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Die San Jose Sharks verlassen Berlin am Mittwoch mit gemischten Gefühlen: Einerseits freuten sich Klub und Spieler über den Besuch in Deutschland und die zahlreichen positiven Erfahrungen. Andererseits schwingt bei einem Abschied immer auch etwas Wehmut mit. NHL.com/de blickt zusammen mit den Sharks auf die schönsten Momente einer einzigartigen Reise zurück.

Sharks-Spieler schwärmen vom Trip nach Berlin
Noch am Dienstagabend posteten die San Jose Sharks ein gemeinsames Mannschaftsfoto auf dem auch die Eisbären Berlin zu sehen waren und schrieben dazu: "Diesen Trip werden wir nie vergessen."
Auch im Gespräch mit den Spielern wurde dieser Eindruck bestätigt, gar noch verstärkt: "Es hat Spaß gemacht", betonte Verteidiger Erik Karlsson. "Es war schön für unsere Spieler, diese Erfahrung zu machen. Man wird sich gerne an diese Momente erinnern und sie auch Jahre später noch mehr zu schätzen wissen."
"Es war großartig", stimmte auch Stürmer Steven Lorentz mit ein. "Man muss dazu sagen, dass es mein erster Aufenthalt in Europa war. Wir sind bei diesem Fußballspiel gestartet und bis heute war es schön zu sehen, wie sehr sich die Fans für Sport begeistert haben. Die vielen Sharks-Trikots und die der Eisbären zu sehen, war überragend. Es war cool, ein Teil davon zu sein und es war eine großartige Erfahrung, das erleben zu dürfen."
Nachdem der Deutsche Nico Sturm aufgrund einer Verletzung nicht spielen konnte, stand der Schweizer Timo Meier im Fokus. "Es war ein gutes Gefühl", so Meier. "Insgesamt war es eine großartige Erfahrung mit tollen Zuschauern, und das Spiel haben wir auch noch gewonnen. Jeder hat es genossen."
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Ein buntes Programm mit einem bunten Publikum
Zu den schönsten Momenten zählte für die Gäste aus dem nordkalifornischen San Jose der Besuch eines Spiels im Olympiastadion, bei dem sich Spieler sogar im Trikot von Hertha BSC ablichten ließen. Tags darauf stand eine kleine Sightseeingtour auf dem Programm, Spieler wie Meier bekamen etwa das Brandenburger Tor zu sehen. Sturm und Lorentz schauten derweil auf der Global Fan Tour auf dem Mercedes-Platz vorbei und waren begeistert vom Interesse der zahlreichen Hockey-Fans auf dem Arena-Vorplatz. Die beiden Stürmer mischten sich ohne Berührungsängste unter die Besucher und probierten sich zusammen mit Athleten der Special Olympic World Games Berlin 2023 an den vielen verschiedenen Stationen aus und schrieben geduldig Autogramme. Sturm und Lorentz versprühten gute Laune, lachten viel und lockerten die Veranstaltung mit Humor auf.
Auch am Dienstag vor dem Spiel kamen zahlreiche Hockey-Fans auf der Global Fan Tour mit der Sportart Eishockey sowie der NHL in Kontakt. Es war erstaunlich zu sehen, dass die Besucher aus allen Teilen Deutschlands, aber auch Europas und Nordamerikas nach Berlin gekommen waren. In Überzahl waren freilich die Trikots in Teal der Sharks sowie in dunkelblau der Eisbären - doch auch andere Hockey-Jerseys wurden mit Stolz getragen: Stoffe aus Landshut, Köln, Schwenningen und Nürnberg waren genauso zu sehen wie die Farben der Colorado Avalanche, Pittsburgh Penguins oder Nashville Predators. Einige Schweizer ließen es sich nicht nehmen, nach der Global Series Challenge in Bern tags zuvor auch das Spiel in Berlin anzuschauen. Auf ihren Rücken strahlten die Nummern 59 in gold und blau sowie die 28 in türkis und weiß - die Trikots der beiden Eidgenossen Roman Josi und Timo Meier.

Hertl und Lorentz treffen innerhalb von 40 Sekunden

Zu einer bunten Veranstaltung trugen auch die Athleten der Special Olympic World Games bei. Eine von ihnen, die Berlinerin Kanutin Juliana Rößler, durfte am Dienstagabend sogar den Puck-Drop auf dem Eis durchführen. Ein ganz besonderer Moment, der das auch von der NHL geförderte Thema Inklusion noch einmal unterstreichen sollte.
Sehr laut wurde es in der Mercedes-Benz-Arena, als unmittelbar vor dem Spiel auch Stanley Cup Champion Sturm aufs Eis gerufen wurde und einen symbolischen Trikottausch mit Eisbären-Kapitän Marcel Noebels vollzog.
San Jose saugt die Atmosphäre auf
Das Spiel zwischen den Eisbären Berlin und den San Jose Sharks (Endstand: 1:3) bot einige Höhepunkte. Spielerisch sicherlich das zwischenzeitliche 1:1 durch Tomas Hertl, der einen Zuckerpass von Meier verwandelt hatte. "Ich war auf Höhe der Grundlinie und wusste, dass Tommi ein Spieler ist, der zum Tor geht. Also musste ich nur noch einen Weg finden, meinen Gegenspieler abzuschütteln, ihn im Slot zu finden und den Puck zuzuspielen", beschreibt Meier die Szene. "Du willst für die Fans immer eine Show bieten. Wir wussten, dass viele Fans aus Europa kommen würden, um uns zu unterstützen. Die Trikots auf den Tribünen zu sehen, war super."

Fiore schießt das 1:0 für die Eisbären

Überhaupt waren die NHL-Spieler sehr angetan von der Atmosphäre. "Die Gesänge und die Trommeln waren ziemlich cool", berichtete Lorentz. "Als ich auf der Bank saß, habe ich mir das angeschaut, die Fans sind teilweise herumgesprungen und haben ihr Team angefeuert. Es war schön zu sehen, dass sie so engagiert waren." Das sah auch Sharks-Trainer David Quinn so: "Wir haben schon beim Fußballspiel am Sonntag einen Vorgeschmack auf die Fans in Deutschland bekommen. Die Zuschauer hier verfolgen den Sport mit viel Leidenschaft. Für die Spieler und für mich war es toll, in so einer Atmosphäre Hockey zu spielen. Es war etwas Besonderes."
Karlsson und Meier ziehen positives Fazit
Mit zahlreichen positiven Erinnerungen verabschiedeten sich die San Jose Sharks am Mittwoch aus Berlin und reisten in die tschechische Hauptstadt Prag, wo am Freitag (7. Oktober, 20 Uhr) und Samstag (8. Oktober, 20 Uhr) in der O2 Arena die reguläre NHL-Saison 2022/23 mit Spielen gegen die Nashville Predators eröffnet wird.

Spielbericht: SJS 3, EIS 1

"Du bekommst nicht viele Chancen für solche Spiele in deiner Karriere. Ich weiß diese Gelegenheit und diese Momente sehr zu schätzen", resümierte Karlsson.
"Die Erfahrungen, wie wir gesammelt haben, und die Unterstützung, die wir erfahren haben, waren großartig", betonte auch Meier noch einmal. "Wir hatten eine tolle Zeit hier."