Nachdem Rylans Saison schon Mitte März mit dem Aus in der 1. Playoff-Runde beendet war, flog er zurück nach Nordamerika, um seinen kleinen Bruder zu unterstützen. Bei fünf Heimspielen der Blues war er live vor Ort, die Auswärtsspiele verfolgte er gespannt vor dem Fernseher. "Es ist ziemlich spannend zu sehen, dass mein Bruder so weit gekommen ist. Es sind viele Freunde und Familie in der Stadt. Alles ist sehr aufregend", so Rylan, der im Unterrang mit seinem kleinen Bruder mitfieberte. "Ich bin eigentlich ziemlich ruhig auf der Tribüne. Natürlich bin ich wegen ihm auch ein bisschen nervös, denn ich weiß, was er durchstehen musste, um hierher zu kommen. Für ihn ist das hier keine Party, sondern seine Arbeit."
Gemeinsam in den Juniors und im College
Rylan konnte den Weg seines Bruders in die NHL ein Stück weit miterleben. In den Juniors in Notre Dame sowie im College in Colorado spielten die Schwartz-Brüder in derselben Mannschaft. "Das hat viel Spaß gemacht, mit meinem Bruder zu spielen und auch für die Familie war es etwas Besonderes", blickt Jaden zurück. "Wir sind zusammen aufgewachsen, haben in denselben Teams gespielt. Wir hatten ähnliche Statistiken, aber am Ende hat er noch einmal angezogen."
Während der im Jahr 2010 in der 1. Runde an insgesamt 14. Stelle von den Blues gedraftete Jaden in der Saison 2011/12 sein NHL-Debüt feierte und sich fortan als Schlüsselspieler in St. Louis etablierte, spielte der ungedraftete Rylan in der AHL für die Worcester Sharks und Toronto Marlies, ehe er dem Ruf nach Deutschland folgte. "Der deutsche Hintergrund hat geholfen", so Rylan. "Schon im College hat mir mein Trainer prophezeit, dass ich mal in Europa landen würde."
Rylan: "Ich bin stolz auf Jaden"