Alex Ovechkin hat am Montag zum ersten Mal seit Beginn des Training Camps an einer Vollkontakt-Einheit der Washington Capitals teilgenommen. Bis zum Beginn der regulären Saison will er seine Unterkörperverletzung nach eigenen Angaben komplett auskuriert haben. „Es fühlt sich gut an“, sagte Ovechkin. „Natürlich brauche ich mehr Spielpraxis, mehr Eiszeit mit den Jungs, denn die Woche, die ich verpasst habe, fehlt mir einfach. Aber im Großen und Ganzen passt alles soweit.“
Ovechkin, der seine 21. NHL-Saison beginnt, wenn die Capitals am 8. Oktober zu Hause in der Capital One Arena auf die Boston Bruins treffen, lief beim jüngsten Training auf dem linken Flügel in einer Reihe mit Anthony Beauvillier und Dylan Strome auf. Außerdem arbeitete er während der einstündigen Übungseinheit mit der ersten Powerplay-Formation.
„Er sah gut aus“, konstatierte Capitals-Trainer Spencer Carbery. „Er hat heute viel Powerplay gemacht, dazu einige Spielzüge und hat sich dabei gut bewegt. Es gab keine Rückschläge, von daher ist das ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Wir werden sehen, wie es unter Wettbewerbsbedingungen weitergeht.“
Carbery fügte hinzu, dass es unwahrscheinlich sei, dass Ovechkin das Vorsaisonspiel bei den Columbus Blue Jackets am Dienstag bestreiten werde. Es bleibt aber nach Auskunft des Trainers eine Option, dass er die letzten beiden Heimspiele gegen die Bruins am Donnerstag und die Blue Jackets am Samstag bestreitet. Unabhängig davon ist Carbery der Meinung, dass Ovechkin, der mit 897 Toren den NHL-Rekord hält, im Trainingslager noch genügend Zeit habe, um sich für den Saisonauftakt in Form zu bringen.
„Er hat zwar einen großen Teil des Camps verpasst, aber ich weiß, dass er alles versucht, was er mit seinen 40 Jahren tun kann, um für die Saisonpremiere bereit zu sein. Ich gehe fest davon aus, dass er es hinbekommt und in den neun verbleibenden Tagen so nah wie möglich an seine Bestform herankommt“, erläuterte Carbery.
Die Capitals sind mit Ovechkin, der am 17. September seinen 40. Geburtstag feierte, vorsichtig umgegangen, nachdem er gleich am ersten Tag des Camps nach wenigen Minuten das Auftakttraining abbrechen musste. Am vergangenen Dienstag nahm er das Training im Non-Contact-Dress wieder auf und trug es auch bei den folgenden Einheiten bis zum Samstag. Der Auftritt in einem normalen Trikot am Montag war der nächste Schritt.
„Wir wollten es zu Beginn nicht übertreiben, weil noch ausreichend Zeit ist, uns auf die reguläre Saison vorzubereiten“, erklärte Ovechkin. „Ich will unbedingt beim Start dabei sein und hoffe, dass mein Körper mitmacht.“
In der vergangenen Saison hatte Ovechkin zu Beginn des Trainingslagers ebenfalls mit einer leichten Verletzung zu kämpfen und landete anschließend mit 44 Toren aus 65 Partien auf dem dritten Platz in der NHL-Torjägerwertung, gleichauf mit Tage Thompson von den Buffalo Sabres und hinter Leon Draisaitl (52) von den Edmonton Oilers und William Nylander (45) von den Toronto Maple Leafs. Am 6. April erzielte er gegen die New York Islanders sein 895. NHL-Tor und löste damit Wayne Gretzky an der Spitze der ewigen Torschützenliste der Liga ab.
Laut Ovechkin wollten die Capitals ganz auf Nummer sicher gehen und ließen ihn deswegen möglichst lange nicht am regulären Trainingsbetrieb teilnehmen. „Natürlich kann es vorkommen, dass man sich eine Zerrung zuzieht, und dann muss man vorsichtig sein“, sagte er. „Manchmal kommt man mit Schmerzen im Knie oder Handgelenk ins Camp. Da hilft es oft nur, sich eine Spritze verabreichen zu lassen oder ein paar Tabletten zu nehmen, um sich besser zu fühlen. Aber noch wichtiger ist es, dass man sich die nötigen Ruhezeiten gönnt und speziell auf die körperlichen Probleme abgestimmte Übungen im Gym absolviert.“




















