aho barzal

Am 12. Oktober beginnt die NHL-Saison 2021/22. Wenige Tage vor dem Start hat NHL.com/de den 32 Teams in den vier Divisionen noch einmal auf den Zahn gefühlt.
In dieser Ausgabe: Metropolitan Division

Carolina Hurricanes
Trainer Rod Brind'Amour ist es in den vergangenen Jahren gelungen, aus den Hurricanes einen regelmäßigen Teilnehmer an den Stanley Cup Playoffs mit Ambitionen auf den Titelgewinn zu formen. Trotz der positiven Entwicklung nahm General Manager Don Waddell in der Offseason einige Änderungen im Team vor.
So entschied er sich zu einer kompletten Neubesetzung der Torhüter-Position. Künftig bilden Frederik Andersen und Antti Raanta das Tandem anstatt Alex Nedeljkovic und Petr Mrazek. Mit Jesperi Kotkaniemi lockte Waddell einen hochtalentierten Angreifer von den Montreal Canadiens nach Raleigh. Hinzu kamen der erfahrene Center Derek Stepan und der ebenfalls mit allen Wassern gewaschene Blueliner Ian Cole.
Die Hurricanes verfügen über drei ausgezeichnet bestückte Angriffsreihen, in denen auch der Schweizer Nino Niederreiter seinen Stammplatz sicher haben dürfte. Die Defensive ist ebenso stark besetzt. Mit diesem Kader wäre alles andere als die Qualifikation für die Playoffs eine Riesenenttäuschung für Carolina.

TBL@CAR, Sp2: Staal, Svechnikov sorgen für Tor

Columbus Blue Jackets
Nach einer völlig missglückten Saison trennten sich die Blue Jackets von ihrem langjährigen Trainer John Tortorella. Als Nachfolger wurde Brad Larsen installiert. Er soll versuchen, die Mannschaft in allen Bereichen zu verbessern. Leicht wird dieses Unterfangen allerdings nicht, denn mit Verteidiger Seth Jones und Angreifer Cam Atkinson stehen ihm zwei Routiniers nicht mehr zur Verfügung. In beiden Fällen ging die Initiative zur Trennung aber von den Blue Jackets aus. Neues Aushängeschild der Abteilung Attacke soll Jakub Voracek werden, den Columbus im Gegenzug für Atkinson von den Philadelphia Flyers holte.
Um die Blue Jackets wieder auf Erfolgskurs zu bringen, muss Coach Larsen eine Menge Geduld und Einfühlungsvermögen aufbringen. Denn gleich bei mehreren Spielern ist eine Seelenmassage dringend erforderlich. Dazu zählen die Torleute Joonas Korpisalo und Elvis Merzlikins sowie die Stürmer Patrik Laine und Max Domi, die vorige Saison alle weit hinter den Erwartungen zurückblieben. Mit den Defensivspielern Dean Kukan und Tim Berni und Angreifer Gregory Hofmann hoffen drei Schweizer auf einen Stammplatz im NHL-Team der Blue Jackets.
Aufgrund der starken Konkurrenz wird Columbus wohl oder übel eine weitere Saison kleinere Brötchen backen müssen. Die Teilnahme an den Playoffs käme einem Wunder gleich.

DET@CBJ: Domi schießt das Siegtor in der Verlängerung

New Jersey Devils
Die Devils könnten in dieser Saison zu den Überraschungsteams gehören. Sie verfügen über eine ganze Reihe aufstrebender Talente, die bereit sind, den nächsten Schritt in ihrer Karriere zu machen. Das gilt nicht zuletzt für die beiden Stürmer Jack Hughes und Yegor Sharangovich.
Was ebenfalls für New Jersey spricht, ist die Verpflichtung von Verteidiger Dougie Hamilton. Hinter ihm waren in der Free Agency etliche Klubs her, doch er entschied sich zu einem langfristigen Engagement in Newark. Mit Schlussmann Jonathan Bernier nahm General Manager Tom Fitzgerald einen weiteren erfahrenen Akteur unter Vertrag.
Auf eine Saison ohne Verletzungssorgen hofft Kapitän Nico Hischier. Er und sein Schweizer Landsmann Jonas Siegenthaler wollen ihren Beitrag dazu leisten, dass die Devils möglichst lange im Rennen um einen Playoff-Spot bleiben. Um am Ende einen Platz in der Endrunde zu ergattern, braucht New Jersey neben Konstanz fraglos auch das nötige Quäntchen Glück.

