Wer hat mehr Druck im Hangar?
Spannend dürfte zu sehen sein, wer in Spiel 6 mehr unter Druck steht: Dallas, das im Falle einer Niederlage Sommerpause hat? Oder Vegas, das eine 3:0-Führung verzocken könnte? So oder so dürfte im "Hangar", wie der American Airlines Center genannte wird, viel "Desperation Hockey" (Hockey im Mute der Verzweiflung) zu sehen sein. "Der Druck wird immer größer", weiß Stars-Trainer Peter DeBoer. "Jeder geht mit diesem Druck anders um, ich glaube aber schon, dass der Druck groß ist, wenn man eine 3:0-Führung verspielen kann." Verteidiger Thomas Harley kennt das Gefühl des Desperation Hockeys bereits aus den vorangegangenen Partien und sieht genau darin den Vorteil für Dallas: "Wir sind immer noch 2:3 hinten und nur eine Niederlage von der Sommerpause entfernt. Es wird aber nicht schwer sein, weiter so zu spielen, denn wir haben das zuletzt zweimal erfolgreich gezeigt. Wir müssen einfach genau so weitermachen, dann wird das klappen." Bei den Golden Knights warnt Trainer Bruce Cassidy: "Sie werden jetzt noch hungriger sein und mehr Selbstvertrauen haben. Aber wir halten noch immer die Führung in der Serie." Auch Vegas-Stürmer Reilly Smith spürt den anschwellenden Druck und möchte ein mögliches Spiel 7 daher unbedingt verhindern: "Ich glaube schon, dass es leichter ist, mit einem 3:0-Serienvorsprung im Rücken zu spielen. Diesen Vorteil haben wir jetzt nicht mehr. Umso mehr müssen wir sicherstellen, das nächste Spiel zu gewinnen."