Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2023/24 unter die Lupe. Die zweiteilige Bestandsaufnahme besteht aus einer Analyse der wichtigsten personellen Veränderungen, der Schlüsselspieler, der Stärken und Schwächen, der Playoff-Chancen und einem gesonderten Spielerporträt.
In dieser Ausgabe: Pittsburgh Penguins
Der Schock war groß, als die mit großen Ambitionen gestarteten Penguins im Frühjahr zum ersten Mal seit 16 Jahren die Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs verpasst hatten. Eine Matchbilanz von 40-31-11 und 91 Punkte reichten nicht für die Teilnahme an der Postseason. Am Ende fehlte nur ein Sieg, um sich eine der beiden Wildcards in der Eastern Conference zu sichern.
Prominentes Opfer bei der Aufarbeitung der missglückten Spielzeit war General Manager Ron Hextall. Er wurde im April entlassen und im Juni von Kyle Dubas ersetzt, der in den zurückliegenden sechs Saisons bei den Toronto Maple Leafs hervorragende Arbeit geleistet hatte. Trainer Mike Sullivan durfte dagegen seinen Posten behalten.
Die wichtigsten Veränderungen im Kader
Die spektakulärste Verpflichtung in der Offseason tätigten die Penguins im August, als sie sich bei einem Trade die Dienste von Offensivverteidiger Erik Karlsson sicherten. Er hatte zuletzt bei den San Jose Sharks für Furore gesorgt. Als sechster Blueliner in der Geschichte der NHL und als erster seit 1991/92 knackte er die 100-Punkte-Marke. Nach 82 Einsätzen in der Saison 2022/23 waren für ihn 101 Punkte (25 Tore, 76 Assists) registriert.
Zuvor hatten die Penguins drei erfahrene Akteure unter Vertrag genommen. Für die Offensive holten sie Reilly Smith. Ihn eisten sie im Tausch für einen Drittrundenpick beim NHL Draft 2024 von den Vegas Golden Knights los. Mit Lars Eller und Noel Acciari fanden in der Free Agency zwei weitere Stürmer den Weg nach Pittsburgh. Eller stand vergangene Saison bei den Washington Capitals und den Colorado Avalanche auf dem Eis. Acciari trug das Trikot der St. Louis Blues und der Maple Leafs. Die Defensive verstärkt künftig Ryan Graves, dessen Kontrakt bei den New Jersey Devils ausgelaufen war. In Pittsburgh unterschrieb er für sechs Jahre.
Nicht mehr für die Penguins laufen künftig die beiden Angreifer Jason Zucker und Josh Archibald sowie Verteidiger Brian Dumoulin auf. Zucker schloss sich in der Free Agency den Arizona Coyotes an. Archibald zog es zu den Tampa Bay Lightning. Der zweifache Stanley Cup Champion Dumoulin läuft ab sofort für die Seattle Kraken auf.
Schlüsselspieler
Mit dem 33-jährigen Karlsson und dem drei Jahre älteren Kris Letang haben die Penguins zwei ganz ausgebuffte Defensivspieler in ihren Reihen, die auf beiden Seiten des Eises überragende Qualitäten besitzen. Das Herzstück der Offensive bilden Kapitän Sidney Crosby (36 Jahre), Evgeni Malkin (37) und Jake Guentzel (28). Das Stürmertrio zeichnete sich vorige Saison zusammengerechnet für 249 Scorerpunkte verantwortlich. Crosby landete in der teaminternen Wertung mit 93 Zählern (33 Tore, 60 Assists) auf dem ersten Platz, gefolgt von Malin mit 83 Punkten (27 Tore, 56 Assists) und Guentzel mit 73 (36 Tore, 37 Assists). Eine wichtige Rolle in der Offensive nahm außerdem Rickard Rakell ein. Ihm gelangen 60 Punkte (28 Tore, 32 Assists).



