NJD@WSH: Hischier läuft an Samsonov vorbei und trifft

New York Islanders
Ein Sieg fehlte den Islanders, um 2021 in die Finalserie um den Stanley Cup einzuziehen. In der kommenden Saison wollen sie erneut einen Angriff auf die Meisterschaft starten. Dafür legte der Klub aus Long Island personell noch einmal nach. Mit Verteidiger Zdeno Chara und Flügelstürmer Zach Parise verpflichtete General Manager Lou Lamoriello zwei ausgebuffte Spieler. Darüber hinaus gelang es ihm, mit Kyle Palmieri zu verlängern. Der Angreifer war zur NHL Trade Deadline 2021 von den Devils gekommen und schlug sofort ein.
Gute Nachrichten gibt es von Kapitän Anders Lee zu vermelden. Er hat seine Verletzung auskuriert und kann daher wieder uneingeschränkt auf Torjagd gehen. In der zurückliegenden Saison verpasste er 35 Spiele.
Die Islanders gehören ohne Frage zum engen Favoritenkreis in der Division. Zumal es Trainer Barry Trotz seit seinem Amtsantritt vor drei Jahren gelungen ist, fast immer das Optimum aus seiner Mannschaft herauszuholen.
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New York Rangers
Die Verantwortlichen bei den Rangers waren mit der jüngsten Entwicklung des Teams unzufrieden. Die Konsequenz: Trainer David Quinn musste seinen Hut nehmen. An seiner Stelle schwingt nun Gerad Gallant das Zepter. Zudem investierten die New Yorker in die Tiefe des offensiven Teils des Kaders. Mit Barclay Goodrow, Sammy Blais und Ryan Reaves schlugen drei neue Flügelstürmer ihre Zelte in Manhattan auf.
Doch trotz dieser Verstärkungen wird das Wohl und Wehe der Rangers im Spiel nach vorne weiterhin entscheidend von den Darbietungen der etablierten Kräfte Mika Zibanejad und Artemi Panarin sowie der großen Nachwuchshoffnungen Kaapo Kakko und Alexis Lafreniere abhängen. Um bei der Vergabe der Playoff-Spots ein ernsthaftes Wörtchen mitreden zu können, sind die Rangers außerdem auf konstante Leistungen ihres Torhüter-Duos Igor Shesterkin / Alexander Georgiev und der Top-Verteidiger Adam Fox, Jacob Trouba und K'Andre Miller angewiesen.

NYR@BOS: Lafrenière profitiert von einem Turnover

Philadelphia Flyers
Auf dem Papier wirkt die Belegschaft der Flyers stärker als in der vorangegangenen Saison. General Manager Chuck Fletcher ist es gelungen, die Veteranen Rasmus Ristolainen, Ryan Ellis, Keith Yandle, Derick Brassard, Cam Atkinson und Nate Thompson an Land zu ziehen. Damit verfügt Coach Alain Vigneault über mehr als eine Handvoll zusätzlicher Optionen.
Ein dickes Fragezeichen steht aber hinter den Torhütern. Carter Hutton, die etatmäßige Nummer eins, wusste in der jüngsten Vergangenheit nicht restlos zu überzeugen. Das machen sein Gegentorschnitt von 3,67 und seine Fangquote von 87,7 Prozent aus der Saison 2020/21 deutlich. Als neuen Backup stellte man ihm jetzt Martin Jones zur Seite, der vorher sein Geld bei den San Jose Sharks verdiente. Sollte sich Hart steigern und die Neuzugänge ihre Qualitäten voll zur Geltung bringen, ist Philadelphia ein heißer Anwärter auf einen Platz in den Playoffs.

Pittsburgh Penguins
Die Penguins gehen mit großen Sorgen in die neue Saison. Mit Kapitän Sidney Crosby und Center Evgeni Malkin fallen zwei Stützen längerfristig aus. Crosby fehlt noch mehrere Wochen wegen einer Verletzung am Handgelenk. Malkin steht wegen einer Knieblessur vermutlich erst im Dezember wieder zur Verfügung. Ihr Ausfall ist zweifelsohne eine schwere Hypothek.
Doch da der Einzug in die Playoffs in der Regel nicht schon im Oktober oder November entschieden wird, will man sich in Pittsburgh nicht verrückt machen lassen. Trainer Mike Sullivan hat es in der Vergangenheit in ähnlichen Situationen meisterhaft verstanden, junge Spieler in die Pflicht zunehmen, die ihre Aufgabe mit Bravour erledigten. Eine Schlüsselrolle kommt Torwart Tristan Jarry zu. Wenn er sich als starker Rückhalt präsentiert, könnte das dem gesamten Team einen zusätzlichen Schub verleihen.

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Washington Capitals
Der Kern der Mannschaft mit Alex Ovechkin, Nicklas Backstrom, T.J Oshie und John Carlson ist zwar nach wie vor intakt, aber eben auch in die Jahre gekommen. Das könnte sich im Verlauf der eng getakteten Saison als Bürde erweisen. Da das Team bis auf die Blueliner Chara und Brenden Dillon keine namhaften Abgänge zu verzeichnen hatte, sollte es andererseits keine lange Anlaufzeit benötigen, um auf Betriebstemperatur zu kommen.
Obwohl die Capitals in den vergangenen Jahren zu den Stammgästen in den Playoffs zählten, wird die Qualifikation in dieser Saison in Anbetracht der gestiegenen Konkurrenz aber alles andere als ein Selbstläufer. Die entscheidende Frage ist wohl, wieviel Power noch in Kapitän Ovechkin und Spielmacher Backstrom steckt.

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