In der Retrospektive misst Kevin Shattenkirk am Dienstag einem hohen Sieg nicht so viel Bedeutung bei. "Wir realisierten nach dem 7:1], dass das Gefühl hoch gewonnen zu haben, sich nicht von dem unterscheidet, wenn man 3:2 gewonnen hat", verriet der Lightning-Verteidiger.
Acht Tore in einem Spiel wie am Montag waren ohne Frage erneut ein Zeichen der Stärke. Es lief aber auch alles zu Gunsten der Lightning. Ein frühes Tor nach bereits 74 Sekunden zum 1:0, keine zwei Minuten nachdem die Islanders ausgeglichen hatten, eine Überzahlsituation zur erneuten Führung und der 2-Tore Vorsprung folgte auf dem Fuß. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt knapp elf Minuten alt. Das steckt ein Gegner nicht so leicht weg und hinterlässt Spuren beim weiteren Spielverlauf.
Auf die Frage, wie groß der Enthusiasmus im Team nun ist, erklärte Shattenkirk, dass dieser sich in Grenzen halte, denn sie [die Islanders] waren nicht so ausgeruht, wie sie selbst. "Nun haben auch sie einen Tag Pause, und wir werden auf eine andere Mannschaft treffen", ist sich der 31-Jährige sicher.
***[Ähnliches: [Lightning profitieren in Spiel 1 von ihrer Ruhephase]
Zudem hatte die Point-Reihe bestehend aus Center Brayden Point, Rechtsaußen Nikita Kucherov und Linksaußen Ondrej Palat einen Sahneabend erwischt. Sie brachten es zusammen auf vier Tore und sieben Assists. Point und Kucherov erzielten sogar als erste Spieler in der Franchisegeschichte der Lightning fünf Punkte in einer Playoffpartie. So etwas wiederholt man nicht nach Belieben.
"Wir haben die Energie, wir sind hungrig nach Erfolg und wir haben eine tolle Gruppe beisammen mit einer tollen Reihe. Wir versuchen das zu machen, was es braucht um zu siegen. Und das wollen wir auch weiterhin", so Linksaußen Patrick Maroon
Es ist verständlich, dass Cooper auf die Euphorie-Bremse drückt. "Die Islanders sind eine stolze Mannschaft. Ich erwarte nicht, dass sie unseretwegen auseinanderbrechen. Es war nur ein Spiel", warnt der Übungsleiter.der Lightning zur Vorsicht.
Die Islanders taumelten in Spiel 1, doch sie werden noch nicht angezählt und sie sind erst recht noch lange nicht K.o. Ein 8:2-Triumph zählt auch nur als ein Sieg, genauso wie ein 1:0. Es spielt keine Rolle wie hoch man gewinnt oder verliert, am Ende müssen in den Playoffs zwölf Siege auf der Haben-Seite stehen, um in das Stanley Cup Finale einzuziehen. Den Islanders fehlen noch vier, den Lightning deren drei. Vorteil Tampa Bay, aber eben nicht mehr.
Ähnliches: [Horror-Auftakt für die Islanders vor Spiel 2 abgehakt]*
"Wir haben das Skill-Level das nötig ist. Wir sind gewohnt, dass unsere Gegner physisch gegen uns agieren. Darauf müssen wir gefasst sein und reagieren", meinte Shattenkirk und bekam Unterstützung von Maroon: "Sie haben ein gutes Team, eine starke Mannschaft. Es gilt möglichst Strafen zu vermeiden, doch letztendlich konzentrieren wir uns nur auf uns, auf unser Spiel."
Das nächste Aufeinandertreffen zwischen den Lightning und Islanders beginnt wieder bei 0:0. Es findet am Mittwoch im Rogers Place von Edmonton, der Hub-City der Conference Finals und des Stanley Cup Finales statt (8 p.m. ET, Do 2:00 Uhr MESZ; NHL.TV).