Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Carolina Hurricanes und den Montreal Canadiens

Der Höhepunkt der Saison ist erreicht, das Stanley Cup Finale 2026 steht fest. Die Carolina Hurricanes schlugen die Montreal Canadiens am Freitag in Spiel 5 des Western Conference Finales zu Hause im Lenovo Center mit 6:1. Damit gewannen sie die Serie mit 4:1 und zogen ins Stanley Cup Finale ein. Dort werden sie nach einem dominanten Sprint durch die ersten drei Runden auf die Vegas Golden Knights treffen.

„Das fühlt sich gut an, keine Frage“, freute sich Kapitän Jordan Staal. „Auch die Art und Weise, wie wir gespielt und gearbeitet haben. Das werden wir heute Abend genießen. Ich weiß, dass noch Arbeit vor uns liegt, aber wir werden es definitiv genießen.“

Der Name ist Programm

In Spiel 5 präsentierten sich die Hurricanes genauso überlegen, wie sie es über die vergangenen Wochen in den meisten Spielen getan hatten. Nach dem ersten Drittel führten sie durch Tore von Taylor Hall, Logan Stankoven und Eric Robinson bereits mit 3:0. Jackson Blake und Shayne Gostisbehere erhöhten auf 5:0. Den Empty-Netter zum Endstand lieferte Seth Jarvis.

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Der Name der Mannschaft war in diesen Playoffs mehr als passend. Die Hurricanes brachen wie eine Naturgewalt über ihre Gegner herein. In den ersten beiden Runden blieben sie ungeschlagen und warfen die Ottawa Senators und Philadelphia Flyers mit einem Sweep aus dem Rennen. Sie fertigten ihre Gegner so schnell ab, dass sie vor dem Conference Finale zwölf spielfreie Tage hatten, während die restlichen Mannschaften noch ihre Serien austrugen, ein NHL-Rekord.

Gegen die Canadiens zeigte sich erstmals, dass Carolina nicht komplett unschlagbar ist. Im ersten Spiel der Serie gewann Montreal mit 6:2. Danach gab es für die Hurricanes zwei Siege in der Verlängerung, in denen sie das Spielgeschehen komplett dominierten. Lediglich Montreals Torwart Jakub Dobes hielt die Spiele eng. Über die letzten beiden Spiele war Montreal mit 1:10 Toren chancenlos.

„Es ist beeindruckend, wie konstant unsere Spieler sind“, lobte Trainer Rod Brind'Amour. „Alle sind voll konzentriert auf die Aufgabe, die vor ihnen liegt. Das hat es uns ermöglicht, so einen Lauf zu haben. In unseren Köpfen waren wir in der Serie nicht mit 3:1 in Führung. Wir mussten einfach das nächste Spiel gewinnen. Die Mannschaft hat das geschafft und das liegt an den Führungsspielern.“

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Fluch beendet

Es war eine Erlösung für die Hurricanes und ihre Fans. Zu oft kamen sie in den letzten zwei Jahrzehnten bis ins Conference Finale, nur um dort ein trauriges Ende zu finden. Seit 2007 erreichten sie vier Mal die vorletzte Runde, davon drei Mal, seit Brind'Amour die Führung der Mannschaft vor acht Jahren übernahm. Drei Mal flogen sie mit einem Sweep aus den Playoffs. Lediglich im vergangenen Jahr gewannen sie ein Spiel gegen die Florida Panthers. Staal, sowie die Stürmer Sebastian Aho, Andrei Svechnikov, Jordan Martinook und Verteidiger Jaccob Slavin erlebten die Enttäuschungen in den vergangenen drei Conference Finales alle mit.

„Das ist im Moment schwer in Worte zu fassen“, erklärte Brind'Amour das Gefühl, endlich den Fluch des Conference Finales überwunden zu haben. „Das ist ein komisches Gefühl, weil wir alle schon länger dachten, dass das unser Platz ist... Es war sicherlich ein langer Weg, aber ich bin stolz auf das Team, wie hart sie gearbeitet haben, vom ersten Tag an, um diese Chance zu kriegen.“

Umso größer ist nun nicht nur die Freude, sondern auch die Zuversicht, dass die Mannschaft den zweiten Titel der Franchise-Geschichte holen wird. Am Freitag skandierten die Fans im Lenovo Center bereits: „We want the Cup“, wir wollen den Cup.

„Oh man, ich war nicht darauf vorbereitet, mit der Presse zu sprechen, wahrscheinlich fange ich an zu heulen“, zeigte Martinook sich emotional. „Das waren viele Jahre, viele Schmerzen. Wir hatten das Gefühl, dass wir die nötige Mannschaft hatten, um es zu schaffen und sind gescheitert. Ich bin so stolz auf jeden Spieler hier. Es war eine irre Reise während meiner Zeit hier, aber diese Mannschaft ist etwas Besonderes.“

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Erfolgsgarant Brind'Amour

Unter Brind'Amour wurden die Hurricanes zu einem der besten Teams der NHL. Damit setzt er eine Erfolgsgeschichte fort, die er bereits als Spieler begann. Der Sieg am Freitag war der 100. Playoff-Sieg der Franchise-Geschichte. Brind'Amour war bei 98 davon Teil der Mannschaft. 39 Mal gewann er mit Carolina als Spieler, 59 Mal als Trainer.

„Ich kann nicht genug Gutes über Roddy sagen“, schwärmte Martinook. „Er war die ganze Zeit an unserer Seite und trägt die gleichen Narben wie wir. Er hat es immer weiter versucht, die richtigen Knöpfe gedrückt und die richtigen Spieler verlangt... Ich freue mich für ihn genauso, wie für uns alle, weil er ein wichtiger Teil dessen ist, was unser Team ausmacht.“

Brind'Amour war auch mit von der Partie, als die Hurricanes vor 20 Jahren den Cup gewannen. Damals trug er mit 18 Punkten (zwölf Tore, sechs Assists) zum Erfolg bei und führte Carolina als Kapitän an.

Der Trainer weiß also, wie man eine Mannschaft im Cup Finale zum Titel führt. 20 Jahre nach dem Titel von 2006 soll er dieses Kunststück nun wiederholen. Gegen die Vegas Golden Knights wird das sicherlich kein leichtes Unterfangen. Immerhin warfen die Konkurrenten aus dem Westen in ihrem Conference Finale die Colorado Avalanche raus, die als die großen Cup Favoriten gehandelt worden waren.

„Das wird eine andere Nummer“, zollte Brind'Amour dem Gegner Respekt. „Das ist klar. Man kommt nicht so weit, ohne ein Spitzenteam zu sein. Das wird eine große Herausforderung.“

Die Hurricanes werden in den ersten beiden Partien des Finales Heimrecht haben. Spiel 1 findet am Dienstag statt (8 p.m. ET; Mi. 2 Uhr MESZ).

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