Am 1. Juli öffnet in der NHL traditionell der Free-Agent-Markt – doch selten war die Ausgangslage so ungewöhnlich wie in diesem Sommer. Nachdem zahlreiche Stars ihre Verträge bereits Monate vor Ablauf verlängert oder im Zuge von Sign-and-Trade-Geschäften neue Arbeitgeber gefunden haben, präsentiert sich der Markt deutlich dünner als in den vergangenen Jahren. Dennoch verspricht die Free Agency auch 2026 jede Menge Spannung. Denn während auf dem UFA-Markt erfahrene Veteranen um ihre letzten großen Verträge kämpfen, richten sich viele Blicke gleichzeitig auf die Restricted Free Agents, mögliche Offer Sheets und weitere spektakuläre Trades.
Einige Stars haben schon Fakten geschaffen
Der größte Unterschied zu den vergangenen Jahren liegt in der Qualität der verfügbaren Spieler. Mit Mitchell Marner, Sam Bennett oder Aaron Ekblad erreichten 2025 zahlreiche Stars den Sommer, ehe sie kurz vor Öffnung des Marktes doch noch neue Verträge unterschrieben. Dieses Szenario wiederholt sich nun sogar noch deutlicher.
Spieler wie Connor McDavid, Kirill Kaprizov oder Jack Eichel verlängerten ihre Verträge bereits frühzeitig. Hinzu kommen Sign-and-Trade-Geschäfte, durch die auch Alex Tuch oder Darren Raddysh gar nicht erst in die Free Agency gelangten. Das Ergebnis: Das verbleibende Angebot an Stars ist ungewöhnlich dünn.
Sollte Verteidiger John Carlson, dessen Verhandlungsrechte inzwischen bei den Carolina Hurricanes liegen, ebenfalls noch vor dem 1. Juli ein neues Arbeitspapier unterschreiben, würde Anthony Mantha vermutlich zum prominentesten verfügbaren Feldspieler aufsteigen. Das verdeutlicht, wie überschaubar das Angebot in diesem Jahr tatsächlich ist.
Für die General Manager bedeutet das allerdings keineswegs einen ruhigen Sommer. Durch den deutlich steigenden Salary Cap verfügen zahlreiche Teams über reichlich finanziellen Spielraum und könnten gezwungen sein, für Spieler der zweiten Reihe deutlich höhere Summen auszugeben als in früheren Jahren.
Mantha als möglicher Gewinner des Sommers
Genau davon dürfte Anthony Mantha profitieren. Der 31-Jährige spielte bei den Pittsburgh Penguins die statistisch beste Saison seiner Karriere und erzielte 33 Tore. Entsprechend gilt er als einer der begehrtesten verfügbaren Angreifer.
Obwohl seine Verletzungshistorie und schwankenden Leistungen in der Vergangenheit durchaus Fragen aufwerfen, dürfte Mantha einen langfristigen Vertrag mit einem Jahresgehalt zwischen fünf und sieben Millionen US-Dollar anstreben. Mehrere Teams gelten als interessiert.
Als besonders heißer Kandidat werden die Seattle Kraken gehandelt. Die Kraken verfügen über erheblichen Cap Space und suchen dringend zusätzliche Offensivqualität. Andere Experten sehen hingegen die Montreal Canadiens als ideale Lösung. Die Canadiens könnten einen körperlich starken Flügelspieler gut gebrauchen, während Mantha als gebürtiger Québecer zudem hervorragend ins Profil der Franchise passen würde.
Unabhängig vom endgültigen Ziel dürfte Mantha zu den größten Gewinnern dieses Free-Agent-Sommers gehören.
























