SEA Phillip grubauer

Seit den Partien am Samstag ist es amtlich. Auch die Stanley Cup Playoffs 2026 werden ohne die Seattle Kraken ausgetragen werden. Seit ihrer Gründung zur Saison 2021/22 gelang es den Kraken nur in der Saison 2022/23, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Damals schieden sie in der zweiten Runde gegen die Dallas Stars nach sieben Spielen aus. 

Bei noch drei ausstehenden Partien in der laufenden Saison beträgt Seattles Rückstand acht Zähler auf den zweiten Wildcard-Platz im Westen. Die Kraken gewannen zwar ihre Heimpartie gegen die Calgary Flames mit 4:1 und weisen nun mit einer Bilanz von 34-34-11 79 Punkte aus, doch auch die direkte Konkurrenz wusste doppelt zu punkten. Die Los Angeles Kings (34-26-19; 87 Punkte) bezwangen als Inhaber der zweiten Wildcard zuhause die Edmonton Oilers mit 1:0, und zudem fuhren die Nashville Predators (38-32-10; 86 Punkte) mit einem 2:1-Sieg zwei Punkte gegen die Minnesota Wild ein. 

Im Klassement des Westens sind zwischen den Kraken und den Predators noch die San Jose Sharks (37-34-8; 82 Punkte) und die Winnipeg Jets (35-32-12; 82 Punkte) platziert sowie die ebenfalls bereits aus dem Playoffrennen ausgeschiedenen St. Louis Blues (34-33-12; 80 Punkte).

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Seattle Kraken und den Calgary Flames

Die Gründe für das Aus

Es ist gerade einmal gut 14 Tage her, dass sich die Kraken, bei zwei Punkten Rückstand auf die zweite Wildcard und einem mehr zu absolvierenden Spiel in der Hinterhand, berechtigte Hoffnungen auf einen Playoff-Platz machen konnten. Doch während die Konkurrenten einigermaßen regelmäßig punkteten, setzte es für die Kraken zwischen dem 28. März und dem 7. April sechs Niederlagen am Stück (0-5-1). Bereits zwischen dem 23.11. und dem 8.12. vergangenen Jahres hatten sie sechs Spiele hintereinander verloren. Ihre längsten Siegesserien beliefen sich dagegen jeweils auf vier Partien (20.12. bis 28.12.; 1.1. bis 6.1.; 25.1. bis 31.1.).

In keiner relevanten statistischen Kategorie stehen die Kraken unter den besten 16 Mannschaften. Mit durchschnittlich 3,11 Gegentoren pro Spiel belegen sie Platz 23. Ihre Offensivabteilung wurde mit 2,78 Toren pro Spiel (Platz 26) keinen Playoff-Ansprüchen gerecht. Sie gaben mit 25,5 Schüssen außerdem die sechstwenigsten Torschüsse ab. Nur unwesentlich besser funktionierte das Überzahlspiel der Kraken. Die Powerplay-Erfolgsquote von 19,7 Prozent reicht zu Platz 20. Im Penalty Killing bilden die Kraken mit 71,6 Prozent das Liga-Schlusslicht.

Kein einziger Spieler der Kraken erreichte zum Zeitpunkt des Ausscheidens in der laufenden Saison die 30-Tore-Marke und keiner erzielte mehr als 60 Punkte. Ihr punktbester Scorer und erfolgreichster Vollstrecker ist Rechtsaußen Jordan Eberle mit 55 Punkten und 26 Toren, gefolgt von den Centern Matty Beniers (20 Tore, 28 Assists) und Chandler Stephenson (16 Tore, 32 Assists) mit jeweils 48 Punkten. Den zweiten Platz bei den Torschützen teilt sich Beniers mit Linksaußen Jared McCann (20 Tore, 20 Assists), der jedoch nur 52 Spiele bestreiten konnte. Zu noch weniger Spiele brachte es aus der Stammbelegschaft Linksaußen Jaden Schwartz (elf Tore, 14 Assists; 49 Spiele). Die Stürmer der Kraken schossen 175 Tore und damit ligaweit die zweitwenigsten.

NJD@SEA: Beniers zur Führung im 3. in seinem Jubiläumsspiel

Seattles offensivstärkster Verteidiger ist Vince Dunn mit 44 Punkten (elf Tore, 33 Assists). Die Kehrseite ist allerdings: Der 29-jährige Blueliner weist mit -25 den schlechtesten +/-Wert aller aus dem Kader eingesetzten Spieler aus.

Was für die Zukunft optimistisch stimmt

Die Kraken gaben im Laufe der Saison fünf Rookies eine Chance, unter ihnen Schlussmann Nikke Kokko, der am Samstag sein NHL-Debüt gab. Kokko lieferte beim Sieg gegen Calgary eine solide Vorstellung ab und brachte es mit 26 Saves auf eine Fangquote von 96,3 Prozent. Die weiteren NHL-Neulinge waren die Center Berkly Catton (sieben Tore, zehn Assists) und Oscar Fisker Molgaard (zwei Assists) sowie die Rechtsaußen Jani Nyman (vier Tore, zwei Assists) und Jacob Melanson (zwei Tore, drei Assists). Alle vier konnten nicht nur NHL-Erfahrung sammeln, sondern auch Punkte.

Rückhalt Grubauer

Die erfahrensten Recken im Kader der Kraken sind Eberle und der deutsche Schlussmann Philipp Grubauer. Eberles Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison 2027/28. Das Arbeitspapier von Grubauer hat eine Gültigkeit inklusive der Spielzeit 2026/27. Der gebürtige Rosenheimer empfahl sich mit einer Bilanz von 13-12-4, einer Fangquote von 90,9 Prozent und einem Gegentorschnitt von 2,65 (beides persönliche Bestwerte seit 2021/22) sowie zwei Shutouts als Stammtorwart und als Kokkos Lehrmeister für die kommende Saison.

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