Konntest du dich in Boston schon eingewöhnen?
Ich habe schon ein Zuhause gefunden, was noch recht leer ist, denn es dauert noch, bis meine Möbel dort ankommen.
Wie sind die ersten Gespräche mit Marco Sturm gelaufen? Wie passt du in dieses Puzzle? Mannschaft?
Die Gespräche waren super spannend. Leider hatte ich ihn noch nie als Trainer. Ich habe bereits mit anderen über ihn gesprochen und das Feedback war durchweg positiv und was für ein toller Coach er ist. Er hat mir gesagt, wie sehr die Organisation und er sich auf mich freuen und dass sie endlich loslegen wollen. Es ist aber nicht nur er, sondern auch sein Co-Trainer (Matt) McIlvane, den ich schon als Trainer mit 18 Jahren in Salzburg hatte. Ich bin mit dem Trainerstab also schon sehr vertraut, was mir helfen wird.
Wird dir das auch helfen, auf dem Eis direkt besser zurechtzukommen?
Definitiv. Egal, ob es um Fragen geht oder man Selbstvertrauen aufbauen möchte - es ist immer gut jemanden zu haben, der deine Sprache spricht und auf den man zugehen kann.
Wenn du mit Marco telefonierst, sprichst du dann Deutsch oder Englisch mit ihm?
Wir unterhalten uns auf Deutsch. Das ist eine lustige Geschichte: Als er mich nach dem Trade angerufen hat, haben wir auf Deutsch gesprochen, aber das Kamerateam, das dabei war, hat uns darum gebeten, für einen Moment auch mal Englisch zu sprechen. Wir haben also zwei Sätze auf Englisch gewechselt und sind dann wieder zu Deutsch gewechselt (lacht). Das war ein cooler Moment.
Du bist gut mit Lukas Reichel befreundet, der auch schon bei seinem dritten NHL-Team ist. Auch wenn Eure Situationen verschieden sind, habt ihr beide das Gefühl, etwas beweisen zu müssen?
Wir wollen definitiv beide einen Einschlag in der Mannschaft haben. Wir kommen gut damit klar, auch defensiv zu spielen und werden jeden Tag unser Bestes geben. Boston ist ein Original-Six-Team mit so viel Geschichte. Wir freuen uns, hier zu sein, und wollen so lange wie möglich hier spielen.
Wie war deine erste Reaktion, als du erfahren hast, dass du nach Boston getradet wirst?
Erstmal war ich schockiert, denn ich hatte das überhaupt nicht erwartet. Danach habe ich mich sehr gefreut, denn ich wusste, wer dort Trainer und Co-Trainer ist. Auch die Geschichte dieses Klubs und die Stadt mit erfolgreichen Teams in allen vier Hauptsportarten - ich denke, ich befinde mich an einem spannenden Ort. Schon wenn ich als Gast in Boston gespielt habe, war in der Arena immer was los und die Stimmung großartig. Ich freue mich einfach, hier zu sein.
David Pastrnak peilt in der kommenden Saison seinen 1000. NHL-Scorerpunkt an. Er ist ab jetzt nicht nur dein Mitspieler, sondern vielleicht auch dein Reihenkollege…
Das ist echt krass! Alleine in derselben Mannschaft zu spielen, ist so cool, denn du kannst alleine im Training und in der Vorbereitung so viel von ihm lernen, was er im Spiel macht, wie er mit seinem Körper umgeht und alle diese Dinge. Die Chance zu bekommen, mit ihm in einer Reihe zu spielen, wäre ziemlich genial!
Du selbst bist nur noch drei Scorerpunkte von 200 entfernt. Was bedeuten dir Meilensteine?
Das wusste ich gar nicht. Ich weiß auch nicht - ich möchte mich einfach aufs Spielen konzentrieren. (Lacht) Aber es ist gut, das zu wissen: nur noch drei!