Nachdem sich die Partie minutenlang auf Augenhöhe bewegte, gab Columbus im Powerplay eine Antwort: Den Schuss von Zach Werenski von der blauen Linie fälschte der vor dem Tor eingeparkte Jenner zum 1:1 ab (13.).
Auch angesichts von 13:12 Torschüssen zu Gunsten der Blue Jackets war das Spiel absolut ausgeglichen. Gleichwohl verbuchte Colorado die besseren Möglichkeiten, doch Korpisalo zeigte in seinem ersten Spiel in dieser Saison keinerlei Anlaufschwierigkeiten, dafür aber tolle Paraden.
Drei Tore in 3:28 Minuten: Kaut, Makar und Toews bringen die Lawine ins Rollen
Für einen Traumstart ins nächste Drittel war erneut die Avalanche zuständig. Aus spitzem Winkel schleuderte Martin Kaut die Scheibe mit der Rückhand zum Tor und profitierte davon, dass sie über den Rücken von Korpisalo zum 2:1 in die Maschen gelenkt wurde (22.).
Kurz darauf schickte Cale Makar den Puck durch den Verkehr und durch die Beine von Korpisalo zum 3:1 (25.)
38 Sekunden später knipste Colorado erneut die Torlampe an: Nach einem Querpass von MacKinnon erzielte Devon Toews gegen die Laufrichtung des gegnerischen Goalies das 4:1 (25.). Binnen 3:28 Minuten gelangen dem Team aus Denver also drei Tore.
Das nächste TV-Timeout nutzte Blue-Jackets-Trainer Brad Larsen für eine Ansprache an seine Mannschaft. Fortan präsentierte sich Columbus wieder stabiler, entfaltete selbst aber kaum Torgefahr (17:3 Schüsse für die Avalanche im 2. Drittel).
"Wir haben uns im zweiten Drittel komplett verloren", musste Larsen eingestehen. "Wir haben uns verrannt, indem wir gegen ihre beste Reihe offensiv spielen wollten. Das war das Rezept für eine Katastrophe."
Newhook erhöht für Colorado
Auch im Schlussdrittel bekamen die Blue Jackets keinen Fuß in die Türe und wirkten phasenweise überfordert. Vielmehr schlug die Spielstärke der Avalanche durch: Evan Rodrigues passte auf den zweiten Pfosten, wo Alex Newhook zum 5:1 vollendete (42.).
Die Würfel waren damit schon früh gefallen, und Colorado verwaltete den üppigen Vorsprung gekonnt, indem es Columbus vor Korpisalos Tor beschäftigte.
"Es war eines der komplettesten Spiele, die wir in dieser Saison gespielt haben", freute sich Colorados Trainer Jared Bednar.
Bei Columbus saß der Stachel nach zwei Niederlagen in zwei Tagen und damit bereits fünf Niederlagen in Serie tief. "Das tut uns weh", sagte Lokalheld Laine, der im zweiten Spiel ohne Scorerpunkt blieb. "Ich wünschte, dass diese Reise niemals passiert wäre. Es fühlt sich leider so an, als wäre es für uns Zeitverschwendung gewesen. Es stinkt uns - mehr kann ich dazu nicht sagen."
Zu den Matchwinnern auf Seiten der Avalanche zählten ganz klar das Verteidiger-Tandem Makar (1-2-3) und Toews (1-1-2) sowie Nummer-1-Center Nathan MacKinnon (0-3-3), der in beiden Global-Series-Spielen in Finnland mit sieben (!) Assists herausragte.
"Jeder weiß, wie gut Nate ist", so Rantanen. "Er kann auflegen, er kann treffen, er kann verteidigen und er kann skaten. Und er spielt auch in den Playoffs gut. Ich weiß also nicht, was du mehr von einem Hockey-Spieler erwarten könntest. Es macht einfach Spaß, mit ihm zusammenzuspielen."