston bei ihrem früheren Coach Dave Flint an der Northeastern University.
Sie trug alle Kosten, nur um die Chance zu haben, etwas dazuzulernen. Auch wenn Flint erstaunt war, als Schelling ihm die Nachricht von ihrer neuen Aufgabe überbrachte, sieht er sie am richtigen Platz. "Sie bringt alles dafür mit. Sie kniet sich voll rein und will den Unterschied machen", so Flint. "Sie fragt sich immer, was sie tun kann, um noch besser zu werden. Jetzt hat sie die Möglichkeit, allen zu beweisen, was sie draufhat."
Schelling nahm am Dienstag ihre Arbeit auf, kurz nachdem sie nach Bern umgezogen war. Wegen des Coronavirus gehen die Geschäfte allerdings nicht ihren normalen Gang. Sie musste Strategien mit den Berner Spielern entwickeln, wie man mit der momentanen Situation am besten umgeht.
"Ich muss einen Schritt nach dem anderen machen", meinte sie. "Natürlich ist das derzeit eine ungewöhnliche Zeit mit dem Coronavirus. Normalerweise hätten wir langsam mit dem Off-Ice-Training begonnen. Bei all den derzeit geltenden Einschränkungen müssen wir aber überlegen, was die Spieler überhaupt tun können, um in Form zu bleiben. Es geht darum, eine optimale Lösung für alle zu finden."