Point, Kucherov helfen Lightning zu Rekord in Spiel 1

Sie haben die New York Islanders in Spiel 1 des Eastern Conference Finales deklassiert. Die Tampa Bay Lightning versenkten gleich achtmal die schwarze Hartgummischeibe im Netz ihres Gegners. Zum Leidwesen von Thomas Greiss, der drei ihrer ersten neun Torschüsse passieren lassen musste, und von Semyon Varlamov, der ab der elften Spielminute sogar fünfmal Opfer von Tampa Bays Treffsicherheit wurde.

Mit 8:2-Toren endete die Partie zu Gunsten der Truppe von Coach Jon Cooper, die auf einer Erfolgswelle reitet. In den ersten zwei Runden der Stanley Cup Playoffs gewannen die Lightning neun von elf Partien, die letzten fünf am Stück. Bravissimo!
Bedeutet dies nun, dass der Einzug in das Stanley Cup Finale für die Lightning ein Selbstläufer ist? Keineswegs! Sie dürften gewarnt sein. So schön sich ihre Playoff-Gesamtbilanz auch liest, es sollte nicht vergessen werden, dass sie vier ihrer neun Playoffspiele erst in der Verlängerung für sich entschieden haben. Zwei in der ersten Runde gegen die Columbus Blue Jackets und zwei in der zweiten Runde gegen die Boston Bruins.
Rückblick: Ihren ersten Playoff-Auftritt gewannen die Lightning gegen die Blue Jackets nach einem Marathonmatch in der fünften Verlängerung mit 3:2. Wer nun geglaubt hätte, dass Columbus angesichts der unglücklichen Niederlage angeschlagen sei, sah sich getäuscht. Zwei Tage später glichen die Blue Jackets mit einem 3:1-Sieg die Serie aus. Angeschlagene Gegner können eben besonders gefährlich sein. Im Anschluss ihrer 7:1-Machtdemonstration in Spiel 3 gegen Boston, taten sich die Lightning in den folgenden Partien schwerer. Ihren vierten Sieg brachten sie mit 3:2 erst in der zweiten Overtime von Spiel 5 unter Dach und Fach.

NYI@TBL, Sp1: Point markiert schöne frühe Führung

In der Retrospektive misst Kevin Shattenkirk am Dienstag einem hohen Sieg nicht so viel Bedeutung bei. "Wir realisierten nach dem 7:1], dass das Gefühl hoch gewonnen zu haben, sich nicht von dem unterscheidet, wenn man 3:2 gewonnen hat", verriet der Lightning-Verteidiger.
Acht Tore in einem Spiel wie am Montag waren ohne Frage erneut ein Zeichen der Stärke. Es lief aber auch alles zu Gunsten der Lightning. Ein frühes Tor nach bereits 74 Sekunden zum 1:0, keine zwei Minuten nachdem die Islanders ausgeglichen hatten, eine Überzahlsituation zur erneuten Führung und der 2-Tore Vorsprung folgte auf dem Fuß. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt knapp elf Minuten alt. Das steckt ein Gegner nicht so leicht weg und hinterlässt Spuren beim weiteren Spielverlauf.
Auf die Frage, wie groß der Enthusiasmus im Team nun ist, erklärte Shattenkirk, dass dieser sich in Grenzen halte, denn sie [die Islanders] waren nicht so ausgeruht, wie sie selbst. "Nun haben auch sie einen Tag Pause, und wir werden auf eine andere Mannschaft treffen", ist sich der 31-Jährige sicher.
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Zudem hatte die Point-Reihe bestehend aus Center Brayden Point, Rechtsaußen Nikita Kucherov und Linksaußen Ondrej Palat einen Sahneabend erwischt. Sie brachten es zusammen auf vier Tore und sieben Assists. Point und Kucherov erzielten sogar als erste Spieler in der Franchisegeschichte der Lightning fünf Punkte in einer Playoffpartie. So etwas wiederholt man nicht nach Belieben.
"Wir haben die Energie, wir sind hungrig nach Erfolg und wir haben eine tolle Gruppe beisammen mit einer tollen Reihe. Wir versuchen das zu machen, was es braucht um zu siegen. Und das wollen wir auch weiterhin", so Linksaußen Patrick Maroon
Es ist verständlich, dass Cooper auf die Euphorie-Bremse drückt. "Die Islanders sind eine stolze Mannschaft. Ich erwarte nicht, dass sie unseretwegen auseinanderbrechen. Es war nur ein Spiel", warnt der Übungsleiter.der Lightning zur Vorsicht.
Die Islanders taumelten in Spiel 1, doch sie werden noch nicht angezählt und sie sind erst recht noch lange nicht K.o. Ein 8:2-Triumph zählt auch nur als ein Sieg, genauso wie ein 1:0. Es spielt keine Rolle wie hoch man gewinnt oder verliert, am Ende müssen in den Playoffs zwölf Siege auf der Haben-Seite stehen, um in das Stanley Cup Finale einzuziehen. Den Islanders fehlen noch vier, den Lightning deren drei. Vorteil Tampa Bay, aber eben nicht mehr.
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"Wir haben das Skill-Level das nötig ist. Wir sind gewohnt, dass unsere Gegner physisch gegen uns agieren. Darauf müssen wir gefasst sein und reagieren", meinte Shattenkirk und bekam Unterstützung von Maroon: "Sie haben ein gutes Team, eine starke Mannschaft. Es gilt möglichst Strafen zu vermeiden, doch letztendlich konzentrieren wir uns nur auf uns, auf unser Spiel."
Das nächste Aufeinandertreffen zwischen den Lightning und Islanders beginnt wieder bei 0:0. Es findet am Mittwoch im Rogers Place von Edmonton, der Hub-City der Conference Finals und des Stanley Cup Finales statt (8 p.m. ET, Do 2:00 Uhr MESZ; NHL.TV).