buf byram

Manchmal passiert im Leben einfach alles auf einmal. So erging es diese Woche Verteidiger Bowen Byram. Am 23. Juni wurde sein Transfer von den Buffalo Sabres zu den Chicago Blackhawks bekannt gegeben, wenige Tage vor seiner Hochzeit. Statt in die Flitterwochen zu fahren, kamen er und seine Frau Kailey nun nach Chicago, wo er am Mittwoch eine Vertragsverlängerung unterschrieb, die ihn ab der Saison 2027/28 zum bestbezahlten Verteidiger der NHL macht.

„Das war eine turbulente Woche“, gab Byram am Mittwoch zu. „Ich bin getradet worden, habe geheiratet und bin jetzt hierher gekommen, um nach einem Haus zu suchen. Ich glaube, der Vertrag ist noch nicht mal ganz fertig, aber ich hoffe, dass er es bald sein wird.“

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Byram verbindet einiges mit der Stadt Chicago und den Blackhawks. Sein Vater bestritt in der Saison 1991/92 ein Spiel für die Blackhawks und drei Saisons für ihr Farmteam, die Indianapolis Ice. Daher wuchs Bowen als Fan der Blackhawks auf. Nun reiste er umgehend mit viel Motivation im Gepäck an.

„Es war gut, ein paar Leute aus der Organisation kennen zu lernen“, erklärte Byram. „Ich habe heute viele neue Gesichter gesehen, Physios, Management, die Presse hier. Das war aber gut, ich habe ein paar Namen gelernt, mich etwas orientiert. Deshalb bin ich extra früher hierher gekommen, um die Leute und die Stadt etwas kennenzulernen.“

Der neue Vertrag wird Byram ab 2027 für die nächsten sechs Jahre 12,5 Millionen US-Dollar pro Saison einbringen. Kein anderer Verteidiger in der NHL verdient aktuell so viel Geld. Die Blackhawks setzen also großes Vertrauen in ihren Neuzugang, der vergangene Saison bei den Sabres mit 42 Punkten (elf Tore, 31 Assists) in 82 Spielen persönliche Rekorde in allen Bereichen aufstellte.

„Das ist etwas Besonderes, die Blackhawks haben bewiesen, dass sie an mich glauben“, betonte Byram. „Sie haben viel für mich aufgegeben, jetzt muss ich die entsprechende Leistung bringen. Auf diese Herausforderung freue ich mich schon. Das bedeutet mir viel. In den wenigen Stunden, die ich jetzt hier bin, habe ich schon gesehen, was für eine gute Organisation das ist und ich freue mich, Teil davon zu sein.“

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Die gewaltige Summe des Vertrags bringt aber auch viel Druck mit sich, besonders wenn man bedenkt, dass Byram vor wenigen Wochen erst seinen 25. Geburtstag feierte. Jetzt wird von ihm erwartet, dass er seine gerade erst aufgestellten persönlichen Bestleistungen übertrifft und dazu noch eine Führungsrolle in einem jungen Team übernimmt. Von dieser Belastung lässt sich der Verteidiger aber nicht einschüchtern.

„Ich stehe schon meine ganze Karriere unter Druck“, sagte Byram. „Ich war der vierte Pick im Draft vor sieben Jahren. Ich habe in vielen wichtigen Spielen gespielt, bei der Junioren-WM, dem WHL-Finale, Stanley Cup Finale, Spiel 7 in den Playoffs. Ich finde, für so einen jungen Spieler mit nur ungefähr 300 NHL-Spielen, habe ich viel Erfahrung. Das werde ich nutzen, Druck ist mir nicht fremd.“

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Die Blackhawks arbeiten weiterhin an ihrem Neuaufbau rund um ihr Ausnahmetalent Connor Bedard. Während Bedard als Center die zentrale Figur in der Offensive ist, soll Byram nun der Schlüsselspieler in der Abwehr werden. Er ist tatsächlich ein Verteidiger mit guten offensiven Fähigkeiten, der für sein Alter viel Erfahrung mitbringt und 2022 mit den Colorado Avalanche den Stanley Cup gewann. Diese Erfahrung kann in einem Team voller junger und unerfahrener Talente Gold wert sein.

„Wir haben wirklich viele talentierte junge Spieler“, lobte Byram. „Ich freue mich schon darauf, mit ihnen zu spielen, von ihnen zu lernen und ihnen hoffentlich auch etwas beibringen zu können.“

Bedard und Byram kennen sich bereits. Sie kommen aus der gleichen Region um Vancouver und haben schon im Sommer zusammen trainiert. Bedard war unter den ersten Blackhawks, die sich nach dem Transfer bei Byram meldeten und ihn willkommen hießen. Das gute Verhältnis der beiden zueinander sollte dabei helfen, aus den jungen Spielern, die die Blackhawks haben, eine schlagkräftige Mannschaft zu machen.

Die Hoffnung ist, dass Bedard und Byram nicht nur als Anführer für den Rest der Mannschaft fungieren, sondern sich auch gegenseitig besser machen. Byram bewies in der vergangenen Saison in Buffalo, dass er den Puck aus dem eigenen Drittel nach vorne bringen und seine Stürmer bedienen kann. Bedard ist ein erstklassiger Angreifer, der trotz seines Verletzungspechs 75 Punkte (30 Tore, 45 Assists) in nur 69 Spielen erzielte. Er hatte noch nie einen Verteidiger von Byrams Klasse, der den Puck nach vorne bringt und sollte davon profitieren.

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