Und auch vom Reihen-Kollegen Warren Foegele gab es für Draisaitl nach dem Erreichen des Meilensteins viele freundliche Worte: "Er ist einfach ein Weltklassespieler. Jeder, der mit ihm spielen darf, hat Glück. Meine Aufgabe ist es, ihm den Puck zuzuspielen. Ich versuche auf jeden Fall, das Beste aus dieser Gelegenheit zu machen."
Der so gelobte gab sich gewohnt bescheiden und versuchte die Aufmerksamkeit stärker auf die Leistung des Teams zu richten. "Ich denke, wir haben heute Abend einen guten Job gemacht, haben ihnen nicht zu viel gegeben. Es war ein ziemlich solides Spiel von uns", sagte Draisaitl hinterher. Und auch auf das große Kompliment von Stützle, er sei das Gesicht des deutschen Eishockeys, reagierte der Kölner zurückhaltend höflich. "Wenn er mich so sieht, dann ist das eine große Ehre für mich. Er ist selbst ein großartiger Spieler. Aber wenn ich diese Rolle übernehmen kann, dann mache ich das gerne. Ich hoffe, dass es immer mehr deutsche Spieler geben wird, die einen großen Einfluss auf die NHL-Teams haben werden."
Stützle ging am Ende mit seinen Teamkameraden aus diesem Duell zwar als sportlicher Verlierer hervor, konnte durch seine beiden Treffer des Tages seine Saisonausbeute jedoch auf 34 Tore und 73 Punkte ausbauen.
"Ich denke, wir haben hart gearbeitet und hatten viele Chancen", lautete das Spielfazit von Ottawas Trainer D.J. Smith. "Wir müssen nachsehen, aber ich dachte, es war ein ziemlich ausgeglichenes Spiel. Vielleicht waren wir sogar etwas besser heute. Nur die Fehler, die wir gemacht haben, landeten in unserem Netz."