In dieser Ausgabe geht es um die Los Angeles Kings.
Nach dem Erstrunden-Aus in den Stanley Cup Playoffs 2017/18 gegen den damaligen Liganeuling Vegas Golden Knights, sollte bei den Los Angeles Kings alles besser werden. Der selbsternannte Mitfavorit auf den Stanley Cup wollte zu alter Stärke zurückfinden. Groß war die Sehnsucht nach einer Wiederholung der beiden zuvor errungenen Meisterschaften, die den Kaliforniern 2012 und 2014 zeigten, wie süß der sportliche Erfolg schmecken kann.
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Die Realität war eine völlig andere. Es folgte die schwächste Spielzeit der Kings in 13 Jahren, 2006/07 waren 68 Zähler die traurige Bilanz. Mit lediglich 71 Punkten (31-42-9) präsentierte sich die Mannschaft meilenweit von dem entfernt, was die Verantwortlichen noch vor Saisonbeginn vom Team erwarten hatten. Selbst ein Trainerwechsel brachte nicht den erhofften Umschwung. Willie Desjardins hatte nach einem Start von 4-8-1 im vergangenen November die Verantwortung an der Bande von John Stevens übernommen. Doch auch er konnte die Saison in Los Angeles nicht retten.
Von allen 31 Teams der NHL waren nur die im Umbruch befindlichen Ottawa Senators in der Eastern Conference schwächer. Nicht wirklich überraschend also, dass Desjardins nach Saisonende ebenfalls von seinen Aufgaben entbunden wurde. Am 16. April präsentierten die Kings Todd McLellan als seinen Nachfolger. Unter seiner Leitung soll die Mannschaft in Zukunft den Weg zurück zum Erfolg finden. Auf ihm ruhen fast alle Hoffnungen.
Bilanz 2018/19: 31-42-9, 15. Platz in der Western Conference
Playoffs 2019:nicht qualifiziert
Trainer:Todd McLellan, seit April 2019
Zugänge: Joakim Ryan, Martin Frk, Mario Kempe
Abgänge: Dion Phaneuf
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McLellan war sich bei seiner Ankunft der Schwere der Aufgabe vollauf bewusst: "Ich habe realisiert, wo das Team steht, vielleicht sogar mehr als die Spieler. Ich kann mich mit den mir präsentierten Plänen identifizieren, diese Mannschaft wieder nach oben zu führen. Dazu brauchen wir Geduld, die ich habe. Nur bei einem werde ich nicht geduldig mit den Spielern sein, und das ist ihr Engagement und ihre Leidenschaft. In diesem Bereich wird meine Geduld ihnen gegenüber vergleichsweise klein sein."
Das klingt nach einer harten Hand, die das Team in den kommenden Wochen auf die neue Spielzeit vorbereiten wird. Nachdem die Kings, trotz ihres durchaus noch immer hochkarätig besetzten Kaders, in zwei der vergangenen drei Saisons das Mindestziel KO-Runde verpasst haben, eine normale Herangehensweise.
Nach dem Titelgewinn im Jahre 2014 gelang es der erfolgsverwöhnten Organisation nicht mehr in die zweite Runde der Playoffs in der Western Conference einzuziehen. McLellan soll mit seiner bekannt zielstrebigen Art dafür sorgen, dass die Fans im Staples Center zukünftig zumindest wieder regelmäßig das Gefühl haben, dass das Team auf dem Eis alles für den Erfolg gegeben hat.