Die Verteidigung wird von Abwehrchef Mikhail Sergachev (28; 78 Spiele, 10-49-59; im Schnitt 24:18 Minuten Eiszeit angeführt) angeführt und fußt mit MacKenzie Weegar (32), John Marino (29) und Nate Schmidt (35) auf weiteren erfahrenen Stützen.
Im Tor ragte Karel Vejmelka heraus. Er hat bewiesen, dass er ein Unterschiedsspieler für Utah sein kann. 2025/26 hielt er ligaweit die zweitmeisten Siege (38) fest. In 64 Spielen (63 Starts) kam er außerdem auf 2,75 Gegentore/Spiel, 89,7 Prozent Fangquote und zwei Shutouts.
Spieler aus dem DACH-Raum
Der österreichische Defensivverteidiger Gregor Biber (20) wechselt nach drei Jahren bei Rögle BK in Schweden nun zum AHL-Farmteam Tucson Roadrunners und will die Verantwortlichen dort von seinem Können überzeugen. Der 1,90 Meter große Linksschütze wurde im NHL Draft 2024 in der 4. Runde an 98. Stelle ausgewählt.
Stärken
Der Mammoth dürfte nicht nur im Westen, sondern in der gesamten Liga zu den schnellsten Teams zählen. Entsprechend setzt Trainer Andre Tourigny auf einen aggressiven und offensiven Spielstil mit einem überfallartigen Umschaltspiel.
Verbesserungspotenziale
In Sachen Special Teams muss Utah dringend zulegen. Das Powerplay belegte mit 20 Prozent zuletzt Rang 18, das Penalty Killing mit 78,1 Prozent Platz 19. Auch bei defensiven Werten wie Faceoffs (49,2 Prozent, 23.), Checks (1580, 21.) und Blocks (1117, 23.) ist noch Luft nach oben.
Vielversprechende Talente
Die bereits genannten Cossa (23), Guenther (23) und Cooley (22) sind noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen und dürften in Zukunft noch deutlich draufpacken.
Gleiches gilt für Center Caleb Desnoyers (19), der nach einem starken Jahr als Kapitän der Moncton Wildcats 2025 zum QMJHL-Champion wurde, auch vergangene Saison (45 Spiele, 22-56-78; Playoffs: 21 Spiele, 7-18-25) überzeugte und nun als Spielmacher in der NHL durchstarten möchte. Mit seinen präzisen Pässen und schnellem Umschaltspiel scheint der 4. Pick aus dem NHL Draft 2025 perfekt ins Mammoth-System zu passen.
Zwei Talente aus Russland hoffen auf einen Platz in der NHL-Aufstellung: Verteidiger Dmitri Simashev (21; NHL Draft 2023, 1. Runde, 6. Stelle, Arizona Coyotes) soll mit seiner Kraft und Reichweite (1,95 Meter, 92 Kilogramm) im dritten Abwehr-Paar aufräumen. Der rechtsschießende Flügelstürmer Daniil But (21; Draft 2023, 1. Runde, 12. Stelle, Arizona Coyotes) ist nicht nur körperlich eine imposante Erscheinung (1,98 Meter, 98 Kilogramm), sondern verfügt auch über Kreativität und einen guten Schuss.
Perspektivisch sollen auch die Angreifer Tij Iginla (20; Draft 2024, 1. Runde, 6. Stelle) und Gabe Smith (20; Draft 2024, 4. Runde, 104. Stelle) sowie Abwehrmann Maveric Lamoureux (22; Draft 2022, 1. Runde, 29. Stelle) in der NHL Fuß fassen, auch wenn sie zu Saisonbeginn zunächst in der AHL in Tucson erwartet werden. Iginla, Sohn von NHL-Kult-Spieler Jarome Iginla, ist eine offensive Allzweckwaffe (48 WHL-Spiele für die Kelowna Rockets, 41-49-90). Smith ist ein wuchtiger Power Forward, der vor dem gegnerischen Tor viel Schatten spendet (1,93 Meter, 102 Kilogramm). Lamoureux ist ein körperlich starker Zwei-Wege-Verteidiger, der zerschmetternde Checks austeilen kann (2,0 Meter, 97 Kilogramm).
Im Draft 2026 sicherte sich General Manager Bill Armstrong in der 1. Runde und 17. Stelle mit Ethan Belchetz einen weiteren Power Forward. Auf Sicht dürfte der Mammoth also deutlich robuster werden.
Playoff-Chancen
Utah hat in der schweren Central Division keinen leichten Stand, wird aber erneut im Playoff-Rennen auftauchen und dort ein Wörtchen mitreden. Die Chancen stehen gut, dass sich der Mammoth im zweiten Jahr in Folge für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert.