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Keine Playoffs, dennoch jede Menge Arbeit

15 Teams schafften den Sprung in die Playoffs nicht und machen sich bereits Gedanken um die Saison 2019/20

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison, dieses Motto ist für 15 der 31 Teams in der NHL bereits seit Samstag Realität. Sie verpassten den Einzug in die Stanley Cup Playoffs und beginnen die Planung für die neue Saison. Die Florida Panthers, Los Angeles Kings und Buffalo Sabres begannen am Sonntag schon damit, indem sie ihre Trainer entließen. NHL.com/de wirft in aufsteigender Reihenfolge der Tabelle einen kurzen Blick auf die Saison der Teams und darauf, was im Sommer zu ihren Prioritäten zählen könnte.

Ottawa Senators

Die Saison: 64 Punkte bedeuteten die rote Laterne, bedingt durch die schlechteste Abwehr mit 301 Gegentoren. Dazu kommen die Abgänge der drei besten Torschützen Ryan Dzingel, Matt Duchene und Mark Stone.

Grund für Optimismus: Die verbleibenden Spieler werden von talentierten jungen Spielern angeführt, die sich noch stark entwickeln können.

Prioritäten: Stabilität in der Verteidigung ist einer der Punkte, die die Senators ansprechen sollten. Ein erfahrener Mentor für die jungen Angreifer könnte ihren Leistungen in der kommenden Saison einen Schub geben.

Los Angeles Kings

Die Saison: Die Kings bildeten mit 71 Zählern das Schlusslicht der Western Conference, vor allem aufgrund der schwachen Offensive, die nur 199 Mal traf.

Grund für Optimismus: Jack Campbell lieferte im Tor gute Leistungen und könnte sich als stabile Stütze erweisen. Die Kings haben außerdem zwei Picks in der ersten Runde des NHL Draft 2019.

Prioritäten: Mehr Geschwindigkeit und Durchschlagskraft in der Offensive, sowie ein besseres Umschaltspiel dürften im Fokus stehen. Ein weiterer Offensivverteidiger könnte helfen.  

New Jersey Devils

Die Saison: Mit 72 Punkten folgen die New Jersey Devils als Schlusslicht der Metropolitan Division. Viel Verletzungspech führte an beiden Enden der Eisfläche zu schlechten Statistiken.

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Grund für Optimismus: Wenn mehr als, wie in dieser Saison, nur zwei Spieler alle Spiele bestreiten können, haben die Devils einen Kader mit viel Potenzial. Mackenzie Blackwood spielte im Tor eine sehr gute erste Saison.

Prioritäten: Mehr Erfahrung und Tiefe sollten ein Ziel für den Sommer sein, um die Verletzungsausfälle ausgleichen zu können und die jungen Stürmer zu entlasten.

Detroit Red Wings

Die Saison: Die Red Wings erreichten 74 Punkte bei nur 224 geschossenen Toren und 272 Gegentreffern. Mit 28,3 Jahren haben sie ein hohes Durchschnittsalter.

Grund für Optimismus: Die Red Wings sind nicht durchgehend überaltert, mit Spielern wie Dylan Larkin, Andreas Athanasiou, Anthony Mantha und Tyler Bertuzzi sind junge Leistungsträger vorhanden.

Prioritäten: Der Umbruch dürfte weitergehen, dabei könnten diesen Sommer eher die Abwehr und die hinteren Sturmreihen in den Mittelpunkt rücken.

Buffalo Sabres

Die Saison: Buffalo hatte gute Phasen, unter anderem eine Serie von zehn Siegen im November. Am Ende fehlte jedoch die Konstanz, somit standen 76 Zähler auf dem Konto.

Grund für Optimismus: Dieser Mangel an Konstanz ist für ein Team, das sich im Neuaufbau befindet aber kein Wunder. Von dem jungen Kader, allen voran der 18-jährige Verteidiger Rasmus Dahlin, ist eine positive Entwicklung zu erwarten. Mit zwei Picks in der ersten Runde ist Nachschub zu erwarten.

