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Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Die Analyse des Utah Mammoth

Utah hat in seinem zweiten NHL-Jahr und in seiner ersten Saison unter dem Namen Mammoth erstmals die Stanley Cup Playoffs erreicht. Nach einer regulären Saison 2025/26 mit einer Erfolgsbilanz von 43-33-6 qualifizierte sich das Team aus Salt Lake City als Vierter in der Central Division über den ersten Wildcard Platz in der Western Conference für die Postseason. Dort war allerdings nach sechs Spielen in der Ersten Runde gegen den späteren Finalisten Vegas Golden Knights Schluss (Serie: 2:4). Über den Sommer holte sich Utah mehr Erfahrung in den Kader und hofft auf einen tieferen Playoff-Run.

Die wichtigsten Kaderveränderungen

Der Königstransfer in diesem Sommer ist der von Vincent Trocheck (New York Rangers, Trade). Der Center ließ für den Wechsel zum Mammoth seine No-Trade-Klausel streichen und wurde im Austausch für Verteidiger Sean Durzi und Stürmer Cole Beaudoin sowie ein Drittrunden-Draftrecht in 2027 von den Rangers losgeeist. Der 33-jährige US-Amerikaner geht in Utah in seine 14. NHL-Saison (868 Spiele, 239-392-631) und nahm bereits an sechs Playoff-Runs teil (56 Spiele, 17-20-37). Rechtsschütze Trocheck ist ein wertvoller Zwei-Wege-Center, der stark am Faceoff-Punkt ist (56,9 Prozent gewonnene Bullys in 2025/26) und dem Mammoth sowohl im Powerplay als auch im Penalty Killing weiterhelfen kann.

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Auch Stürmer Anders Lee (New York Islanders, Free-Agent-Signing) impft einer jungen Mannschaft viel Erfahrung ein: Der 36-jährige US-Amerikaner diente in den letzten acht Jahren als Kapitän bei den Islanders und kommt in 14 NHL-Jahren auf 923 Spiele und 549 Punkte (308-241-549). Mit 1,91 Meter und 107 Kilogramm sorgt Lee zudem für physische Präsenz vor dem gegnerischen Tor, was in den Playoffs wichtig werden könnte. In bislang fünf Playoff-Runs absolvierte der Linksschütze 46 Spiele (10-11-21). 

In der Verteidigung schlossen sich mit Andrew Peeke (Boston Bruins, Free-Agent-Signing) und Zac Jones (Buffalo Sabres, Free-Agent-Signing) zwei neue Verteidiger dem Mammoth an. Im Tor soll der talentierte Sebastian Cossa (Detroit Red Wings, Trade) Druck auf Starter Karel Vejmelka ausüben und weitere NHL-Erfahrung sammeln.

Der schmerzvollste Abgang ist der des deutschen Flügelstürmers JJ Peterka (Boston Bruins, Trade), der während der Saison bis in die dritte Reihe geschoben wurde. Außerdem gingen Angreifer Alex Kerfoot (Nashville Predators, Free-Agent-Signing), die Abwehrspieler Sean Durzi (New York Rangers, Trade) und Ian Cole (Chicago Blackhawks, Free-Agent-Signing) sowie Ersatztorwart Vitek Vanecek (New York Islanders, Free Agent Signing) von Bord.

Schlüsselspieler

Das Top-Trio um Clayton Keller (82 Spiele, 26-62-88), Nick Schmaltz (82 Spiele, 33-41-74) und Dylan Guenther (79 Spiele, 40-33-73) trug die Haupt-Scoring-Last in 2025/26. Zu den Schlüsselspielern im Sturm sind aber auch Lawson Crouse (81 Spiele, 24-20-44) und Logan Cooley (54 Spiele, 24-19-43) zu zählen, die jeweils an der 25-Tore-Marke kratzten.

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Die Verteidigung wird von Abwehrchef Mikhail Sergachev (28; 78 Spiele, 10-49-59; im Schnitt 24:18 Minuten Eiszeit angeführt) angeführt und fußt mit MacKenzie Weegar (32), John Marino (29) und Nate Schmidt (35) auf weiteren erfahrenen Stützen.

