Roman Josi of Switzerland salutes the fans during the 2026 IIHF Ice Hockey World Championship Switzerland game between Switzerland and Hungary at Swiss Life Arena on May 23, 2026 in Zurich, Zurich. (Photo by Andrea Branca/Just Pictures/Sipa USA)(Sipa via AP Images)

Roman Josi hat sich ins Geschichtsbuch der Eishockey-WM eingetragen. Der Kapitän der Schweiz und der Nashville Predators verbuchte am Samstag in der Begegnung mit Ungarn innerhalb von 4:45 Minuten einen Hattrick. Das hatte vor ihm noch niemand in dieser Zeitspanne bei einem WM-Turnier geschafft. Die USA zogen gegen Lettland den Kürzeren und müssen nun um den Einzug ins Viertelfinale bangen.
Das sind die Erkenntnisse des WM-Geschehens vom Samstag, 23. Mai:

Torhunger der Schweiz ist enorm

Die Schweiz zeigt sich bei der Heim-WM weiter torhungrig. Die Nati fertigte Ungarn mit 9:0 ab. Roman Josi von den Nashville Predators erzielte innerhalb von 285 Sekunden einen Hattrick und stellte damit einen WM-Rekord auf. Sven Andrighetto war mit fünf Punkten (ein Tor, vier Assists) der beste Scorer beim Kantersieg gegen die hoffnungslos unterlegenen Ungarn. 48:10 zugunsten der Schweiz lautete die Torschussbilanz nach 60 Minuten in der Swiss Life Arena von Zürich.

Nach den drei aufeinanderfolgenden Toren von Josi (19./21./23. PP) stellten Timo Meier von den New Jersey Devils (32.), Denis Malgin (34.), Calvin Thürkauf (36.) und Andrighetto (39.) den Zwischenstand bis zur zweiten Pause auf 7:0. Malgin mit seinem zweiten Treffer (53.) und Simon Knak (56.) erhöhten im letzten Durchgang auf 9:0. Mit Ach und Krach gelang es Ungarn in den Schlussminuten, die zweitstellige Niederlage abzuwenden.

Gegen Österreich hatte die Schweiz ebenfalls mit 9:0 gewonnen. Nach sechs Spielen hat das Team einen sagenhaften Torschnitt von 5,8 pro Match vorzuweisen. 35-mal netzten die Schweizer insgesamt ein. Andrighetto katapultierte sich mit seinem Galaauftritt gegen Ungarn an die Spitze der WM-Scorerwertung. Für ihn stehen 13 Punkte (vier Tore, neun Assists) aus sechs Einsätzen zu Buche.

USA drohen das Viertelfinale zu verpassen

Für Olympiasieger USA droht die WM zu einer Enttäuschung zu werden. Nach der überraschenden 2:4-Niederlage gegen Lettland in der Gruppe A in Zürich haben sie die Qualifikation fürs Viertelfinale nicht mehr in der eigenen Hand. Die US-Amerikaner müssen nun auf Patzer der Letten und der Österreicher hoffen und selbst alle Spiele gewinnen.

Grund für die Pleite gegen die Balten war die schlechte Chancenverwertung. 47:22 Torschüsse aus Sicht der USA wies die Statistik aus. Doch das klare Plus reichte nicht, um den Kontrahenten in die Knie zu zwingen. Bis kurz vor Schluss führten die Letten nach Treffern von Haralds Egle (9.) und Deniss Smirnovs (47.) und dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Matthew Tkachuk (35.) von den Florida Panthers mit 2:1. In den letzten zwei Minuten wurde es turbulent. Innerhalb von 20 Sekunden klingelte es dreimal. Sandis Vilmanis (59./60.) war zweimal für die Letten erfolgreich, Mathieu Olivier (60.) von den Columbus Blue Jackets traf dazwischen einmal für die USA.

Knoten in der Offensive von Dänemark geplatzt

Die Dänen taten sich im laufenden Wettbewerb schwer mit dem Toreschießen. Nach vier Spielen hatten sie lediglich fünf Treffer auf dem Konto. Das entsprach einem überschaubaren Durchschnitt von 1,25 Erfolgserlebnissen pro Partie. Im Duell der Gruppe B in Fribourg gegen Slowenien platzte der Knoten in der Offensive. Nach einem torlosen ersten Drittel kamen die Dänen durch Tore von Joachim Blichfeld (35.), Patrick Russell (39./59.) und Mikkel Aagaard (60.) zu einem klaren 4:0-Erfolg. Es war zugleich ihr erster Sieg bei dieser WM. Torhüter Mads Sogaard von den Ottawa Senators parierte 13 Schüsse bei seinem Shutout.

Die Ergebnisse vom Samstag in der Übersicht:

Gruppe A
Lettland – USA 4:2
Schweiz – Ungarn 9:0
Österreich – Deutschland (20:20 Uhr)

Gruppe B
Dänemark – Slowenien 4:0
Slowakei – Tschechien 2:3
Norwegen – Schweden (20:20 Uhr)