Skip to main content

Warum die All-Stars besonders scheinen

Analyse der Stärken der nominierten Spieler für das Event am Wochenende im Tampa Bay

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Jeden Samstag ermöglicht Euch nhl.com/de mit dem wöchentlichen Advanced Analytics Feature einen Blick hinter die Zahlen. Von Schüssen über Tore bis hin zu Eiszeit und darüber hinaus möchten wir Euch die statistischen Trends und Themen näherbringen, um Euer NHL-Wissen zu erweitern. In dieser Ausgabe analysieren wir die Strahlkraft der für das All-Star-Game nominierten Spieler.

Für das Honda NHL All-Star Game 2018 wurden die besten Spieler der besten Liga der Welt nominiert. Insgesamt 44 Auserwählte (elf Spieler pro Division) haben die Ehre, ihr Team in Tampa Bay vertreten zu dürfen. Mit Torwart Jonathan Quick (Los Angeles Kings), den Verteidigern Victor Hedman (Tampa Bay Lightning) und Seth Jones (Columbus Blue Jackets) sowie Stürmer Taylor Hall (New Jersey Devils) mussten drei Akteure verletzt absagen - dafür rückten Mike Smith (Calgary Flames), Brayden Point (Tampa), Brian Boyle (New Jersey) und Zach Werenski (Columbus) nach. Doch was lässt die nominierten Stars heller strahlen als alle anderen NHL-Spieler?

 

[Ähnliches: Die Vorfreude ist die größte Freude]

 

Atlantic Division: Firepower mit großem Tampa-Block

Beim der Atlantic-Division-Auswahl sind gleich vier Spieler von NHL-Spitzenreiter Tampa Bay Lightning vertreten: Torwart Andrei Vasilevskiy verzeichnete ligaweit die meisten Siege aller Goalies (29) und führt auch die Statistik in Sachen Fangquote (93,1 Prozent) und Shutouts (7) an. Die Stürmer Nikita Kucherov (27 Treffer/ 36 Assists/ 63 Scorerpunkte), Steven Stamkos (18/36/58) und Brayden Point (20/24/44) sind nicht nur bei den Bolts die Top-drei Torschützen und Scorer: Kucherov ist der beste Scorer der gesamten Liga, Stamkos folgt auf Rang drei.

Auch die weiteren Stürmer im Atlantic-Aufgebot haben es in sich: Jack Eichel (Buffalo Sabres, 20/29/49) etwa knipste 20 Tore beim offensivschwächsten NHL-Team (erst 114 Treffer) und war somit für 17,5 Prozent der Sabres-Tore direkt verantwortlich sowie an 43 Prozent der Treffer beteiligt. Brad Marchand (Boston Bruins, 21/29/50) hat mit 1,32 Scorerpunkten pro Spiel die beste Quote aller NHL-Spieler und zudem mit +24 den besten Plus-Minus-Wert aller Eastern-Conference-Angreifer. Auston Matthews (Toronto Maple Leafs, 22/15/37) ist mit einer Mischung aus Größe, Schnelligkeit, Technik und Torgefahr einer der komplettesten Spieler der Liga. Penalty-Schuss-Spezialist Aleksander Barkov (Florida Panthers, 15 Tore/ 28 Assists/ 43 Scorerpunkte) rundet den Sturm als bester Unterzahl-Torschütze der Liga (fünf Treffer) ab.

Video: MET@ATL: Matthews wählt mit Geduld das Dreieck

Für die Verteidigung sind Erik Karlsson (Ottawa Senators, 4/27/31), der beste Vorlagengeber der Sens sowie Mike Green (Detroit Red Wings, 5/21/26), der punktbeste Powerplay-Spieler in Motor City (13 Powerplay-Punkte) dabei. Eine Goalie-Option ist Carey Price (Montreal Canadiens, 3,02 Gegentore/Spiel, 90,4 Prozent Fangquote).

Metropolitan Division: Die Tormaschine und viele Zuarbeiter

Beim Metro-Team ragt Tormaschine Alex Ovechkin (Washington Capitals, 30/23/53) heraus, der die NHL-Torjägerliste mit 30 Treffern anführt. Auch Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins, 17/38/55) zählt zu den besten Stürmern der Welt und stellt dies mit seiner aktuellen Punktserie von neun Spielen (3/16/19) eindrucksvoll unter Beweis. Mit Claude Giroux (Philadelphia Flyers, 14/43/57) ist der zweitbeste Vorlagengeber der Liga mit dabei. Die Teamkollegen John Tavares (26/31/57) und Josh Bailey (12/42/54) sind maßgeblich daran beteiligt, dass die New York Islanders die zweitbeste Offensive der NHL stellen (172 Tore) und waren zusammen an 64,5 Prozent der Isles-Treffer beteiligt. Der defensivstarke Brian Boyle (New Jersey Devils, 11/6/17) rückte nach.

