Dennis Seidenberg hat als Höhepunkt seiner Karriere im Jahr 2011 als zweiter Deutscher den Stanley Cup gewonnen. Der heutige Entwicklungstrainer der New York Islanders wird in einer monatlichen Kolumne exklusiv für NHL.com/de seine Ansichten zu Teams, Spielern und brennenden Fragen teilen.
Hier die vierte Ausgabe 25/26:
Nach Weihnachten und zum Jahreswechsel steht traditionell immer die U20-Junioren-Weltmeisterschaft auf dem Programm. Ich verfolge die Spiele auch sehr gerne live im Fernsehen, um zu sehen, wie sich der Nachwuchs entwickelt. Aus europäischer Sicht interessant, dass es trotz der Austragung in den USA ein rein europäisches Finale gab, was Schweden gewinnen konnte. Für die Gastgeber als Titelverteidiger natürlich eine herbe Enttäuschung, dass sie bereits im Viertelfinale an Finnland gescheitert sind. Aber es ist schön zu sehen, dass die Europäer in dem Wettkampf nicht chancenlos und wettbewerbsfähig sind. Das erzeugt Spannung und Interesse, wenn es etwas Abwechslung bei den Siegern gibt.
Zur deutschen Mannschaft ist zu sagen, dass es natürlich positiv ist, dass es am Ende gegen Dänemark in der Relegation gereicht hat und damit der Verbleib in der Top-Gruppe auch für das nächste Jahr gesichert wurde. Mehr ist momentan anscheinend jedoch nicht drin. Das Viertelfinale haben wir dieses Mal wieder deutlicher verpasst und waren in den Gruppenspielen weitgehend chancenlos, was in den Vorjahren schon besser war. Ich glaube, das Trainerteam um Tobias Abstreiter macht einen guten Job und sie haben gesehen, woran es gelegen hat. Daran werden sie sicher ansetzen, das nächste Mal vielleicht wieder besser mithalten zu können.






















