Lawson Crouse #67 of the Arizona Coyotes gets ready during a face off against the Dallas Stars at Mullett Arena on March 24, 2024 in Tempe, Arizona. (Photo by Norm Hall/NHLI via Getty Images)

Die Arizona Coyotes sind als fünftes Team in der laufenden Saison und als vierte Mannschaft aus der Western Conference im Rennen um die Stanley Cup Playoffs ausgeschieden. Zwar gewannen die Coyotes am Dienstag ihr Heimspiel mit 6:2 gegen die Columbus Blue Jackets, doch weil zuvor die Nashville Predators und die Vegas Golden Knights im direkten Duell um die Wildcard-Plätze punkteten (5:4 n.V.), stand das Aus für Arizona fest.

Der Saisonstart war für das Team aus Tempe durchaus vielversprechend: Die Coyotes gewannen 13 ihrer ersten 24 Spiele (13-9-2) und belegten nach ihrer längsten Siegesserie der laufenden Saison (fünf Spiele) den ersten Wildcard-Rang im Westen. Es folgten fünf Niederlagen, danach vier Siege in Folge, sodass es auch an Weihnachten noch Hoffnung gab (17-13-2-Bilanz am 22. Dezember, zweiter Wildcard-Platz). Mit dem Jahreswechsel war es dann aber vorbei mit der Konstanz (11-23-3-Bilanz seit dem 1. Januar 2024). Zwischen dem 24. Januar und dem 29. Februar ging gar nichts mehr: Arizona verlor alle 15 Spiele in diesem Zeitraum (0-13-2) und holte nur zwei von 30 möglichen Punkten. Es folgte ein Absturz in der Tabelle, von dem sich die Mannschaft von Andre Tourigny nicht mehr erholen sollte.

Die Gründe für das Aus

Über die komplette Saison stehen die Coyotes in vielen wichtigen Statistiken im Mittelfeld, etwa was Tore (2,93 Treffer/Spiel, 22.), Gegentore (3,28 Gegentreffer/Spiel, 22.) oder das Powerplay (22 Prozent Erfolgsquote, 14.) angeht. Das Goaltending war ebenfalls solide, sowohl Connor Ingram (90,8 Prozent Fangquote) als auch Karel Vejmelka (90,2 Prozent) hatten eine Fangquote von über 90 Prozent.

Einer der Hauptgründe für das Aus war neben der mangelnden Konstanz und dem Leistungsloch im Februar die fehlende Disziplin: 869 Strafminuten in absoluten Zahlen (30.) sowie im Schnitt 12,1 Strafminuten/Partie (29.) bedeuteten den drittschlechtesten, bzw. viertschlechtesten Wert der gesamten Liga. Gepaart mit einem anfälligen Penalty Killing (76,5 Prozent) war dies ein großer negativer Faktor.

Es fiel außerdem auf, dass Arizona zu wenig Feuerkraft von der blauen Linie hatte. In Sachen Verteidiger-Tore (28; 29. Rang) und -Punkte (119; 29.) zählte man zu den vier schlechtesten NHL-Teams.

Was für die Zukunft optimistisch stimmt

Die Coyotes haben mit einem Altersdurchschnitt von 25,54 Jahren die drittjüngste Mannschaft der Liga und damit noch eine Menge Entwicklungspotenzial. Die drei Top-Torjäger Clayton Keller (25; 30-33-63), Nick Schmaltz (28; 20-32-52) und Lawson Crouse (26; 20-15-35) befinden sich im besten Stürmer-Alter. Dahinter tummeln sich vielversprechende Talente, wie Logan Cooley (19), Dylan Guenther (20) oder Josh Doan (22), der jüngst sein NHL-Debüt feierte und als in Scottsdale/Arizona geborener „Local Hero“ vor den Augen seines Vaters Shane direkt einen Doppelpack erzielte.

In den letzten zwölf Jahren schafften es die Coyotes nur einmal in die Playoffs (2019/20). Sie verpassten die Endrunde nun schon zum vierten Mal in Serie. Entsprechend groß ist dadurch der Talentpool in Arizona.

NJD@ARI: Moser mit dem ersten Tor des Tages

Moser als wichtige Säule – Zwei Deutsche in der Pipeline

Zu diesem Kreis zählen mit Stürmer Julian Lutz (Green Bay Gamblers, USHL) und Verteidiger Maksymilian Szuber (Tucson Roadrunners, AHL) auch zwei Deutsche. Lutz (20) sticht bei den Gamblers als Top-Scorer (43 Spiele, 23-38-61) heraus und zählt zu den zehn besten Scorern in der USHL. Szuber schlägt sich in seiner ersten AHL-Saison wacker (62 Spiele, 5-16-21) und wird mit den Roadrunners in den Calder Cup Playoffs vertreten sein.

Aus DACH-Sicht ist zudem der Schweizer J.J. Moser gesondert zu betrachten. Der 23-Jährige aus Biel bildet zusammen mit Matt Dumba das erste Abwehr-Paar, ist nach Punkten (5-21-26) zweitbester Verteidiger bei den Coyotes und erhält die zweitmeiste Eiszeit (im Schnitt 20:45 Minuten/Spiel). Positionsunabhängig blockte Moser die zweitmeisten Schüsse (103) in seiner Mannschaft und teilte die siebtmeisten Checks (86) aus.

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