 

[Ähnliches: Gegenwart trifft Zukunft beim All-Star-Game]

 

In der Abwehr steht mit Kris Letang (Pittsburgh, 3/25/28) der Akteur mit den meisten Verteidiger-Punkten (28) und der meisten Eiszeit (19:08) bei den Penguins. Hinzu kommen Zach Werenski (Columbus, 11/11/22) und Noah Hanifin (Carolina Hurricanes, 7/17/24), die in ihren Klubs tragende Rollen spielen. 

Zwischen den Pfosten steht Henrik Lundqvist (New York Rangers, 2,61 Gegentore/Spiel, 92,2 Prozent Fangquote) oder Braden Holtby (Washington, 2,66, 91,7 Prozent).

Video: MET@ATL: Crosby trifft mit schöner Rückhand

Central Division: Gefahr von der blauen Linie

Die Auswahl aus der Central Division tritt unter anderem mit dem zweitbesten NHL-Scorer Nathan MacKinnon (Colorado Avalanche, 24/36/60) an, der als einziger Spieler schon sieben Siegtreffer erzielte und an 38,2 Prozent der Tore seiner Avs beteiligt war. Hinzu kommen mit Patrick Kane (Chicago Blackhawks, 20/29/49), Brayden Schenn (St. Louis Blues, 21/29/50) und Eric Staal (Minnesota Wild, 20/23/43) Stürmer, die in ihren Teams sowohl Top-Torjäger als auch Top-Scorer sind. Tyler Seguin (Dallas Stars, 23/20/43) und Blake Wheeler (Winnipeg Jets, 14/40/54) drücken in ihren Klubs den Stempel auf und sind unersetzbare Schlüsselspieler.

Das Prunkstück des Central-Teams ist aber die Verteidigung: Hier ist John Klingberg (Dallas, 6/42/48) gesetzt, der unter allen Abwehrspielern die bislang meisten Vorlagen (42), Scorerpunkte (48) und Punkte pro Spiel (0,96) vorweisen kann. P.K. Subban (Nashville Predators, 12/25/37) ist mit zwölf Treffern der torgefährlichste Defensivspieler der NHL. Und Alex Pietrangelo (St. Louis, 8/27/35) ist der punktbeste Verteidiger in St. Louis. 

Die beiden Goalies Pekka Rinne (Nashville, 24 Siege, 2,35 Gegentore/Spiel, 92,6 Prozent Fangquote, vier Shutouts) und Connor Hellebuyck (Winnipeg, 26, 2,35, 92,4 Prozent, vier) haben nahezu identische Statistiken und finden sich mit diesen Werten jeweils unter den Top-vier der Liga wieder.

Video: CEN@PAC: Subban umkurvt Kesler und vollendet hoch

Pacific Division: Gute Mischung mit viel Tempo

Das Pacific-Team wird von Connor McDavid (Edmonton Oilers,15/39/54) angeführt, der mit 57 Takeaways mehr vorzuweisen hat als jeder andere Spieler in der Liga. Brock Boeser (Vancouver Canucks, 24/19/43) ist mit 24 Toren der treffsicherste Rookie in der laufenden Saison, war als Top-Torjäger sowie Top-Scorer der Nucks an mehr als einem Drittel (33,9 Prozent) aller Canucks-Treffer beteiligt und machte 18,9 Prozent von Vancouvers Toren selbst. Einen ähnlich großen Einfluss hat auch der schnelle und trickreiche Johnny Gaudreau (Calgary Flames, 15/41/56) auf sein Team, denn er beteiligte sich an 45,5 Prozent der Flames-Treffer. Wichtige Stützen ihrer Mannschaft sind auch Anze Kopitar (Los Angeles Kings, 19/32/51), James Neal (Vegas Golden Knights, 22/12/34) und Rickard Rakell (Anaheim Ducks, 18/18/36), der bislang seine durchaus prominenten Kollegen in Anaheim in den Schatten stellte.

 

[Ähnliches: Stars der Liga 2019 in San Jose zu Gast]

 

In der Defensive ist Brent Bruns (San Jose Sharks, 7/34/41) gelistet, der mit 19 Powerplay-Punkten und 48 Takeaways die besten Werte unter den NHL-Verteidigern hat. Drew Doughty (L.A., 7/28/35) ist der Vielspieler der Liga und kommt auf mehr Eiszeit als jeder andere NHL-Mann (27:13 Minuten pro Spiel). Auf den Dritten im Bunde, Oliver Ekman-Larsson (Arizona Coyotes, 8/15/23), ist bislang voll Verlass, obwohl er in Arizona die Schießbude der Western-Conference (180 Gegentore) verteidigen muss.

Zwischen den Pfosten steht Marc-André Fleury (Vegas), der aufgrund einer Verletzung zwar erst auf 18 Spiele kommt, dabei aber bessere Statistiken aufweisen kann als Vasilevskiy (1,77 Gegentore/Spiel, 94,2 Prozent Fangquote), zur Verfügung. Nachnominiert wurde außerdem Mike Smith (Calgary, 2,39, 92,6 Prozent).

Video: MET@PAC: McDavid macht unglaubliches Tor

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.