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Der Upper Deck NHL Draft 2026 findet vom 26. bis 27. Juni im KeyBank Center in Buffalo statt. Die erste Runde wird am 26. Juni (7 p.m. ET) ausgetragen, die Runden 2 bis 7 am 27. Juni (11 a.m. ET).

Alberts Smits bot den NHL-Scouts etwas, was die meisten anderen Nachwuchstalente des Draft-Jahrgangs 2026 nicht vorweisen konnten: den Beweis, dass er das Zeug dazu hat.

Mittendrin statt nur dabei bei Olympia

Der 18-jährige Verteidiger zeigte bei den Olympischen Winterspielen 2026 und bei der IIHF-Weltmeisterschaft 2026 mit der lettischen Nationalmannschaft, wie er mit und gegen die Spitzenkonkurrenz der NHL zurechtkommt.

Smits verbuchte bei den Olympischen Spielen zwei Vorlagen in vier Spielen, darunter einen Assist zum Siegtreffer bei Lettlands einzigem Sieg bei den Spielen, einem 4:3 gegen Deutschland in der Vorrunde. Seine durchschnittliche Eiszeit von 18:44 Minuten lag an dritter Stelle unter den lettischen Verteidigern, hinter Uvis Balinskis, einem Stanley Cup Champion von 2025 mit den Florida Panthers, und Kristians Rubins, einem 28-jährigen Routinier, der als Profi in Europa spielt.

„Wenn ich jetzt darauf zurückblicke, war es schon eine etwas verrückte Erfahrung, aber damals kam es mir gar nicht so vor“, sagte Smits. „Einfach ein weiterer Ort, an dem ich meinen Job mache.“

Profi-Erfahrung aus Top-Ligen in Finnland und Deutschland

Smits hat seinen Job überall, wo er in dieser Saison spielte, gut gemacht und dabei hochkarätiges Können mit NHL-tauglicher Statur (1,91 Meter, 95 Kilogramm) und Reife kombiniert. Bei Jukurit in der Liiga, der höchsten Spielklasse Finnlands, erzielte er in 38 Spielen 13 Punkte (sechs Tore, sieben Vorlagen). Mit einer durchschnittlichen Eiszeit von 20:14 Minuten pro Spiel lag er auf Platz drei im Team.

Außerdem verbuchte er eine Vorlage in fünf Spielen der regulären Saison und sechs Punkte (zwei Tore, vier Vorlagen) in elf Playoff-Spielen für den EHC Red Bull München in der DEL, der höchsten Spielklasse Deutschlands, nachdem er am 25. Februar dorthin ausgeliehen worden war.

Er belegt Platz zwei in der endgültigen Rangliste der internationalen Skater im NHL Central Scouting.

„Er vereint Körpergröße, Beweglichkeit und eine für sein Alter weit überdurchschnittliche Gelassenheit“, sagte Jukka-Pekka Vuorinen, Direktor des europäischen Scoutings der NHL. „Er hat regelmäßig über 20 Minuten Eiszeit absolviert und dabei mit dominanten Leistungen überzeugt, die durchweg Selbstvertrauen und Kontrolle zeigen. Als starker Schlittschuhläufer mit hervorragendem Gleichgewicht und überraschender Beschleunigung wechselt er reibungslos von der Verteidigung in den Angriff und leitet den Vorstoß oft selbst ein. Sein Hockey-IQ ist außergewöhnlich, was sich in seiner Fähigkeit zeigt, Spielzüge zu lesen, intelligente erste Pässe zu spielen und sich in beiden Zonen effektiv zu positionieren.“

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Starke WM mit Lettland

Smits zeigte auch bei der Weltmeisterschaft für Lettland eine gute Leistung mit vier Assists in acht Spielen, und eine durchschnittliche Eiszeit von 21:47 Minuten war die längste unter den lettischen Verteidigern.

Lettland verlor im Viertelfinale mit 0:2 gegen Norwegen, doch der sechste Platz war nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Jahr 2023 das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten.

„Die Mannschaft hat sich großartig geschlagen“, sagte Smits. „Wir haben das Viertelfinale erreicht, das war erst das sechste Mal in der Geschichte. Für mich persönlich war es eine großartige Erfahrung. Ein weiteres großes Turnier, ein hohes Niveau im Eishockey. Man kann einfach einige gute Dinge mitnehmen, die man in seiner Karriere weiterführen kann.“

Smits wird schnell erwachsen

Was Smits in seiner Karriere bisher erreicht hat, ist beeindruckend. Er war 13 Jahre alt, als er seine Heimat Lettland verließ, um am Karhu-Kissat-Programm in Helsinki, Finnland, teilzunehmen.

