"Im dritten Drittel sind wir nicht mit genug Dringlichkeit aus der Kabine gekommen", bemängelte Blues-Trainer Craig Berube. "Man hatte den Eindruck, dass wir zu viel im eigenen Drittel waren und wir müssen in Unterzahl und Überzahl besser sein. Wir hatten drei Powerplays im ersten Drittel, haben aber nicht viel erreicht und sie haben zwei Tore in Überzahl geschossen. Da war das Spiel gelaufen, wir müssen besser sein."
Im Schlussabschnitt übernahmen wieder die großen Stars der Bruins das Kommando. Patrice Bergeron (53.) brachte sein Team in Überzahl auf Vorlage von Marchand und David Krejci wieder in Führung und Trent Frederic (57.) sorgte ohne Vorlage für den Endstand.
"Es ist immer passend, wenn Bergeron entscheidend ist", schwärmte Bruins Trainer Jim Montgomery von seinem Kapitän. "Ich kann nicht in Worten ausdrücken, was er für die Kultur und die Effektivität dieser Mannschaft bedeutet. Er ist einfach ein Spieler, der am Ende den Job erledigt, Abend für Abend."
Für beide Teams setzte sich an diesem Abend ein Trend fort, doch während die Bruins auf Wolke sieben schweben, befinden sich die Blues im freien Fall. Die Meister von 2019 starteten mit drei Siegen in die Saison, doch die Niederlage gegen Boston am Montag war bereits die siebte in Folge. Mit ihren sechs Punkten belegen sie den vorletzten Platz der gesamten NHL vor den punktgleichen Columbus Blue Jackets. St. Louis steckt aktuell in der sechstlängsten Niederlagenserie der gesamten Franchise-Geschichte.
In Boston könnte es hingegen kaum besser laufen. Nach 13 Spielen (11-2-0) befinden sich Bergeron und seine Kollegen mit 22 Zählern im Gleichschritt mit den Vegas Golden Knights an der Spitze der Liga. Im TD Garden sind sie sogar ungeschlagen, die einzigen beiden Niederlagen gab es auswärts bei den Ottawa Senators und den Toronto Maple Leafs.
"Es war großartig zurück in Boston zu sein, man konnte sehen, dass unsere Spieler sich gefreut haben", bestätigte Montgomery die Heimstärke, fand aber selbst beim aktuellen Lauf der Bruins noch Raum für Verbesserungen. "Das zweite Drittel war nicht sonderlich gut von uns. St. Louis hat Druck gemacht und wir haben nicht genug dagegengehalten. Im dritten Drittel haben wir dann aber gedrückt und mir hat gefallen, wie wir die Kontrolle übernommen haben."
Das nächste potenzielle Opfer der Bruins sind die Calgary Flames, die am Donnerstag (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1 Uhr) im TD Garden zu Gast sein werden.