Credit    Witters - Bitpanda Hamburg Open

Felix Auger-Aliassime zählt zu den besten Tennisspielern der Welt. Der Kanadier steht auf Rang 5 der Weltrangliste und spielt gerade beim ATP-500-Turnier in Hamburg. In der kommenden Woche schlägt er in Paris bei den French Open auf. Doch das Herz des 25-Jährigen brennt nicht nur für Tennis, sondern auch für Eishockey. In Montreal geboren und aufgewachsen, ist er ein glühender Fan der Canadiens.

Erleichterung, als er das Ergebnis der Canadiens sah

Als er am Dienstagmorgen wach wurde - das Erstrunden-Duell gegen Vit Kopriva aus Tschechien stand einige Stunden später an - galt sein Interesse zuerst seinen Montreal Canadiens. Sein Herzensteam bestritt in der Nacht deutscher Zeit Spiel 7 in der Zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs gegen die Buffalo Sabres und gewannen in der Overtime mit 3:2.

Ähnliches: Canadiens schocken Sabres in Overtime-Krimi

„Ich war ehrlich gesagt sehr erleichtert, als ich heute Morgen aufgewacht bin und das Ergebnis gesehen habe“, erzählt er im Gespräch mit NHL.com/de. „Ich war noch ziemlich müde und wollte mich nicht zu sehr reinsteigern, aber so eine positive Überraschung direkt nach dem Aufwachen bringt einen natürlich in gute Stimmung.“

Vergleiche zum Tennis: Wie ein Match über fünf Sätze

Nun treffen die Canadiens im Eastern Conference Finale auf die Carolina Hurricanes. Wie der Tennis-Star die Chancen von Montreal einschätzt? „Ich bin seit meiner Kindheit ein Habs-Fan, also glaube ich natürlich an sie. Aber man darf nicht vergessen, dass sie zweimal in Folge Spiel 7 gespielt haben, das kostet enorm viel Energie“, sagt er.

„Als Sportler kann ich das gut nachvollziehen. Es ist ein bisschen so, als würdest du im Tennis ein Grand-Slam-Halbfinale erreichen und ständig über fünf Sätze gehen – das ist extrem kräftezehrend. Doch das Team hat Tiefe und der Trainer macht einen großartigen Job. Ich hoffe, dass sie gegen die Hurricanes bestehen können, auch wenn Carolina im Moment sehr dominant wirkt.“

Erinnerungen an Saku Koivu

Das Herz von Auger-Aliassime schlägt schon lange für die Canadiens. „Meine ersten Erinnerungen gehen in die Jahre 2008 oder 2009 zurück, als Saku Koivu der Kapitän war. Das war die Zeit, in der ich angefangen habe, das Team richtig zu verfolgen“, erzählt er. „Wir hatten seitdem einige schöne Jahre, aber ein Stanley Cup Sieg liegt inzwischen über 30 Jahre zurück. Entsprechend groß ist die Erwartung an das Team, besonders in Québec und in Montreal.“

Auch wenn Tennis in Kanada an Popularität gewinnt, steht Eishockey im Mittelpunkt. „Tennis wächst in Kanada, keine Frage, dank meiner Generation und der Spieler vor mir. Aber Eishockey bleibt einfach ein riesiger Teil der Kultur“, sagt Auger-Aliassime.

Ob nun in Hamburg oder ab der kommenden Woche in Paris wird er die Spiele der Canadiens weiterhin mit großem Interesse verfolgen.

Verwandte Inhalte