Die Gründe für das Aus
Edmonton hatte mit 4,33 Gegentoren/Spiel die schlechteste Defensive aller 16 teilnehmenden Playoff-Teams. Gleiches gilt für ein desaströses Penalty Killing mit einer Erfolgsquote von 50 Prozent (16.). Auch ließen die Oilers die drittmeisten Torschüsse zu (32,3 pro Partie).
„Es ist die Geschichte der gesamten Saison, dass wir nicht gut genug verteidigt haben“, analysierte Oilers-Trainer Kris Knoblauch. „Normalerweise gewinnst oder verlierst du aufgrund deines Defensivspiels - und unseres war nicht gut genug.“
Auch der während der regulären Saison durchgeführte Torwart-Tausch - Stuart Skinner wechselte zusammen mit Verteidiger Brett Kulak im Austausch für Tristan Jarry zu den Pittsburgh Penguins - zahlte sich für Edmonton am Ende nicht aus. Jarry erhielt lediglich in einem Spiel die Chance sich in den Playoffs auszuzeichnen. Stattdessen war der eigentlich als Nummer 3 vom Utah Mammoth akquirierte Connor Ingram in fünf Begegnungen der Starter in den Playoffs. Doch waren Ingrams Statistiken nicht gerade überzeugend: Er hielt zwei Siege fest, bei einem Gegentorschnitt von 3,86 sowie einer Fangquote von 87,6 Prozent.
Zudem fehlte es an Secondary Scoring. Während die jeweils angeschlagenen Superstars Leon Draisaitl (3-7-10; 1,67 Punkte/Spiel) und Connor McDavid (1-5-6; 1,0 Punkte/Spiel) gewohnt ablieferten, gab es insbesondere aus der dritten und vierten Reihe kaum bis keinerlei Unterstützung. Der Deutsche Josh Samanski (fünf Spiele, 1-1-2) lieferte noch am besten ab. Zusammen mit Colton Dach (fünf Spiele, 0-1-1), Jack Roslovic (sechs Spiele, 0-1-1), Matt Savoie (sechs Spiele, 0-1-1), Adam Henrique (ein Spiel, 0-0-0), Trent Frederic (vier Spiele, 0-0-0) und Curtis Lazar (fünf Spiele, 0-0-0) brachten es sieben der in den Bottom-Six-Reihen eingesetzten Stürmer zusammengerechnet nur auf ein einziges Tor und lediglich fünf Scorerpunkte (1-5-6).
Zum Verhängnis wurde Edmonton wohl auch die hohe Anzahl an Spielen in den letzten Jahren: Seit der Saison 2023/24 waren die Oilers in 299 Pflichtspielen gefordert. Eine derart hohe Arbeitslast hatte bereits bei den Panthers Schaden angerichtet. Eine gewisse Müdigkeit setzte nun sicherlich auch bei Edmonton ein.
Dadurch lässt sich vielleicht ein weiterer Fakt erklären: Gerieten die Oilers in den Stanley Cup Playoffs 2026 in einem Spiel zuerst in Rückstand, gelang nur kein einziger Sieg. Überhaupt gelang nur einmal ein Comeback nach einem Rückstand während des Spiels. In fünf von sechs Partien ging Edmonton zuerst in Führung, konnte aber nur zwei Partien am Ende auch gewinnen.