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Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Fünf Fragen beim Utah Mammoth

1. Schießt Trocheck die Peterka-Tore?

Mit dem Abgang von JJ Peterka, der zu den Boston Bruins getradet wurde, hat Utah 25 Tore und 47 Scorerpunkte (82 Spiele, 25-22-47) verloren. Wer also soll diese Scoring-Lücke schließen? General Manager Bill Armstrong tradete für Vincent Trocheck und akquirierte damit einen ganz anderen Spielertypen: War Peterka ein schneller Scharfschütze auf dem Flügel, ist Trocheck ein spielstarker und hart nach hinten arbeitender Center. Für die Rangers erzielte er zuletzt in nur 67 Spielen 53 Scorerpunkte (16-37-53). Trocheck kam somit zwar auf weniger Tore, hatte dafür aber sogar einen besseren Punkteschnitt (0,79 zu 0,57) und soll der Mannschaft mit anderen Fähigkeiten wie Faceoffs oder Unterzahlspiel weiterhelfen. Die Peterka-Tore müssen also auch andere schießen.

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2. Verbessert sich der Mammoth am Faceoff-Kreis?

In der Saison 2025/26 hatte Utah mit einer Faceoff-Quote von 49,2 Prozent (23.) durchaus Probleme am Bullypunkt. Das betraf insbesondere die ersten zwei Reihen mit den Centern Nick Schmaltz (46 Prozent) und Logan Cooley (44,3 Prozent). Gut möglich, dass Neuzugang Trocheck als ausgewiesener Faceoff-Experte (56,9 Prozent für die Rangers) in der Mitte auflaufen wird oder zumindest beim Anspiel an den Punkt geschickt wird. In den Bottom-Six-Reihen war der Mammoth durchaus verlässlich: Kevin Stenlund (54,2 Prozent), Barrett Hayton (52,6 Prozent) und Jack McBain (51,3 Prozent) hatten allesamt gute Werte.

3. Schnelligkeit oder Physis?

Bislang war Utah vor allem für sein hohes Tempo und überfallartige Konterangriffe gefürchtet. Mit Spielern wie Clayton Keller, Dylan Guenther, Schmaltz, Cooley, Michael Carcone oder Kailer Yamamoto hatte der Mammoth entsprechend schnelle, explosive und wendige Spieler für genau dieses System. Um auch in den Stanley Cup Playoffs körperlich mithalten zu können, wird Utah zusätzlich auf eine körperliche Komponente bauen. Die Neuzugänge Anders Lee (New York Islanders, 1,91 Meter, 107 Kilogramm) und Andrew Peeke (1,91 Meter, 97 Kilogramm) zählen genau in diese Kategorie. Zudem schieben Talente wie Dmitri Simashev (1,95 Meter, 92 Kilogramm), Daniil But (1,98 Meter, 98 Kilogramm), Gabe Smith (1,93 Meter, 102 Kilogramm) oder Maveric Lamoureux (2,0 Meter, 97 Kilogramm) nach. Sie alle ergänzen bereits vorhandene Kanten wie Mikhail Sergachev (1,90 Meter, 96 Kilogramm), Lawson Crouse (1,93 Meter, 98 Kilogramm), Hayton (1,86 Meter, 91 Kilogramm), McBain (1,93 Meter, 99 Kilogramm), Liam O’Brien (1,85 Meter, 97 Kilogramm) und Stenlund (1,93 Meter, 97 Kilogramm). Schnelligkeit oder Physis? Der Mammoth will beides!

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4. In wie weit kann Cossa Vejmelka entlasten?

Utah kann sich seit Jahren voll auf seinen Starter Karel Vejmelka verlassen. In 2025/26 hielt der 30-jährige Tscheche die zweitmeisten Siege (38) aller NHL-Torhüter fest. Nur Andrei Vasilevsky vom Tampa Bay Lightning kam auf mehr (39). Zudem überzeugte der 1,93 Meter große Rechtsfänger mit einem Gegentorschnitt von 2,75, einer Fangquote von 89,7 Prozent und zwei Shutouts. Mit 63 Starts und 64 Spielen wurde kein NHL-Goalie häufiger eingesetzt als Vejmelka. Für 2026/27 stellt sich also die Frage, wer ihn besser entlasten kann als sein Landsmann Vitek Vanecek (19 Starts, 22 Spiele, 5 Siege, 2,93 Gegentore/Spiel, 88,3 Prozent Fangquote, ein Shutout; jetzt New York Islanders) in der Vorsaison? Die Antwort lautet im Bestfall Sebastian Cossa, der in einem Trade von den Detroit Red Wings losgeeist wurde. Der 23-jährige Kanadier gilt als großes Torwart-Talent und war im NHL Draft 2021 in der 1. Runde an 15. Stelle von den Red Wings ausgewählt worden. Nach vier Jahren in Detroits Talentschmiede Grand Rapids Griffins soll der 1,97 Meter große Linksfänger nun dauerhaft in der NHL fangen - und im Bestfall Vejmelka so gut es geht entlasten.

5. Wie sehr beflügelt das Winter Classic?

Den Mammoth erwartet an Silvester vielleicht eines der besten Saison-Highlights: Das Discover NHL Winter Classic 2027, das im Rice-Eccles Stadium ausgetragen wird. Das College-Football-Stadion fasst 51.444 Zuschauer und bietet mit den Rocky Mountains im Hintergrund eine malerische Kulisse für ein Freiluft-Spiel. „Ich war ziemlich aus dem Häuschen und aufgeregt“, so Lee. „Was für ein toller Austragungsort das doch sein wird. Und was für eine großartige Atmosphäre, gegen eine großartige Mannschaft zu spielen.“ Utah trifft auf die Colorado Avalanche - den Rivalen aus dem Nachbar-Bundesstaat. Das Event am 31. Dezember 2026 könnte also eine ganze Mannschaft beflügeln.

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