Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Washington Capitals und den Pittsburgh Penguins

Es war das letzte erste Heimspiel für Alex Ovechkin in der NHL. Der Kapitän der Washington Capitals hatte Anfang letzter Woche verkündet, dass er in seine letzte Saison gehen würde. Entsprechend war die Mannschaftsvorstellung in der Capital One Arena vor dem ewigen Duell mit den Pittsburgh Penguins (5:3) seine letzte.

Gänsehaut und eine dramaturgische Pause

Washingtons Spieler waren bereits auf dem Eis und hatten sich rund um den Mittelkreis aufgestellt. Die Musik geht aus und sorgt für eine laute Stille. Ovechkins Kinder Ilya and Serge stehen in einer Ecke der Arena. Beide tragen das rote Capitals-Heimtrikot mit dem „C“ auf der Brust und der großen Acht auf dem Rücken. Gemeinsam halten sie ein Mikrofon. Jubel brandet auf. Dann brechen die Ovechkin-Kids ihr Schweigen und die anschwellende Spannung gleichermaßen: „Euer Kapitän. Die Nummer Acht. Alexander Ovechkin“, rufen sie mit einem langgezogenem „O“ beim Nachnamen. Hinter ihnen funkeln die knallgelben Schnürsenkel schon aus dem Halbdunkel. Dann tritt er ins Rampenlicht: Alex Ovechkin umarmt seine Kinder und steigt mit erhobenem Schläger das Eis.

„Das sind Abende, an die man sich erinnern wird. Das letzte erste Heimspiel, viele Fans, das war etwas Besonderes“, so Ovechkin.

„Das war fantastisch“, strahlte Washingtons Trainer Spencer Carbery. „Diese dramaturgische Pause am Anfang. Sie haben den Moment voll getroffen. Es war etwas Besonderes für alle in der Arena.“

„Es war cool, seine Kinder zu sehen und wie sie ihn angesagt haben“, sagte Ovechkins langjähriger Reihen-Kollege und Power Forward Tom Wilson. „Er ist eine Legende in der Stadt. Jeder hatte Gänsehaut und ein Lächeln im Gesicht. Wir haben versucht, das alles aufzusaugen. Es ist eine unglaubliche Reise.“

„Es ist ein Privileg, ein Teil davon zu sein“, befand Torwart Logan Thompson. „Daran werden wir uns für immer erinnern.“

PIT@WSH: Ovechkins Kinder rufen ihn bei der Mannschaftsvorstellung aufs Eis

Ein langjähriger Rivale

Die Rivalität zwischen den Capitals und den Pittsburgh Penguins sowie das ewige Duell zwischen Ovechkin und Sidney Crosby gab diesem Beginn den gebührenden Rahmen.

„Es ist immer schön, nach Hause zu kommen“, sagte Wilson. „Die Atmosphäre war großartig. Ich liebe es, zu Hause zu spielen. Jeder hatte Lust, gut zu starten.“

Gesagt, getan. Anthony Beauviller gelang direkt ein Blitzstart. 23 Sekunden waren gespielt, da verwandelte der Capitals-Stürmer einen Alleingang zum 1:0 (1.). Doch auch die Antwort der Penguins ließ nicht lange auf sich warten: Bei 1:19 glich Bryan Rust aus (2.).

In der Folge enteilte Washington dank der Tore von Wilson (12.), Pierre-Luc Dubois (25.) und Alex Tuch (34.). Diese Reihe kam schlussendlich auf drei Tore und sechs Scorerpunkte (3-3-6).

„Überragend“, lobte Carbery. „‚Dubys‘ Reihe war so gut heute mit ‚Tucky‘ und ‚Willy‘. Sie haben so viele Puckverluste im Forechecking erzwungen und die Defensive unter Druck gesetzt. Sie hatten zahlreiche lange Wechsel in der Offensivzone. Immer wenn du konstante Duelle mit der Nummer 87 (Crosby) gewinnen kannst, dann hilft es der Mannschaft enorm.“

Die Penguins aber ließen nicht locker und kamen noch vor der zweiten Pause durch Tommy Novak (35.) und Nick Robertson (39.) auf 3:4 heran.

„Es ist schwer, gegen sie zu spielen, denn du willst die Männer decken und sie aus der Box drängen, aber sie sind gut darin, am Tor vorbei zu schießen, um dort die Pucks abzufälschen. Ihre Verteidiger schauen also nicht auf den Torhüter, sondern wo die Schläger ihrer Stürmer sind, um sie zu finden. Es ist schwer, damit umzugehen“, analysiert Carbery.

„Sie schießen oft aufs Tor und wollen mit Schlägern abfälschen“, weiß auch Thompson. „‚Sid‘ (Crosby) ist darin wohl einer der besten Spieler auf dieser Welt. Sie sind schwer zu bespielen und werden in dieser Saison viele Tore schießen.“

PIT@WSH: Beauvillier trifft nach 23 Sekunden per Rückhandschuss

Ovechkin kommt dosiert zum Einsatz - Respekt für Crosby

Schließlich setzte Ryan Leonard im Powerplay den Schlusspunkt zum 5:3 für Washington (44.).

„Es ist eine große Rivalität gegen sie, da nehmen wir die zwei Punkte gerne mit“, sagte Ovechkin nach einem seiner letzten Begegnungen mit Crosby. „Wir respektieren uns. Er zeigt nach wie vor viele großartige Dinge da draußen. Das gilt auch für (Kris) Letang und Geno (Evgeni Malkin).“

Ovechkin selbst wurde dosiert eingesetzt und bleib bei 14:05 Minuten Eiszeit ohne Scorerpunkt.

„Er geht gut damit um“, berichtet Carbery. „Es ist nicht so, dass er nicht mehr spielen wollen würde, aber er versteht auch, was wir als Team und mit den großartigen Spielern um ihn herum erreichen wollen. Ich erkläre ihm, warum wir gewisse Dinge tun und warum es unserer Mannschaft hilft.“

Die Capitals sind nach einem 2-1-0-Start voll auf Kurs und empfangen im zweiten Heimspiel von Ovechkins letzter NHL-Saison am Freitag (7 p.m. ET; Sa., 1 Uhr MESZ) die New York Rangers.

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