Oilers: Erst Fehlstart, dann Aufholjagd
In ihren neuen, alten Trikots in der Grundfarbe Blau schienen die Oilers zunächst noch zu fremdeln, denn im kanadischen Duell mit den Canucks erwischte Vancouver den besseren Start: Die Gäste aus British Columbia hatten im ersten (14:8 Torschüsse) und zweiten Drittel (14:7 Torschüsse) klare Schussvorteile und gingen nicht unverdient in Führung. Elias Pettersson drückte den Puck aus der Nahdistanz im Torwarteck über die Linie (2.), J.T. Miller traf aus dem linken Faceoffkreis in den rechten Winkel (3.) und Andrei Kuzmenko erhöhte per Tip-in gar auf 3:0 (21., im Powerplay, 1. NHL-Tor). "In der ersten Hälfte des Spiels hätte es kaum schlechter laufen können", haderte McDavid. Und auch Draisaitl musste eingestehen: "Der Anfang war nicht gut, wir sind nicht gut gestartet. Das war schon in der Vorsaison unser Problem und es ist immer noch da. In solche Situationen wollen wir nicht immer wieder geraten."
Edmonton verschlief also jeweils den Start in die ersten zwei Drittel der neuen Saison: Die Gegentore Nummer 1 und 2 fielen nach 1:49 bzw. 2:40 Minuten, Nummer 3 nur 39 Sekunden nach Wiederbeginn.
Ihr starkes Powerplay und ihre beiden Superstars Draisaitl und McDavid aber brachten die Oilers zurück in dieses Spiel. In Überzahl lauerte der 26-jährige Kölner in seinem "Wohnzimmer" im rechten Bullykreis und traf per Direktabnahme zum 1:3 (25.). Ebenfalls im Powerplay spielte Edmonton wie am Schnürchen gezogene Direktpässe auf engstem Raum: Ryan Nugent-Hopkins, Zach Hyman, Draisaitl, McDavid - Tor (35.). Daraufhin sollte sich auch noch das starke Penalty Killing mit einem Unterzahl-Treffer belohnen: Verteidiger Darnell Nurse fasste einen Draisaitl-Querpass direkt zum 3:3-Ausgleich ab (40.).
"Die Special Teams haben es für uns gerichtet", fasste es McDavid treffend zusammen. "Wir haben ein paar Strafen gekillt."
McDavid mit 700. NHL-Punkt und 11. Karriere-Hattrick