Von den alten Haudegen, die in den 2010er-Jahren dreimal den Stanley Cup gewannen (2010, 2013 und 2015) sind nur Kapitän Jonathan Toews und Patrick Kane übriggeblieben. Wie lange sie sich noch das Trikot der Blackhawks überstreifen, ist jedoch ungewiss. Fakt ist, dass beide in ihr letztes Vertragsjahr in Chicago gehen. Deshalb erscheint eine Trennung spätestens zur NHL Trade Deadline 2023 nicht völlig abwegig, zumal sie zuletzt häufiger ihr Missfallen über die jüngste Personalpolitik in Chicago bekundet haben.
Doch General Manager Kyle Davidson hält unbeirrt an seinen Umbauplänen fest und nimmt die Mannschaft in die Pflicht. "Es liegt an den Spielern, die auf dem Eis stehen, wie das ausgeht. Der Trainerstab wird jedenfalls für jeden Abend eine gute Strategie entwickeln", betonte er. Etwaigen Startschwierigkeiten baut er trotzdem vor: "Der Tabellenstand wird nicht im September oder Oktober entschieden. Wir werden im April sehen, wo wir stehen."
Darüber hinaus kündigte Davidson eine Änderung im Spielsystem an. Sie betrifft die Defensive. Nach Auskunft des GM stellen die Blackhawks auf Raumdeckung um und verteidigen nicht mehr Mann gegen Mann. "Das Spiel in der eigenen Zone wird strukturierter, wenn die Leute nicht über den ganzen Platz jagen. Manndeckung kann man dann spielen lassen, wenn man herausragende Skater und Lenker in seinen Reihen hat. Für eine jüngere Gruppe ist es dagegen einfacher, wenn man geordnet in der eigenen Zone steht", begründete er die Entscheidung.