 

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Prioritäten: Ein Routinier in der Abwehr könnte eine gute Wahl sein, im Angriff wäre die Vertragsverlängerung mit 40-Tore-Mann Jeff Skinner ein großer Erfolg.

New York Rangers

Die Saison: Die New York Rangers haben längst ganz offen den Neuaufbau ausgerufen und das durch die Abgänge von Kevin Hayes und Mats Zuccarello unterstrichen. Am Ende kamen dadurch in einer von Beginn an nicht gut laufenden Saison 78 Zähler zusammen.

Grund für Optimismus: Der Kurs der Rangers ist langfristig vielversprechend, sie haben talentierte junge Spieler in ihrem Kader und zwei Picks in der ersten Runde.

Prioritäten: Soll die nächste Saison besser laufen, wären ein bis zwei routinierte Stürmer und ein Offensivverteidiger eine sinnvolle Investition.

Edmonton Oilers

Video: EDM@CGY: Draisaitl reiht sich in den 50-Tore-Klub ein

Die Saison: Die Oilers hatten sich eine deutlich erfolgreichere Saison erwartet, als mit 79 Punkten auf dem vorletzten Platz der Pacific Division zu stehen. Ein Problem waren zu wenige Punkte aus den hinteren Reihen.

Grund für Optimismus: Mit Connor McDavid und Leon Draisaitl sind zwei der vier besten Scorer und zehn besten Torschützen der Liga langfristig gebunden, zwei Spieler, die jederzeit im Alleingang ein Spiel entscheiden können.

Prioritäten: Eine klare Priorität müssen Tore aus den hinteren Reihen sein. Im Tor zeigte Mikko Koskinen passable Leistungen, dennoch könnte zumindest ein zweiter Torwart auf der Wunschliste stehen.

 

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Anaheim Ducks

Die Saison: Kaum ein Leistungsträger kam ohne ernste Verletzungsprobleme aus, am Ende bedeutete das die schlechteste Offensive (196 Tore) und 80 Punkte.

Grund für Optimismus: Die Leistungsträger haben fortlaufende Verträge, mit weniger Verletzungspech kann die kommende Saison wieder deutlich besser laufen. Im Draft dürfen die Ducks in der ersten Runde zwei Mal wählen.

Prioritäten: Die Ducks haben einen vergleichsweise alten Kader und es mangelt an Verteidigern. Offensiv ausgerichtete Abwehrspieler und junge Stürmer wären sicherlich kein Fehler.

Vancouver Canucks

Die Saison: Nach dem Karriereende der Sedin-Zwillinge war ein Loch in der Mannschaft zu erwarten, hinzu kamen Verletzungen der Spitzenspieler. Am Ende kamen 81 Punkte heraus und die Canucks waren einige Zeit im Rennen um die Playoff-Plätze.

Grund für Optimismus: Mit Elias Pettersson haben die Canucks den punktbesten Rookie der Saison (28 Tore, 38 Assists) und mit Brock Boeser einen der besten Rookies der vorherigen Saison. Der Abgang der Seins wurde von der Mannschaft gut aufgefangen.

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Prioritäten: Kein Spieler erzielte mehr als 28 Tore, nur drei mehr als 15 Tore. Im Angriff muss mehr Torgefahr her und aus der Abwehr müssen in der Offensive mehr Beiträge kommen.

Philadelphia Flyers

Die Saison: Die Flyers hatten einen extrem wechselhaften Saisonverlauf mit katastrophalen, aber auch genialen Phasen. Der Mangel an Konstanz führte zu 82 Punkten.

Grund für Optimismus: Nach der Entlassung von General Manager Ron Hextall und Trainer Dave Hakstol steigerten sich die Flyers deutlich. Sie haben starke Spitzenspieler, eine gute Mischung aus Erfahrung und Jugend und Rookie-Torwart Carter Hart zeigte eine unglaubliche erste Saison.

Prioritäten: Die Flyers hatten die drittschlechteste Defensive (280 Gegentore), ein Defensivspezialist könnte Abhilfe schaffen.

