Lutz über das Lernen bei der Junioren-WM

Während Österreich bei der Juniorenweltmeisterschaft 2023 in der Relegation gegen Lettland um den Klassenerhalt kämpfen muss, schafften Deutschland und die Schweiz erneut den Schritt ins Viertelfinale. Deutschland trifft am Montag auf die USA, die Schweiz auf Tschechien. In den übrigen Viertelfinalspielen kommt es zum nordischen Derby zwischen Finnland und Schweden und zum Duell zwischen Kanada und der Slowakei.

Folgend die Vorschau auf die einzelnen Paarungen:
Finnland - Schweden, 17 Uhr MEZ
Gleich im ersten Viertelfinale wartet ein absoluter Klassiker auf höchstem Niveau. Schweden wurde in der Vorrundengruppe A Dritter, Finnland belegte in Gruppe B den zweiten Platz hinter den USA. Ein Offensivfeuerwerk ist allerdings nicht zu erwarten, denn beide Mannschaften glänzten bisher durch disziplinierte Defensivarbeit und erstklassige Torhüter. Schweden kassierte mit sieben Treffern die zweitwenigsten Gegentore des Turniers, Finnland stellte mit elf Gegentoren, neben den USA, die beste Abwehr der Gruppe B.
Im finnischen Tor lieferte Jani Lampinen mit einer Fangquote von 96,36 Prozent und einem Gegentorschnitt von 1,0 die besten Werte des Turniers. Sein schwedischer Kollege Carl Linbom landete mit 94,17 Prozent Fangquote auf Platz drei und ist der einzige Torhüter mit zwei Shutouts.

Besonderes Augenmerk verdienen auf schwedischer Seite Verteidiger Ludvig Jansson und Stürmer Filip Bystedt. Jansson ist mit drei Toren und drei Assists der Topscorer des Teams, gefolgt von Bystedt mit zwei Toren und drei Assists. Der punktbeste Finne ist Sami Paivarinta mit einem Tor und drei Assists.
Tschechien - Schweiz, 19:30 Uhr MEZ
Die Schweiz bekommt es mit dem einzigen Team zu tun, das in der Vorrunde nie in regulärer Spielzeit verlor und zehn Punkte sammelte. Es wird schwierig für die Eidgenossen werden, zu Toren zu kommen, denn Tschechien kassierte nur sechs Tore und hatte damit die beste Defensive. Tomas Suchanek stand in allen Spielen zwischen den Pfosten und kommt auf eine Fangquote von 93,26 Prozent und 1,49 Gegentore pro Spiel. Umso wichtiger wird es sein, dass der Schweizer Torhüter sein bestes Spiel zeigt. Kevin Pasche bestritt drei von vier Spielen und weist eine Fangquote von 89,39 Prozent und einen Gegentorschnitt von 2,21 aus.
Allerdings haben die Tschechen mit 24 Toren auch die zweitbeste Offensive. Sie überzeugen im Angriff mit einer geschlossenen Teamleistung. Zwei ihrer Verteidiger, David Spacek (3 Tore, 3 Assists) und Stanislav Svozil (1 Tor, 5 Assists), haben je sechs Punkte. Vier ihrer Stürmer kommen auf fünf Punkte. Der bisher durchschlagskräftigste Schweizer ist Attilio Biasca mit zwei Toren und zwei Assists.

Vor Trainer Marco Bayer und seiner Mannschaft liegt eine schwierige Aufgabe. Die Abwehr und der Torhüter werden entscheidend sein. Je weniger Tore fallen, desto besser werden die Chancen der Schweiz auf den Einzug ins Halbfinale sein.
USA - Deutschland, 22 Uhr
Trainer Tobias Abstreiter und die deutsche Mannschaft haben mit den USA den Gruppenersten der Gruppe B vor sich. Die US-Amerikaner führten ihre Gruppe mit den meisten Toren (19) und wenigsten Gegentoren (11) an. Deutschland erreichte den vierten Platz in Gruppe A hingegen mit den zweitwenigsten Toren (7) und zweitmeisten Gegentoren (22).
Für Deutschland wird der Schlüsselspieler ebenfalls zwischen den Pfosten zu finden sein. Nikita Quapp ist mit einer Fangquote von 95,15 Prozent der zweitbeste Torhüter des Turniers. Sein Gegenüber Trey Augustine, ein Kandidat für den kommenden Draft, liegt mit 92,54 Prozent auf Rang sieben.

Jimmy Snuggerud und Logan Cooley führen den Angriff der Amerikaner an. Snuggerud verbuchte vier Tore und drei Assists, Cooley zwei Tore und fünf Assists. Für Deutschland erzielten Verteidiger Philip Sinn und Stürmer Philip Krening und Roman Kechter je drei Punkte.
Quapp wird ein Spitzenspiel liefern müssen, um gegen die USA zu bestehen. Gleichzeitig muss Abstreiter darauf hoffen, dass seine Offensive einen Weg findet, den Mangel an Erfahrung des jungen US-Torhüters auszunutzen.
Kanada - Slowakei, Di. 0:30 MEZ
Die Slowakei und Kanada treffen zum Abschluss der Viertelfinals aufeinander. Die Gastgeber aus Kanada gehen als Favoriten in das Duell, vor allem dank ihrer überragenden Offensive. Die wird angetrieben von Connor Bedard, der klaren Nummer eins für den NHL Draft 2023. Bedard erzielte bereits 18 Punkte (6 Tore, 12 Assists), der zweitbeste Scorer des Turniers ist sein Mitspieler Logan Stankoven, der es auf acht Punkte (2 Tore, 6 Assists) bringt. Die besten slowakischen Stürmer Peter Repcik und Filip Mesar erzielten je fünf Punkte.

Im Tor bieten beide Mannschaften ein hohes Niveau. Der Slowake Adam Gajan liegt mit 93,94 Prozent Fangquote hinter Quapp und den Skandinaviern auf Platz vier, gefolgt vom Kanadier Thomas Milic mit 93,88 Prozent.
Die Aufgabe für die Slowakei ist klar: Bedard muss gestoppt werden. Er lieferte bisher so dominante Vorstellungen ab, dass es kaum möglich scheint gegen Kanada zu gewinnen, wenn er in Fahrt kommt. Doch selbst wenn es gelingen sollte, ihn aus dem Spiel zu nehmen, hat die Mannschaft genug andere Offensivtalente, die zum Zug kommen könnten, wenn sich die Slowakei zu sehr auf Bedard fokussiert.
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