Dieser Schritt ermöglichte Smits etwas, worüber er schon seit einiger Zeit nachgedacht hatte - die Möglichkeit, auf eigenen Beinen zu stehen.

„Das ist genau das, was ich schon immer wollte: so schnell wie möglich unabhängig werden“, sagte er. „Als ich mit 13 die Chance bekam, war das genau die Gelegenheit, auf die ich gewartet hatte, und ich habe sie ergriffen.“

Smits musste seine Eltern davon überzeugen, dass er es schaffen würde, schon kurz nach Beginn seiner Teenagerzeit auf eigenen Beinen zu stehen. Damit sie im Notfall zu Alberts gelangen konnten, mussten sie von ihrem Familienhaus in Valmiera, Lettland, drei Stunden nach Norden durch Estland fahren und dann eine dreistündige Fährfahrt über den Finnischen Meerbusen von Tallinn, Estland, nach Helsinki unternehmen.

„Zuerst waren sie ein bisschen schockiert und stellten viele Fragen: Soll ich das wirklich tun? Bin ich dafür bereit?“, sagte er. „Aber gleichzeitig war das meine einzige Möglichkeit, wenn ich Eishockey spielen wollte. Wir haben uns sozusagen darauf geeinigt, dass ich es versuchen würde, und wenn es mir nicht gefallen sollte, wäre ich jederzeit wieder zu Hause willkommen. Ich habe es versucht, und es hat ganz gut geklappt. Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, um mich daran zu gewöhnen, was man alles selbst erledigen muss, aber dann stellte sich heraus, dass es gar nicht so schwer ist. Wenn man es einfach tun muss, dann tut man es eben.“

Eine bewegende Draft-Saison 2025/26

Für Smits lief es gut: Er wechselte in der vergangenen Saison zu Jukurit und erzielte in der finnischen U18-Liga in 21 Spielen 20 Punkte (zehn Tore, zehn Vorlagen). Außerdem gab sein Liiga-Debüt mit zwei Punkten (ein Treffer, ein Assist) in neun Spielen.

In dieser Saison hatte er in 28 Spielen für Jukurit 12 Punkte (sechs Tore, sechs Vorlagen) erzielt, als er sich der lettischen Nationalmannschaft für die IIHF-Junioren-Weltmeisterschaft 2026 anschloss.

Im Wettbewerb mit Gleichaltrigen war Smits mit fünf Punkten (ein Tor, vier Vorlagen) der zweitbeste Spieler Lettlands und verzeichnete in fünf Spielen mit durchschnittlich 23:40 Minuten die meiste Eiszeit im Team.

Direkter Sprung in die NHL möglich?

Der lettische Trainer Artis Abols sagte damals, er halte Smits für bereit, bei den Olympischen Spielen zu spielen, und er könne bereits in der nächsten Saison den Sprung in die NHL schaffen.

„Er hat eine gute Statur, er ist ein guter Schlittschuhläufer. Macht er es wie (Matthew) Schaefer in der NHL? Ich denke, körperlich ist er bereit“, sagte Abols. „Es hängt davon ab, welches Team ihn nimmt und wie die Situation für den Spieler dort aussieht. Aber wenn man dieses enorme Talent betrachtet und er spielbereit ist - und wenn sie ihn früh im Draft auswählen -, dann geben sie ihm wahrscheinlich sofort eine Chance.“

Smits konnte bei den Olympischen Spielen, bei denen sechs seiner lettischen Teamkollegen in der NHL spielten, selbst sehen, wie nah er seinem Ziel schon ist.

„Vor allem, wenn man mit den NHL-Spielern in einem Team spielt, sieht man, wie professionell sie sind und wie sie vor und nach den Spielen mit ihrem Körper umgehen“, sagte Smits. „Das sind die kleinen Dinge, die man bei solchen Veranstaltungen lernen muss, wenn man als Spieler besser und effektiver werden und dem nächsten Schritt in Richtung NHL näherkommen will.“

Der nächste Schritt für Smits besteht darin, einen Teil der Saisonpause damit zu verbringen, in der Einrichtung des renommierten Trainers Ben Prentiss in Connecticut zu trainieren.

Er steht bis zur Saison 2027/28 bei Jukurit unter Vertrag, hat aber zweifellos das Ziel vor Augen, so schnell wie möglich in die NHL zu kommen.

„Das wäre mein Ziel, so schnell wie möglich dorthin zu gelangen, aber ich möchte die Dinge gleichzeitig nicht überstürzen, damit es nicht nach hinten losgeht“, sagte er. „Ich werde also dort ankommen, wenn ich bereit bin.“

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