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Am 7. (1. Runde) und 8. Juli (2. bis 7. Runde) findet der Upper Deck NHL Draft 2022 im Bell Centre in Montreal statt. NHL.com/de präsentiert dazu die zehn besten Storylines.

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Erstes Zugriffsrecht liegt bei den Canadiens
Das erste Zugriffsrecht bei der diesjährigen Draft-Ausgabe liegt bei den Montreal Canadiens. Die Verantwortlichen des Klubs sind allerdings noch unschlüssig, welches Talent sie aufrufen und damit zum First-Overall-Pick 2022 küren werden. Nach Aussage von General Manager Kent Hughes muss der Betreffende nicht nur die sportlichen Voraussetzungen erfüllen, sondern auch mit dem Druck und der hohen Erwartungshaltung im Umfeld der Canadiens gut zurechtkommen. In Montreal die Nummer eins beim Draft zu sein, sei noch schwieriger als anderswo, meinte Hughes.
Ähnliches *[Canadiens unentschlossen über Nr. 1 Pick beim NHL Draft 2022*]
Wright gilt als Top-Favorit auf die Nummer eins
Der große Favorit für den First-Overall-Pick ist Sean Wright. Nach einer starken Saison bei den Kingston Frontenacs war er mit 94 Punkten (32 Tore, 62 Assists) achtbester Scorer in der OHL. Diese Ausbeute, seine Spielmacherqualitäten und sein zielgenauer Schuss überzeugten die Talentsichter der NHL. Wright führt das Ranking der nordamerikanischen Skater für den Draft an. Das verschafft ihm erfahrungsgemäß einen kleinen Vorteil gegenüber den Konkurrenten aus dem eigenen Lager und aus Europa.

Shane Wright draft class

Slafkovsky und Cooley in Lauerstellung
Neben Wright dürfen sich mit Juraj Slafkovsky und Logan Cooley zwei weitere Angreifer berechtigte Hoffnungen machen, ihren Namen gleich zu Beginn des Drafts zu hören. Slafkovsky wusste bei TPS in der finnischen Liiga zu überzeugen, wo er in 31 Partien zehn Punkte (fünf Tore, fünf Assists) verbuchte. Bei den Olympischen Spielen führte er die Slowakei mit sieben Treffern als bester Torschütze des Turniers zu Bronze. Er wurde ins All-Star Team und zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt. Er steht auf der Draft-Rangliste der internationalen Skater ganz oben. Cooley war mit 75 Punkten (27 Tore, 48 Assists) in 51 Spielen für die U18-Mannschaft der USA und 36 Punkten (13 Tore, 23 Assists) in 24 Spielen für die U20 jeweils der zweitbeste Scorer der beiden Teams und landete im abschließenden Draft-Verzeichnis auf Platz zwei bei den nordamerikanischen Skatern.

Slafkovsky

Kasper auf dem Weg zum vierten österreichischen Erstrunden-Pick
Der gebürtige Innsbrucker Marco Kasper wird als sicherer Erstrundenpick beim diesjährigen Draft gehandelt. Das NHL Central Scouting hat den Angreifer im finalen Ranking der internationalen Skater an fünfter Stelle platziert. Er wäre der vierte Österreicher, der in der ersten Runde mit einem Klub zusammenkommt und stünde damit fortan in einer Reihe mit Thomas Vanek (Nr. 5, 2006, Buffalo Sabres), Michael Grabner (Nr. 14, 2006, Vancouver Canucks) und Marco Rossi (Nr. 9, 2020, Minnesota Wild).

Marco Kasper

Bichsel das heißeste Eisen des Schweizer Eishockeys
Das heißeste Eisen des Schweizer Eishockeys bei der Talentziehung ist Lian Bichsel. Der Verteidiger war beim vorgeschalteten NHL Draft Combine in Buffalo ein gefragter Gesprächspartner. Alle 32 NHL-Teams streckten die Fühler nach dem an neunter Position bei den internationalen Skatern stehenden Blueliner aus. Wenn er sich einen Klub in der NHL aussuchen könnte, fiele seine Wahl auf die New York Rangers. "Ich mag die Stadt und die Fans", bekannte der gebürtige Oltner.
Lutz ein Kandidat für die Durchgänge zwei oder drei
Während sich die NHL-Fans aus Österreich und der Schweiz mit hoher Wahrscheinlichkeit über einen Erstrunden-Pick freuen können, müssen sich die Anhänger aus Deutschland vermutlich eine Weile gedulden. Der am höchsten notierte Spieler aus dem DEB-Bereich ist Julian Lutz vom EHC Red Bull München auf Rang 30 der internationalen Skater. Diese Platzierung deutet darauf hin, dass er in der zweiten oder dritten Runde gedrafted wird. Eine langwierige Verletzung verhinderte, dass der Stürmer eine aussichtsreichere Einstufung vom NHL Central Scouting erhielt.

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Torhüter sehen sich übermächtiger Konkurrenz gegenüber
Erstmals seit 2018 könnte in der ersten Runde kein Torhüter gedraftet werden. Das liegt in erster Linie an der enormen Qualität und Ausgeglichenheit der Skater in diesem Jahr. Bei den Goalies sticht dagegen keiner heraus, für den man sein Erstrunden-Zugriffsrecht investieren müsste. 2021 kamen zwei Torleute in der Auftaktrunde unter. Die Detroit Red Wings sicherten sich die Dienste von Sebastian Cossa an Gesamtposition 15 und die Minnesota Wild riefen Jesper Wallstedt an 20. Stelle auf.
Sieben Teams kommen in der ersten Runde mehrfach zum Zug
Durch Trades in den vergangenen Wochen und Monaten haben sich sieben Klubs mehrere Zugriffsrechte in der ersten Runde gesichert. Die Arizona Coyotes und die Buffalo Sabres verfügen jeweils über drei Picks, während den Montreal Canadiens, Minnesota Wild, Winnipeg Jets, Columbus Blue Jackets und Anaheim Ducks zwei Auswahlmöglichkeiten zustehen. Das kann sich allerdings bis zu Beginn und sogar noch während des Drafts ändern.
Trades sorgen für zusätzliche Spannung
Wie in allen Jahren wird es im Verlauf des Drafts zu dem ein oder anderen Trade kommen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich Teams bei späteren Zugriffsrechten nicht sicher sein können, den von ihnen favorisierten Spieler noch zu bekommen. Die Tauschgeschäfte verleihen dem Event zusätzliche Spannung.
Lässt sich ein bestimmter Trend erkennen?
Interessant ist darüber hinaus, ob ein Trend bei der Auswahl der besten Nachwuchsspieler erkennbar sein wird. Bei manchen Drafts hielten die Klubs verstärkt Ausschau nach Verteidigern, während bei anderen Ausgaben die Center oder Flügelstürmer besonders im Fokus standen. Im Vorjahr schnappten sich die Buffalo Sabres mit Owen Power einen Defensivmann an erster Stelle. Aufgrund des finalen Rankings des NHL Central Scouting wäre es diesmal eine Sensation, wenn ein Blueliner als Erster den Zuschlag erhalten sollte. Der höchstplatzierte Verteidiger ist der Slowake Simon Nemec auf Rang drei bei den internationalen Skatern.