de roundup 4.21.26

Am Dienstagabend gab es gleich drei Serien-Ausgleiche in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026: Die Boston Bruins (4:2 bei den Buffalo Sabres), der Tampa Bay Lightning (3:2 n.V. gegen die Montreal Canadiens) und der Utah Mammoth (3:2 bei den Vegas Golden Knights) stellten in Spiel 2 der jeweiligen Best-of-7-Serie auf 1:1.

Auf 2:0 in der Serie stellten hingegen die Colorado Avalanche durch einen 2:1-Erfolg in der Verlängerung gegen die Los Angeles Kings. 

Die Spiele vom Dienstag in der Zusammenfassung:

Tampa Bay Lightning - Montreal Canadiens 3:2 n.V.
Serie: 1:1

Hochspannung bis zur letzten Sekunde bot Spiel 2 zwischen dem Tampa Bay Lightning und den Montreal Canadiens in der Benchmark International Arena. Mit dem besseren Ende für Tampa, das durch ein schönes Tor des Schweizer Verteidigers J.J. Moser (1-0-1, 29:14 Minuten Eiszeit, zwei Torschüsse, ein Check, ein Block, +2) am Ende einen wichtigen 3:2-Sieg n.V. feiern durfte.

Purer Wille war das 1:0 durch Tampas Brandon Hagel, der zunächst geblockt wurde, dann aber mit einem wuchtigen Schlagschuss vom linken Faceoff-Kreis einen Weg durch den Verkehr vor dem Tor fand und mit seinem dritten Playoff-Treffer auf 1:0 stellte (9.). Danach gab Montreals starkes Powerplay eine Antwort. Ein Schlagschuss von Lane Hutson erreichte sein Ziel und besorgte mit dem insgesamt vierten Powerplay-Tor der Canadiens das 1:1 (17.).

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Tampa Bay Lightning und den Montreal Canadiens

Fortan standen die beiden Goalies im Mittelpunkt: Andrei Vasilevskiy (25 Saves, 92,6 Prozent Fangquote) und Jakob Dobes (31 Saves, 91,2 Prozent Fangquote) konnten sich mehrfach auszeichnen. Im Mitteldrittel aber drehte Montreal die Partie, als Power Forward Josh Anderson zum Tor zog und trotz strenger Bewachung zum 2:1 abstaubte (39.).

Der Lightning gab nicht auf und kam durch seinen Elite-Scorer zum erneuten Ausgleich. Nikita Kucherov setzte zum Bauerntrick an und netzte zum 2:2 (53.).

In der Overtime schlug dann die Stunde von Moser. Nach einem Faceoff-Gewinn von Anthony Cirelli im Offensivdrittel hielt der Verteidiger den Puck zunächst gerade noch auf der blauen Linie, skatete dann ein paar Schritte nach vorne, legte sich die Scheibe auf die Vorhand und traf mit einem verdeckten Schuss ins Torwarteck zum 3:2-Siegtreffer in der Overtime (73.). Es war Mosers erstes Tor in den Stanley Cup Playoffs und sein erster OT-Treffer überhaupt in der NHL.

ZEIT FÜR HELDEN

Schweizer Verteidiger entscheidet Spiel 2 gegen Montreal mit seinem ersten Playoff-Tor überhaupt

Buffalo Sabres - Boston Bruins 2:4
Serie: 1:1

Die Boston Bruins gewannen Spiel 2 im KeyBank Center mit 4:2 bei den Buffalo Sabres. Der Erfolg fußte auf einer soliden Defensivleistung vor Torwart Jeremy Swayman (34 Saves, 94,4 Prozent Fangquote), einem schnellen Umschaltspiel und sehr schönen Toren.

Nach einem torlosen Anfangsdrittel brach Viktor Arvidsson den Bann. Bostons Flügelflitzer überholte Buffalos Verteidigung und traf per Rückhand-Tunnel zum 1:0 (25.). Was folgte, war ein total verrücktes Tor von Morgan Geekie, das so wohl nur einmal in vielleicht zehn Jahren fällt: Der Center wollte den Puck auf Höhe der Mittellinie einfach tief spielen und löffelte ihn mit einem hohen Rückhand-Heber Richtung Tor. Dabei sprang die Scheibe tückisch vom Eis ab und erwischte Sabres-Torwart Ukko-Pekka Luukkonen (15 Saves, 78,9 Prozent Fangquote) auf dem falschen Fuß - 2:0 (37.). Im Powerplay fälschte der im Slot positionierte Pavel Zacha einen Schuss von David Pastrnak zum 3:0 ab (39.).

