Die Hurricanes sind allerdings die Mannschaft, die dem Spiel am deutlichsten ihren Stempel durch viel Puckbesitz aufdrückt. Sie verbringen 45,3 Prozent ihrer Spielzeit im gegnerischen Drittel, ein absoluter Spitzenwert. Montreal befindet sich mit 40,1 Prozent nicht einmal in den Top 10. Die Hurricanes laufen mit 14,69 Kilometern pro 60 Minuten mehr als Montreal (14,27 km). Carolinas Dominanz macht sich auch bei den Torschüssen bemerkbar. Pro Spiel haben die Hurricanes 8,8 Schussversuche und 2,6 Torschüsse mehr als der Gegner. Bei Montreal sind beide Werte negativ (-3,6 und -0,7).
Beide Mannschaften erzielen aber ähnlich viele Tore und leisten ihre beste Arbeit direkt vor dem Tor, wo sie den Großteil ihrer Treffer erzielen. Carolina hat mit nur 1,25 Gegentoren pro Spiel jedoch eine fast unüberwindbare Defensive.
Spitzenspieler machen den Unterschied
Die Canadiens können auf einen absoluten Spitzenverteidiger bauen. Lane Hutson bringt eine beeindruckende Leistung aufs Eis. Er legte in den Playoffs bereits 86,49 Kilometer zurück und steht damit auf Rang eins aller Spieler. Obwohl er ein Verteidiger ist, hat er gewaltigen Einfluss auf Montreals Offensive. Er gab bereits zwölf Distanzschüsse aufs Tor ab, nur fünf Spieler hatten mehr Schüsse von der blauen Linie. Das macht sich bezahlt. Hutson ist mit 14 Punkten (zwei Tore, zwölf Assists) der Topscorer der Canadiens.
Bei den Hurricanes läuft viel über eine geschlossene Mannschaftsleistung. Für sie sticht aber die zweite Reihe besonders heraus. Die jungen Stürmer Logan Stankoven und Jackson Blake werden dort von Veteran Taylor Hall angeführt. Der 34-jährige Routinier läuft weder besonders schnell noch besonders viel, ist dank seiner Erfahrung aber sehr oft in der richtigen Position, um den Gegner unter Druck zu setzen. Bei gleicher Spielerzahl verbringt er 46,7 Prozent seiner Zeit in der Offensive und nur 33,9 Prozent in der Defensive. Bei kaum einem anderen Spieler ist dieser Unterschied so deutlich. Er gab bereits 23 Torschüsse ab, davon zwölf aus dem Slot. Damit ist er unter den besten sieben Prozent in den Playoffs, obwohl kein Team so wenig Spiele bestritt wie die Hurricanes. Kein Wunder, dass Hall mit zwölf Zählern (drei Tore, neun Assists) der punktbeste Spieler in Carolina ist.