Im Tor ragte Karel Vejmelka heraus. Er hat bewiesen, dass er ein Unterschiedsspieler für Utah sein kann. 2025/26 hielt er ligaweit die zweitmeisten Siege (38) fest. In 64 Spielen (63 Starts) kam er außerdem auf 2,75 Gegentore/Spiel, 89,7 Prozent Fangquote und zwei Shutouts.

Spieler aus dem DACH-Raum

Der österreichische Defensivverteidiger Gregor Biber (20) wechselt nach drei Jahren bei Rögle BK in Schweden nun zum AHL-Farmteam Tucson Roadrunners und will die Verantwortlichen dort von seinem Können überzeugen. Der 1,90 Meter große Linksschütze wurde im NHL Draft 2024 in der 4. Runde an 98. Stelle ausgewählt.

Stärken

Der Mammoth dürfte nicht nur im Westen, sondern in der gesamten Liga zu den schnellsten Teams zählen. Entsprechend setzt Trainer Andre Tourigny auf einen aggressiven und offensiven Spielstil mit einem überfallartigen Umschaltspiel.

Verbesserungspotenziale

In Sachen Special Teams muss Utah dringend zulegen. Das Powerplay belegte mit 20 Prozent zuletzt Rang 18, das Penalty Killing mit 78,1 Prozent Platz 19. Auch bei defensiven Werten wie Faceoffs (49,2 Prozent, 23.), Checks (1580, 21.) und Blocks (1117, 23.) ist noch Luft nach oben.

Vielversprechende Talente

Die bereits genannten Cossa (23), Guenther (23) und Cooley (22) sind noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen und dürften in Zukunft noch deutlich draufpacken.

Gleiches gilt für Center Caleb Desnoyers (19), der nach einem starken Jahr als Kapitän der Moncton Wildcats 2025 zum QMJHL-Champion wurde, auch vergangene Saison (45 Spiele, 22-56-78; Playoffs: 21 Spiele, 7-18-25) überzeugte und nun als Spielmacher in der NHL durchstarten möchte. Mit seinen präzisen Pässen und schnellem Umschaltspiel scheint der 4. Pick aus dem NHL Draft 2025 perfekt ins Mammoth-System zu passen. 

Zwei Talente aus Russland hoffen auf einen Platz in der NHL-Aufstellung: Verteidiger Dmitri Simashev (21; NHL Draft 2023, 1. Runde, 6. Stelle, Arizona Coyotes) soll mit seiner Kraft und Reichweite (1,95 Meter, 92 Kilogramm) im dritten Abwehr-Paar aufräumen. Der rechtsschießende Flügelstürmer Daniil But (21; Draft 2023, 1. Runde, 12. Stelle, Arizona Coyotes) ist nicht nur körperlich eine imposante Erscheinung (1,98 Meter, 98 Kilogramm), sondern verfügt auch über Kreativität und einen guten Schuss.

Perspektivisch sollen auch die Angreifer Tij Iginla (20; Draft 2024, 1. Runde, 6. Stelle) und Gabe Smith (20; Draft 2024, 4. Runde, 104. Stelle) sowie Abwehrmann Maveric Lamoureux (22; Draft 2022, 1. Runde, 29. Stelle) in der NHL Fuß fassen, auch wenn sie zu Saisonbeginn zunächst in der AHL in Tucson erwartet werden. Iginla, Sohn von NHL-Kult-Spieler Jarome Iginla, ist eine offensive Allzweckwaffe (48 WHL-Spiele für die Kelowna Rockets, 41-49-90). Smith ist ein wuchtiger Power Forward, der vor dem gegnerischen Tor viel Schatten spendet (1,93 Meter, 102 Kilogramm). Lamoureux ist ein körperlich starker Zwei-Wege-Verteidiger, der zerschmetternde Checks austeilen kann (2,0 Meter, 97 Kilogramm).

Im Draft 2026 sicherte sich General Manager Bill Armstrong in der 1. Runde und 17. Stelle mit Ethan Belchetz einen weiteren Power Forward. Auf Sicht dürfte der Mammoth also deutlich robuster werden.

Playoff-Chancen

Utah hat in der schweren Central Division keinen leichten Stand, wird aber erneut im Playoff-Rennen auftauchen und dort ein Wörtchen mitreden. Die Chancen stehen gut, dass sich der Mammoth im zweiten Jahr in Folge für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert.

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