Minnesota Wild

Die Saison: Minnesota verbrachte einige Zeit auf einem Playoff-Platz, rutschte durch eine schache Schlussphase mit 83 Punkten aber hinter die Wildcards. Das größte Problem war der Mangel an Toren, die Wild stellten mit 210 Toren die fünftschlechteste Offensive.

Grund für Optimismus: Die Defensive ist solide und mit Devan Dubnyk ist ein Spitzentorhüter langfristig verpflichtet. In der Offensive sind talentierte Spieler im Kader und weitere junge Spieler wie Kirill Kaprizov könnten nachrücken.

Prioritäten: Die auslaufenden Verträge von Kevin Fiala, Ryan Donato und Joel Eriksson Ek dürften ein Thema sein, um die talentierte Jugend zu halten. Ein ganz klares Thema ist die Chancenverwertung, also ein Außenstürmer mit Scorerqualitäten.

Chicago Blackhawks

Die Saison: Die Blackhawks gehörten nach einem katastrophalen Start mit 84 Punkten zu den letzten Teams, die aus dem Rennen um die Playoffs eliminiert wurden. Sie kassierten 291 Tore, nur Ottawa bekam mehr.

Grund für Optimismus: Die Offensive funktioniert hervorragend, die routinierten Stürmer wie Patrick Kane und Jonathan Toews lassen nicht nach und es rücken junge Talente wie Dominik Kahun und Alex DeBrincat nach.

Prioritäten: Torhüter Corey Crawford und Cam Ward werden mit 34 und 35 Jahren nicht jünger, hier könnte ein Wechsel forciert werden. In der Abwehr könnte junges Blut helfen.

Florida Panthers

Die Saison: Im Fall von Florida war es ebenfalls die Abwehr, die sie am Ende den Platz unter den besten 16 kostete. Mit 86 Punkten und 273 Gegentoren scheiterten sie auf dem fünften Platz der Eastern Conference.

 

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Grund für Optimismus: Die Punkte verteilen sich in der Mannschaft besser als bei den meisten Teams und die Abwehr leistet ihren Beitrag zur Offensive. Der Kader hat eine gute Mischung aus Alt und Jung.

Prioritäten: Torhüter Roberto Luongo hat zwar noch vier Jahre Vertrag, ist aber bereits 40. Weder er noch James Reimer konnten diese Saison wirklich überzeugen. Hier wäre ein Wechsel denkbar. Ein Defensivspezialist wäre ebenfalls ein denkbarer Lösungsansatz.

Arizona Coyotes

Die Saison: Die Coyotes starteten aus dem Keller der Western Conference eine Aufholjagd, an deren Ende mit 86 Punkten nur vier Zähler zur Wildcard fehlten. Auffällig war die gleichmäßige Punkteverteilung, jedoch lagen die Spitzenwerte in der Mannschaft bei nur 47 Punkten und 19 Toren.

Grund für Optimismus: Die junge Offensive hat Potenzial, die Abwehr ist stabil und nicht jede Saison verletzen sich so viele Spieler.

Prioritäten: Ein Topscorer sollte eine klare Priorität sein. Ein erfahrener und effizienter Torschütze könnte nächste Saison die Entscheidung zur Teilnahme an den Playoffs bringen.

Montreal Canadiens

Die Saison: Für die Canadiens war das Aus nach der regulären Saison besonders bitter. Drei Playoff-Teilnehmer hatten weniger als die 96 Punkte von Montreal, die waren aber alle in der Western Conference. Eine solide Saison, jedoch mit kleinen Schwächephasen in entscheidenden Momenten.

Grund für Optimismus: Am Ende fehlte nicht viel, die Canadiens sind in allen Bereichen konkurrenzfähig.

Prioritäten: Die Verträge von vier Verteidigern und fünf Stürmern laufen aus, hier muss entweder neu verhandelt, oder für Ersatz gesorgt werden. Ansonsten wäre ein weiterer Center eine Option.

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