Als Arvidsson nur 16 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels in einer 2-auf-1-Situation über den Innenpfosten auf 4:0 erhöhte, war der Arbeitstag von Luukkonen beendet. Für den Starter wurde Backup Alex Lyon (sieben Saves) eingewechselt, der kein weiteres Gegentor mehr zuließ. Diese Aktion diente auch als Weckruf für seine Vorderleute, die noch kosmetisch eingriffen: Bowen Byram (54.) und Peyton Krebs (56.) verkürzten auf den 2:4-Endstand.

BOS@BUF, GM 2: Arvidsson trifft in einer 2-auf-1-Situation über den Innenpfosten zum 4:0

Vegas Golden Knights - Utah Mammoth 2:3
Serie: 1:1

Der Utah Mammoth fuhr seinen ersten Playoff-Sieg in der Franchise-Geschichte ein und schlug die Vegas Golden Knights in Spiel 2 in der T-Mobile Arena mit 3:2.

Dabei hatte die Partie ganz nach dem Geschmack der Golden Knights begonnen: Mark Stone lenkte den Puck über den Schlittschuh von Mammoth-Verteidiger Mikhail Sergachev zum 1:0 ins Ziel (12.). Utahs Ausgleich folgte noch im ersten Drittel auf ähnlich kuriose Weise: Nach einem Distanzschuss von Mackenzie Weegar bremste Vegas-Abwehrmann Rasmus Andersson den Puck zum 1:1 ins eigene Tor (17.).

Im zweiten Durchgang schlugen die Gäste aus Salt Lake City zuerst zu: Nach einer Puckeroberung im Offensivdrittel fasste Dylan Guenther einen Rückhand-Querpass von Kailer Yamamoto mit einem fulminanten Direktschuss zum 2:1 ab (35.). Doch nur 62 Sekunden später glichen die Golden Knights aus, als Ivan Barbashev mit einer starken Bewegung gleich drei Gegenspieler stehen ließ und per Rückhandschuss zum 2:2 traf (36.).

Beim Siegtreffer zeigte Utah sein enormes Tempo gleich mehrfach. Zunächst entwischte Guenther über den linken Flügel und gab einen gefährlichen Torschuss ab. Logan Cooley reagierte daraufhin am schnellsten und staubte zum 3:2 ab (55.).

Vegas-Torwart Carter Hart stoppte 26 Schüsse (89,7 Prozent Fangquote), sein Gegenüber, Karel Vejmelka verbuchte 19 Saves (90,5 Prozent Fangquote). Der deutsche Mammoth-Stürmer JJ Peterka erhielt 15:31 Minuten Eiszeit (drei Torschüsse, drei Checks, -1).

UTA@VGK, Spiel 2: Cooley staubt ab und den freien Puck hinter Hart ins Netz.

Colorado Avalanche - Los Angeles Kings 2:1 OT
Serie: 2:0

Nicolas Roy erzielte in der Ball Arena nach 7:44 Minuten der Verlängerung den Siegtreffer zum 2:1, womit der den Colorado Avalanche die 2:0-Serienführung gegen die Los Angeles Kings beschert. Roy schob den Abpraller von Josh Mansons erstem Schuss während eines Gewühls vor dem Tor am linken Bein von Anton Forsberg vorbei ins Netz.

Das Spiel stand lange auf des Messers Schneide, ehe Artemi Panarin im fünften Powerplay von Los Angeles in diesem Spiel, die Kings nach 13:04 Minuten des dritten Drittels mit 1:0 in Führung brachte. Moore trug den Puck von der rechten Ecke zum Tor und spielte Panarin hoch im linken Kreis an, der den Puck mit einem Handgelenksschuss an der kurzen Seite am Blocker vorbei ins Tor schoss.

Die Gäste schienen auf der Siegerstraße, doch Gabriel Landeskog sorgte 3:35 Minuten vor Ende des dritten Drittels für den Ausgleich zum 1:1 für Colorado. Der Kapitän der Avalanche verwertete einen genialen Querpass von Martin Necas durch den Torraum von der linken Seite in das leere Tor.

Necas und Devon Toews verbuchten jeweils eine Vorlage für die Avalanche, den Gewinner der Presidents’ Trophy und die Nummer eins im Westen. Scott Wedgewood parierte 24 Schüsse, darunter einen Penalty von Quinton Byfield, der in Unterzahl nach 3:12 Minuten des zweiten Drittels zugesprochen wurde. Kings-Torhüter Anton Forsberg wehrte 34 Schüsse ab

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Colorado Avalanche und den Los Angeles Kings

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