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Burakovsky meldete sich zurück

Dem in Klagenfurt geborenen Schweden Andre Burakovsky hat die Zwangspause gutgetan

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Im österreichischen Klagenfurt ist er am 9. Februar 1995 geboren, in seiner Heimatstadt Malmö ist er aufgewachsen, und dort hat er auch das Schlittschuhlaufen gelernt. Andre Burakovsky wurde das Eishockeyspielen sprichwörtlich in die Wiege gelegt.

Andres Großvater Benny Burakovsky fungierte von 1977 bis 1981 als Jugendcoach bei den Malmö Redhawks und bei der dänischen Juniorennationalmannschaft. Anschließend trainierte er von 1983 bis 1987 den Malmö IF in der schwedischen Division 1 und den IK Skäret in der Division 2.
Bennys Söhne, Robert und Mikael, wurden weitumherreisende Eishockeyprofis, die während ihrer Karriere auch in mehreren europäischen Ländern Station machten. Nachdem Robert in der Saison 1993/94 für die Ottawa Senators 23 Spiele bestritten hatte, ging er in der folgenden Spielzeit für den Klagenfurter EC erfolgreich auf Tore- und Punktejagd. Auch in der DEL war der Name Burakovsky bekannt. Robert stürmte von 1997 bis 1998 für die Kassel Huskies und zu Beginn der Saison 2001/02 für die DEG Metro Stars. Der elf Jahre jüngere Mikael war zum Ende der Spielzeit 1997/98 bei den Krefeld Pinguine engagiert.

Wenn man in einer Familie aufwächst, die dem Eishockeysport so verbunden ist wie die Burakovskys, dann liegt es einem jungen Menschen nahe, ebenfalls sein Glück als Profi zu versuchen. Andre durchlief die Juniorenmannschaften der Malmö Redhawks und der schwedischen Juniorennationalteams, bei denen er sich zweimal, bei der U18-WM 2011/12 und der U20-WM 2013/14 jeweils über den Gewinn einer Silbermedaille freuen durfte. Nachdem ihn die Washington Capitals beim NHL Draft 2013 in der ersten Runde an 23. Stelle ausgewählt hatten, wagte der Schwede zur Saison 2013/14 den Sprung über den großen Teich. Mit 41 Toren und 46 Assists in 57 Saisonspielen für die Erie Otters (OHL) empfahl sich der vielseitig einsetzbare Stürmer für die NHL.

Burakovsky gab am 9. Oktober, im Alter von 19 Jahren, sein Debüt für die Capitals im Spiel gegen die Canadiens. Postwendend erzielte er ein Tor. Auch in den folgenden drei Partien konnte er jeweils punkten (1 Tor, 3 Assists). Am Ende der Spielzeit 2014/15 hatte es Washingtons Nachwuchstalent auf neun Tore und 13 Vorlagen in 53 Einsätzen gebracht. Burakovsky konnte in der darauffolgenden Saison 2015/16 seine Ausbeute auf 17 Treffer und 21 Assists in 79 Spielen steigern.

Video: WSH@PHI: Burakovsky trifft mit einem Schuss vom Kreis

Der mittlerweile 21-jährige Außenstürmer musste auch in diesem Jahr feststellen, dass es im Laufe einer Karriere nicht nur steil bergauf gehen kann. Mit zwei Treffern in der ersten Saisonbegegnung erwischte Burakovsky einen Traumstart, doch in den folgenden 26 Partien klebte ihm das Pech am Schläger und er traf nicht mehr. Zwischen dem 26. November und dem 11. Dezember blieb Burakovsky sieben Spiele lang sogar ohne Scorerpunkt, so dass sich Washingtons Cheftrainer Barry Trotz dazu entschloss seinen 'Rohdiamant' für drei Begegnungen auf die Tribüne zu setzen, damit er sich nicht zu sehr unter Druck setzt und seinen Kopf freibekommt.

"In der vergangenen Saison hat es mir geholfen, dass ich zweimal nicht im Kader stand. Ich hoffe, dass es mir auch jetzt für den Verlauf der Saison etwas bringt", zeigte sich Washingtons Sturmtalent hoffnungsfroh.

Seine Wunsch wurde erfüllt. Die Maßnahme zeichnete sich, wie schon in der vergangenen Saison, aus. Burakovsky durfte am Mittwoch im Spiel gegen die Philadelphia Flyers an der Seite von Lars Eller und Rookie Jakub Vrana in der dritten Reihe stürmen. Kurz vor dem Ende des ersten Spielabschnitts bedankte er sich bei seinem Coach mit dem Treffer zur 1-0 Führung. Auch am 2-1 von Eller, nach einer knappen halben Stunde, war der junge Schwede, der sich nach der Partie riesig über seine gezeigte Leistung freute, beteiligt.

"Es war schön, dass ich wieder mit von der Partie sein konnte. Es ist schon eine Weile her. Ich glaube, dass ich ein gutes Spiel gezeigt habe. Ich hatte einige Chancen, bin gut gelaufen und war sicher am Puck. Es ist natürlich klasse, dass ich getroffen habe. Als ich sah, dass der Puck reingeht, war ich richtiggehend schockiert", schilderte Burakovsky seine Eindrücke.

Auch wenn die Partie am Ende mit 2-3 Toren nach Penaltyschießen verloren ging, für den Linksaußen war der Gastauftritt in Philadelphia wie der Neubeginn zu einer sicherlich noch langen NHL-Karriere.

Die Capitals und Burakovsky haben ihren nächsten Auftritt am Freitag, 7:00 pm ET, im heimischen Verizon Center gegen die Tampa Bay Lightning.

 

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