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Die NHL-Saison 2025/26 war voller Highlights, Action und spannender Spiele. NHL.com/de blickt auf die Spielzeit der besten Akteure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zurück.

In dieser Ausgabe: JJ Peterka von den Utah Mammoth

Das einschneidendste Erlebnis in der abgelaufenen Saison gab es für JJ Peterka, als das sportliche Geschehen längst zu Ende war. Unmittelbar vor dem NHL Draft 2026 erhielt er einen Anruf von seinem Berater, der ihm mitteilte, dass ihn die Utah Mammoth zu den Boston Bruins getradet hatten. Der Deutsche befand sich zu diesem Zeitpunkt in seiner Heimatstadt München. „Ehrlich gesagt war ich total überrascht. Hier war es fast 1 Uhr nachts. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet“, schilderte Peterka.

Der Wechsel kam in der Tat wie aus dem Nichts. Der Flügelstürmer war erst zur Saison 2024/25 von den Buffalo Sabres nach Salt Lake City gekommen. Er sollte dort mithelfen, das Team erstmals in die Stanley Cup Playoffs zu hieven, was letztlich auch gelang. Trotz dieses Umstands und eines noch vier Jahre gültigen Vertrages, entschlossen sich die Verantwortlichen der Mammoth, den 24-Jährigen gegen zwei Erstrunden-Draftpicks einzutauschen.

Ähnliches: Peterka gegen Draft Picks von Utah nach Boston getradet

Ausschlaggebend für den Trade dürfte die Tatsache gewesen sein, dass Peterka eine durchwachsene Saison erlebte und gerade in der Endphase und in den Playoffs die hochgesteckten Erwartungen nicht zur vollsten Zufriedenheit der sportlichen Leitung erfüllte. „Ich war mit der Art und Weise, wie ich gespielt habe, selbst nicht zufrieden. Ich habe deutlich mehr zu bieten, als das, was ich gezeigt habe“, resümierte der Angreifer.

Alles in allem verlief die Spielzeit für Peterka wie eine Achterbahnfahrt. Mal ging es hoch und dann wieder runter. Zum zweiten Mal in seinen vier kompletten NHL-Saisons bestritt der Deutsche alle 82 Partien. Er war nur einer von fünf Akteuren bei Utah, die keine Begegnung verpassten. Darüber hinaus ließ er sein Können im Abschluss aufblitzen, wenngleich die Ausbeute mit 25 Toren im Vergleich zu den beiden Jahren davor (28 und 27) leicht zurückging. In der teaminternen Torjägerliste belegte Peterka mit diesem Wert den vierten Platz. In der Scorerwertung landete er mit 47 Punkten an fünfter Stelle bei den Mammoth. 2024/25 hatte er es bei den Buffalo Sabres auf eine persönliche Rekordmarke von 68 Zählern gebracht.

Die Top-5-Tore von JJ Peterka in der Saison 2025/26

Nach einem starken Saisonstart mit zehn Punkten aus elf Spielen im Oktober folgte im November ein Formtief mit lediglich sechs Zählern aus 15 Einsätzen. Im Dezember zeigte die Leistungskurve wieder klar nach oben. 12 Punkte aus 14 Spielen standen in diesem Zeitraum für Peterka zu Buche. Seine herausragendste Vorstellung bot er mit zwei Toren und zwei Assists beim fulminanten 7:0-Auswärtssieg gegen die Anaheim Ducks am 3. Dezember.

Nach dem Jahreswechsel und im Frühjahr präsentierte sich Peterka im Großen und Ganzen solide. Aber vor allem nach Olympia fehlte ihm die Konstanz beim Scoring. Bei seinen sechs Auftritten in der ersten Playoff-Runde gegen die Vegas Golden Knights ging er sogar komplett leer aus. Ein Pluspunkt waren seine vier Siegtore im Verlauf der regulären Saison, die seiner Mannschaft wichtige Punkte bei der Qualifikation für die Postseason bescherten.

Eine Ursache für das nachlassende Scoring dürfte mit der Einsatzzeit zu tun haben. In den letzten Saisonwochen musste Peterka meist mit einem Platz in der dritten Angriffsformation vorliebnehmen. Das bedeutete eine weniger offensiv ausgerichtete Rolle als in den Top 6 und dadurch weniger Möglichkeiten, auf dem Spielfeld als Punktejäger zu glänzen. Seine durchschnittliche Eiszeit in der regulären Saison betrug 15:59 Minuten. Im Jahr zuvor befand er sich im Schnitt über zwei Minuten länger auf dem Eis.

Nach einem Jahr Utah steht für Peterka demnächst der Umzug nach Massachusetts an. Peterka ist glücklich, ab der nächsten Saison das Trikot der Bruins zu tragen. „Das ist eine Riesenchance für mich. Ich denke, das Team wird hervorragend zu mir und meiner Spielweise passen“, sagte er in Bezug auf den sportlichen Tapetenwechsel. Der Grund für die Euphorie hat viel mit Bostons Chefcoach Marco Sturm und dem neuen Assistenztrainer Matt McIlvane zu tun.

„Ich habe in der Vergangenheit gesehen, wie wichtig eine gute Beziehung zum Trainer sein kann. Dass ich jetzt zu einem deutschen Coach komme und mit einem Assistenztrainer arbeite, der mich schon in jungen Jahren ausgebildet hat, macht die Sache besonders interessant“, verdeutlichte Peterka. „Es war etwas Besonderes, mit Marco auf Deutsch zu sprechen. Er hat mir gesagt, wie sehr er sich freut. Mir geht es genauso. Und mit Matt verbindet mich ohnehin eine lange Geschichte. Es war immer unser Traum, irgendwann gemeinsam in der NHL zu arbeiten. Seit er mich damals trainiert hat, hatten wir immer ein sehr gutes Verhältnis. Das wird großartig.“

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