Für Bedard ist es nicht die Rolle als entscheidender Spieler, sondern der Spaß am Spiel, der ihn antreibt. „Ich glaube, er mag es wirklich, rauszugehen und zu spielen, und man kann sehen, wenn er ein Tor feiert, genießt er es wirklich. Aber wenn er auf die Bank kommt, ist er nicht der Typ, der die andere Bank oder das andere Team verhöhnt oder so etwas. Er ist ganz bei der Sache und bereit, beim nächsten Wechsel wieder rauszugehen und weiterzumachen,“ beschrieb Trainer Luke Richardson sein Supertalent.
Ein wichtiger Aspekt bei Bedard ist der Lernwille, den er jeden Tag zeigt. „Er versteht sich wirklich gut mit all seinen Teamkollegen und ist trainierbar. Er hört zu und stellt Fragen, und offensichtlich versucht er, solche Dinge in sein Spiel zu integrieren.“
Weiterentwicklung als Ziel
Für Bedard war der Overtime-Siegtreffer der erste seiner Karriere, doch nach dem Spiel lobte sein Trainer ihn nicht nur für die offensiven Qualitäten, sondern auch für die Fortschritte, die er in der Defensive gemacht hat.
„Wir habe ihn gefordert und wollten, dass er ein paar Elemente in sein Spiel mit aufnimmt und ein paar Dinge auf diesem Level hinbekommt, wenn er die Scheibe nicht hat. Ich fand, dass er in der defensiven Zone gut war und einige Male in der richtigen Position stand,“ lobte Richardson die Entwicklung. Er untermauerte auch, dass Bedard sich im Eins-Gegen-Eins gut verhalten und einen harten Check gefahren habe.
Bedard betonte nach dem Match, dass die Checks, die alle Spieler gesetzt haben, durchaus einen Effekt auf das Spiel hatten. Er erklärte, dass es den Gegner etwas Energie kosten könne und besonders gegen einen so starken Gegner sei das wichtig.
Am Ende stellte Bedard immer die Mannschaft in den Vordergrund und versuchte nicht sich selbst als den Heilsbringer für Chicago darzustellen. Seinen Trainer verwunderte das kein bisschen: „Er hat einen bescheidenen Hintergrund. Er ist ein wirklich guter Mensch. Ich glaube nicht, dass er die ganze Aufmerksamkeit will, aber er wird sich daran gewöhnen müssen. Sie wird da sein.“
Nach seinem ersten Overtime-Treffer und vielen starken Leistungen ist Bedard bereits voll im Fokus und mit der zu erwartenden Entwicklung dürfte sich der Blick auf ihn als Superstar einer ganzen Generation noch deutlich weiter verstärken, besonders, wenn er die Blackhawks zu alter Stärke zurückführen kann.