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Der Weg der Carolina Hurricanes durch die Stanley Cup Playoffs 2026 war eine Machtdemonstration. Sie blieben in den ersten beiden Runden ungeschlagen und warfen die Ottawa Senators und die Philadelphia Flyers jeweils mit einem Sweep aus dem Rennen. Im Eastern Conference Finale steckten sie in Spiel 1 ihre einzige Niederlage ein. Danach ließen sie vier Siege in Serie folgen. Am Freitag lösten sie mit einem klaren 6:1 das Ticket für das Stanley Cup Finale, in dem sie ab Dienstag auf die Vegas Golden Knights treffen.

Die Hurricanes leben von einer starken Mannschaftsleistung, die diszipliniert ein System verfolgt, das auf viel Puckbesitz, einen aggressiven Forecheck und viele Torschüsse baut. Trotzdem stachen in den Playoffs einige Spieler heraus, die Kandidaten für die Conn Smythe Trophy sein könnten, mit der der wertvollste Spieler der Playoffs ausgezeichnet wird.

Carolina besiegt Montreal in fünf Spielen und gewinnt die Eastern Conference

Hall ist der Motor der Offensive

Jeder Spieler in Carolina leistet seinen Beitrag zum Erfolg, doch wenn es um die Offensive geht, lebt das Team zu großen Teilen von der zweiten Reihe. In einem Trio mit Jackson Blake und Logan Stankoven ist dort Veteran Taylor Hall der Dreh- und Angelpunkt. Die drei belegen die ersten drei Plätze in der teaminternen Scorerliste, wobei Hall auf Platz eins steht.

Unter Halls Führung erzielte die Reihe 19 der 42 Tore der Hurricanes in den Playoffs. Der Außenstürmer beteiligte sich selbst an 16 Toren (fünf Tore, elf Assists) in 13 Spielen. Damit übertraf er in der Postseason deutlich seine Ausbeute von 48 Punkten (18 Tore, 30 Assists) in 80 Spielen der regulären Saison.

Hall verkörpert den Druck, den Carolina mit seinem System aufbauen will. Wenn er auf dem Eis ist, geben die Hurricanes 63,5 Prozent der Schussversuche ab und erzielen 78,9 Prozent der Tore bei fünf gegen fünf.

Der Topscorer ist auch dann für seine Mannschaft da, wenn der Druck besonders hoch ist. Die Hurricanes mussten in den Playoffs fünf Mal in die Verlängerung und gewannen alle fünf Spiele. Hall erzielte dabei einmal selbst das entscheidende Tor und bereitete eien weiteren Siegtreffer vor. Er übernimmt eine Führungsrolle in der gefährlichsten Reihe des Teams, ist einer der Leistungsträger von Carolina und der Topscorer.

PHI@CAR, Spiel 2: Hall schießt den Puck präzise ins Tor und erzielt so den Siegtreffer in der Verlängerung.

Das dänische Bollwerk Andersen

Man kann argumentieren, dass Torwart Frederik Andersen durch die Spielweise der Hurricanes und ihre starke Abwehr einen deutlich leichteren Job hat als andere Torhüter. Die Leistung, die er bisher in den Playoffs zeigt, ist trotzdem beeindruckend.

Der 36-jährige Däne stand in allen Spielen für die Hurricanes im Tor. Er führt alle Torhüter mit 1,41 Gegentoren pro Spiel und drei Shutouts an. Unter den Torhütern, die die erste Runde überstanden, hat er auch die beste Fangquote (93,1 Prozent). Er ließ in 13 Spielen kein einziges Tor durch einen Distanzschuss zu und hat bei Schüssen aus dem Bereich direkt vor dem Kasten eine starke Fangquote von 87,3 Prozent.

CAR@MTL, ECF, GM4: Andersen zeigt drei Paraden in kurzer Zeit

Andersen kassierte nur einmal mehr als zwei Tore in einem Spiel, sechs Mal ließ er nicht mehr als ein Tor zu. Seine mentale Stärke bewies er besonders im letzten Spiel des Conference Finales. Nur einen Tag davor war bekannt geworden, dass sein Agent Claude Lemieux gestorben war. Andersen spielte trotzdem, hielt seinen Kasten für die ersten 50 Minuten sauber und kassierte bei 24 Schüssen nur ein Tor.

Gnadenloser Knipser Stankoven

Der dritte Spieler, der aus der Einheit der Hurricanes heraussticht, ist Stankoven. Während Hall der geniale Spielmacher und Anführer der zweiten Reihe ist, ist Stankoven der gnadenlose Vollstrecker.

Trotz seiner jungen 23 Jahre und einer schmächtigen Statur (1,72 Meter, 74 Kilogramm) weiß der Center sich auch bei aller Playoff-Härte durchzusetzen und ist nicht vom Tor fernzuhalten. Stankoven erzielte bereits neun Treffer. Damit ist er der beste Torjäger der Hurricanes und der drittbeste Torschütze der Playoffs. Vor ihm liegen nur Brett Howden und Pavel Dorofeyev von den Golden Knights mit jeweils zehn Treffern. Er erzielte schon drei Mal das spielentscheidende Tor und sorgte damit für ein Viertel der Siege für Carolina. Mit zwölf Punkten liegt er in der teaminternen Scorerliste auf Rang drei hinter Hall und Blake.

MTL@CAR, ECF, Sp. 5: Stankoven trifft präzise und baut die Führung aus

Wenn er auf dem Eis ist, geben die Hurricanes 64,5 Prozent aller Schussversuche ab. Das ist der Spitzenwert aller Spieler, die mehr als fünf Spiele bestritten, gefolgt von Hall.

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