Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Boston Bruins und den Dallas Stars

Die Boston Bruins haben am Dienstagabend im TD Garden mit 6:3 gegen die Dallas Stars gewonnen, damit den vierten Sieg in Serie eingefahren und den ersten Wildcard-Platz in der Eastern Conference zementiert. Stürmer Viktor Arvidsson beschenkte seine Tochter an ihrem fünften Geburtstag mit einem Hattrick.

Boston schaut nach oben

Die Bruins sind der große Gewinner an diesem Spieltag: Sie selbst erledigten ihre Hausaufgaben mit dem Heimsieg gegen Dallas, während die Konkurrenten Columbus Blue Jackets (2:5 gegen die Carolina Hurricanes), Detroit Red Wings (1:5 bei den Pittsburgh Penguins), Ottawa Senators (3:6 bei den Florida Panthers) und Philadelphia Flyers (4:6 bei den Washington Capitals) jeweils verloren.

Bostons Konstanz in den letzten Wochen (6-1-0 aus den letzten sieben Spielen) zahlt sich aus und ist auch in der Tabelle abzulesen: Der Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz ist auf acht Punkte angewachsen.

„Das Gute ist, dass jeder darüber gesprochen hat, dass die Bruins das härteste Restprogramm haben. Das stimmt auch, aber ich habe das Gefühl, dass wir besser spielen, wenn es gegen bessere Mannschaften geht“, sagt Bostons deutscher Trainer Marco Sturm. „Für uns haben die Playoffs bereits seit Langem begonnen. Wir suchen diese Herausforderungen gegen richtig gute Hockey-Teams. Das hat uns im Rennen gehalten.“

„Wir schauen immer nach oben und wollen in der Tabelle so weit oben wie möglich abschließen“, betont Stürmer Elias Lindholm.

„Wir haben Spaß zusammen, treiben uns gegenseitig an und sind froh darüber, wo wir stehen“, stimmt Arvidsson mit ein. „Aber der Job ist noch nicht beendet. Wir wollen weiter die Playoffs angreifen.“

DAL@BOS: Arvidsson gelingt zum fünften Mal in seiner NHL-Karriere ein Hattrick

Sonderlob für Lindholm und Reichel

Mit den Stars wurde am Dienstag auch ein Top-Team in die Knie gezwungen. Dieses Kunststück gelang ohne einen einzigen Scorerpunkt von Superstar David Pastrnak, dessen Punkteserie nach zwölf Spielen (7-13-20) zu Ende ging. Stattdessen sorgten Marat Kusnutdinov (10.) und Arvidsson (19.) für einen guten Start. Im zweiten Drittel aber kamen die Texaner zum Ausgleich.

„Wir haben gegen ein gutes Team gespielt. Ihnen haben zwar ein paar Spieler gefehlt, trotzdem sind sie stark und spielen nicht ohne Grund jedes Jahr in den Playoffs“, so Sturm. „Leider ist das Spiel im zweiten Drittel eng für uns geworden, doch wir haben einen Weg gefunden, heute ein wichtiges Spiel zu gewinnen.“

13 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels fuhr Lindholm über den rechten Flügen in die Offensivzone und traf mit einem ansatzlosen Schuss ins linke Eck zum 3:2 (41.).

„Wir wussten, dass es heute eng werden würde, denn wir haben gegen einen großartigen Gegner gespielt. ‚Lindy‘ hat mit seinem Tor den Ton für das dritte Drittel angegeben“, betonte Arvidsson.

„Seitdem er in der C3-Rolle neben Lukas und ‚Geeks‘ spielt, hat er mehr Freiheiten und findet besser zu seinem Spiel“, verteilte auch Sturm ein Sonderlob an Lindholm, der die dritte Reihe neben Lukas Reichel und Morgan Geekie centert. „Er ist jetzt wieder gesund. Ich setze ihn bei vielen Faceoffs, im PK und Powerplay ein. Er erledigt viele Aufgaben für mich. Jetzt gehen auch noch seine Schüsse rein. Das gefällt mir.“

„Ich möchte es einfach halten und versuche, rund ums Tor präsent sein. Unsere Reihe spielt gutes Hockey. Wir wollen uns zeigen“, sagt Lindholm, der seinen deutschen Reihenkollegen Reichel hervorhebt: „Er bringt viel Tempo mit, ist sehr talentiert, ein Flügelflitzer, das hilft uns. Er drängt die gegnerische Defensive zurück. ‚Geeks‘ und ich bilden dann die zweite Welle. Er hat unsere Reihe gut ergänzt und spielt gutes Hockey.“

Arvidsson gelingt fünfter NHL-Hattrick

Ein perfektes Ende hatte das Spiel für Arvidsson, der mit zwei Empty-Net-Treffern seinen fünften NHL-Hattrick perfekt machte.

„Es fühlt sich natürlich gut an. Das waren heute aber auch drei einfache Tore“, grinste der 32-jährige Schwede. „Das erste fiel zwei Zentimeter vor der Torlinie und dann waren es zwei Empty Netter.“

Mit seinem Dreierpack stimmte Arvidsson nicht nur die Bruins-Fans, sondern vor allem auch den eigenen Nachwuchs glücklich: „Meine älteste Tochter ist heute fünf Jahre alt geworden, es war also ziemlich cool, dass ich an ihrem Geburtstag einen Hattrick erzielen konnte. Sie wird mit Sicherheit glücklich sein.“

Im dritten Abschnitt limitierte Boston Dallas auf nur drei Torschüsse und strich verdiente zwei Punkte ein.

„Wir geben dem Gegner keine Räume. Es ist schwer, gegen uns zu spielen. Wir sind immer eng dran, spielen hart und machen es dem Gegner schwer. Auch heute haben wir sie wieder auf 16 Schüsse limitiert. Wenn etwas durchkommt, dann haben wir gute Torhüter. ‚Sway‘ (Jeremy Swayman) und ‚Korpi‘ (Joonas Korpisalo, 13 Saves, 81,3 Prozent Fangquote) haben unglaublich gespielt und geben uns immer die Chance, zu gewinnen“, unterstreicht Lindholm.

Bruins starten einen Roadtrip

Mit viel Rückenwind bricht Boston nun zu einem Vier-Spiele-Roadtrip auf, der sie zu den Florida Panthers, Tampa Bay Lightning, Philadelphia Flyers und Carolina Hurricanes führen wird.

„Jetzt gehen wir auf einen Roadtrip und wollen den Job dort erledigen. Wir wollen einen guten Start haben, darauf aufbauen und unser Spiel weiter verbessern“, fordert Arvidsson.

„Dieses Team hat viel mitgemacht, viele Höhen und Tiefen erlebt“, sagt Lindholm. „Jetzt gerade laufen wir genau zur richtigen Zeit heiß. Genauso wollen wir weitermachen.“

„Ich glaube, dass die Jungs daran glauben, jeden schlagen zu können“, so Sturm. „Wir haben zuletzt so viele wichtige Spiele gewonnen. Die Jungs glauben an sich und wissen, dass wir eine grundsolide Mannschaft sind. Auch heute haben wir einfach weitergespielt. Jetzt sind wir auswärts gefordert. Hoffentlich kommen wir glücklich zurück.“

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