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Am Montag setzten sich die Montreal Canadiens in einer knappen Serie in Spiel 7 der Zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 gegen die Buffalo Sabres durch. Im Eastern Conference Finale treffen sie nun auf die bisher ungeschlagenen Carolina Hurricanes. Die Serie beginnt am Donnerstag (8 p.m. ET; Fr. 2 Uhr MESZ) mit einem Heimspiel für Carolina.

Das sagen die Statistiken von NHL EDGE über die Serie:

Die Teams im Vergleich

Was die Schnelligkeit angeht, befinden sich die Kontrahenten absolut auf Augenhöhe. Nach acht Spielen für die Hurricanes und 14 Partien für die Canadiens, unterscheidet sich die Höchstgeschwindigkeit nur um 0,01 km/h. Rechnet man die Anzahl der Sprints bei hohen Geschwindigkeiten auf die Anzahl der Spiele herunter, haben beide Mannschaften ebenfalls vergleichbare Werte. Die Hurricanes erreichen etwas öfter pro Spiel Geschwindigkeiten von mindestens 29 km/h. Diesen Wert knacken sie pro Spiel 125,75-mal, die Canadiens nur 117-mal. Die Schussgeschwindigkeiten sind ebenfalls vergleichbar. Carolina feuert den Puck durchschnittlich mit 96,36 km/h Richtung Tor, Montreal mit 95,37 km/h.

Die Hurricanes sind allerdings die Mannschaft, die dem Spiel am deutlichsten ihren Stempel durch viel Puckbesitz aufdrückt. Sie verbringen 45,3 Prozent ihrer Spielzeit im gegnerischen Drittel, ein absoluter Spitzenwert. Montreal befindet sich mit 40,1 Prozent nicht einmal in den Top 10. Die Hurricanes laufen mit 14,69 Kilometern pro 60 Minuten mehr als Montreal (14,27 km). Carolinas Dominanz macht sich auch bei den Torschüssen bemerkbar. Pro Spiel haben die Hurricanes 8,8 Schussversuche und 2,6 Torschüsse mehr als der Gegner. Bei Montreal sind beide Werte negativ (-3,6 und -0,7).

Beide Mannschaften erzielen aber ähnlich viele Tore und leisten ihre beste Arbeit direkt vor dem Tor, wo sie den Großteil ihrer Treffer erzielen. Carolina hat mit nur 1,25 Gegentoren pro Spiel jedoch eine fast unüberwindbare Defensive.

Spitzenspieler machen den Unterschied

Die Canadiens können auf einen absoluten Spitzenverteidiger bauen. Lane Hutson bringt eine beeindruckende Leistung aufs Eis. Er legte in den Playoffs bereits 86,49 Kilometer zurück und steht damit auf Rang eins aller Spieler. Obwohl er ein Verteidiger ist, hat er gewaltigen Einfluss auf Montreals Offensive. Er gab bereits zwölf Distanzschüsse aufs Tor ab, nur fünf Spieler hatten mehr Schüsse von der blauen Linie. Das macht sich bezahlt. Hutson ist mit 14 Punkten (zwei Tore, zwölf Assists) der Topscorer der Canadiens.

Bei den Hurricanes läuft viel über eine geschlossene Mannschaftsleistung. Für sie sticht aber die zweite Reihe besonders heraus. Die jungen Stürmer Logan Stankoven und Jackson Blake werden dort von Veteran Taylor Hall angeführt. Der 34-jährige Routinier läuft weder besonders schnell noch besonders viel, ist dank seiner Erfahrung aber sehr oft in der richtigen Position, um den Gegner unter Druck zu setzen. Bei gleicher Spielerzahl verbringt er 46,7 Prozent seiner Zeit in der Offensive und nur 33,9 Prozent in der Defensive. Bei kaum einem anderen Spieler ist dieser Unterschied so deutlich. Er gab bereits 23 Torschüsse ab, davon zwölf aus dem Slot. Damit ist er unter den besten sieben Prozent in den Playoffs, obwohl kein Team so wenig Spiele bestritt wie die Hurricanes. Kein Wunder, dass Hall mit zwölf Zählern (drei Tore, neun Assists) der punktbeste Spieler in Carolina ist.

CAR@PHI, Sp4: Stankoven nutzt Halls Vorlage zum 2:1

Andersen stiehlt die Show

Das Torwartduell in dieser Serie hat ein extrem hohes Niveau. Montreals Jakub Dobes hat äußerst respektable Statistiken. Er kassierte 2,52 Tore pro Spiel und hat eine starke Fangquote von 91 Prozent. Im Vergleich zu Carolinas Frederik Andersen verblassen seine Werte allerdings. Der Däne liefert zurzeit geradezu unwirkliche Leistungen ab. In acht Spielen gelangen ihm zwei Shutouts. Er musste lediglich 1,12 Tore pro Spiel hinnehmen, ließ nie mehr als zwei Gegentore zu und hielt spektakuläre 95 Prozent aller Schüsse. Zugegeben, er wird durch eine starke Defensive unterstützt, doch selbst mit dieser Teamleistung sind seine Vorstellungen beeindruckend.

MTL@BUF, Spiel 7: Dobeš streckt sich, um Thompson abzuwehren

Am deutlichsten wird der Unterschied zwischen den Torhütern bei der Fangquote bei Schüssen aus der High-Danger Area, also dem besonders gefährlichen Bereich direkt vor dem Tor. Hier hält Dobes unterdurchschnittliche 83,8 Prozent, während Andersen mit 92,5 Prozent mit Abstand der Spitzenreiter ist.

Der X-Faktor

Neben den Topscorern und den Torhütern haben beide Mannschaften weitere Spieler, die Spiele und Serie entscheiden können. Für die Canadiens ist sicherlich Juraj Slafkovsky eine Erwähnung wert. Der junge Slowake begann die Playoffs spektakulär mit einem Hattrick in Spiel 1 gegen die Tampa Bay Lightning. Seitdem gelang ihm in 13 Spielen jedoch nur ein Tor. An einem Mangel an Versuchen liegt das aber nicht. Er befindet sich mit 40 Torschüssen auf Rang sechs. Seine 19 Versuche aus der High-Danger Area bedeuten den ersten Platz. Der Puck will für ihn schlicht nicht über die Linie gehen, doch wenn der Knoten platzt, kann Slafkovsky ein entscheidender Faktor sein.

Eine ähnliche Herangehensweise hat Carolinas Logan Stankoven, nur mit mehr Erfolg. Er gab in acht Spielen 31 Torschüsse ab, 13 davon aus der High-Danger Area. Dabei brachte er es auf sieben Tore, womit er der beste Torjäger der Hurricanes ist.

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