Skip to main content

Und täglich grüßt das Murmeltier Tom Kühnhackl

Erneut wurde der 25-jährige Bayer von Verletzungen geplagt und wartet seit dem 2. Februar auf einen Punkt

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Spätestens seit dem Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" mit Schauspieler Bill Murray aus dem Jahr 1993 ist der Groundhog Day, der Murmeltiertag, auch bei uns in Europa ein Begriff. Am 2. Februar wird in Punxsutawney, Pennsylvania, das Murmeltier aus seinem Bau geholt und der Winter soll noch sechs Wochen hart bleiben, wenn es dabei seinen Schatten sieht. Wenn nicht, dann naht der Frühling.

Es ist natürlich nicht überliefert, wie sich dieses Ereignis auf Eishockeyspieler der Pittsburgh Penguins aus der gut 130 Kilometer entfernten Stadt auswirkt, doch es ist bezeichnend, dass Tom Kuhnhackl seit genau diesem Datum in 17 Spielen keinen Punkt mehr erzielen konnte.

Der Frühling, wie das Murmeltier in diesem Jahr vorhersagte, hat selbst für Deutschen noch nicht begonnen. Doch der sechs Wochen Zeitraum, der an diesem Ereignis festgelegt wird, ist mittlerweile vor fast zwei Wochen abgelaufen.

Hinzu kam für Kühnhackl, dass er sich am 6. Februar im Spiel gegen die Vegas Golden Knights erneut am Unterkörper verletzte und bis zum 27. Februar ausfiel. Es war just in dem Moment, als ihn Trainer Mike Sullivan aus der vierten Reihe an die Seite von Topstürmer Evgeni Malkin beorderte, um sein Potenzial im Sturm zu wecken und ihn nicht nur in Unterzahl und zum Stören gegnerischer Aktivitäten einzusetzen.

"Er hat wohl mehr offensives Talent, als es die Zahlen ausdrücken", erläuterte Sullivan seine Maßnahme. "Wir wollen das herausholen, weil wir glauben, dass es noch etwas anderes in seinem Spiel gibt."

Video: PIT@NYR: Kühnhackl schmeißt sich gegen Sproul rein

Die Suche des Trainers kommt nicht von ungefähr, denn die Penguins spielen weiterhin nicht stabil genug, um in den Stanley Cup Playoffs wieder genauso erfolgreich zu sein, wie in den Jahren zuvor. Dazu wäre es auch nötig, mehr Scoring in der Tiefe des Sturms zu generieren, wozu Kühnhackl ohne Zweifel gehört.

Persönlich wäre es für den Deutschen wichtig, in die Spur zu finden, denn seine Scoring-Bilanz fällt mit zwei Toren und sechs Assists in 64 Spielen der Saison 2017/18 bisher eher mager aus. Darüber hinaus ziert erstmals in seiner Karriere mit minus 5 ein negativer Wert seine Plus-Minus-Statistik. Das alles ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem Kühnhackl um einen neuen Vertrag spielt, weil sein aktueller am 30. Juni ausläuft und er im Juli zum Restricted Free Agent wird.

 

[Ähnliches: Viel Anreiz für eliminierte Teams]

 

Noch bleiben ihm fünf Spiele bis zum Beginn der Stanley Cup Playoffs, um den Bock umzustoßen. Ein Tor oder eine Vorlage könnte Kühnhackl vielleicht helfen, um etwas Momentum zu erhalten und eine KO-Runde zu spielen wie vor zwei Jahren, als er mit zwei Toren und drei Vorlagen in 24 Spielen nicht nur im Zerstören gute Arbeit lieferte, sondern auch noch produzierte.

Dazu ist es wichtig, dass Kühnhackl einmal verletzungsfrei bleibt und nicht wie im vergangenen Jahr im entscheidenden Moment wegen einer Blessur außen vor bleibt. Insofern sollte Kühnhackl hoffen, dass es für ihn persönlich nicht heißt 'Und täglich grüßt das Murmeltier', wie im gleichnamigen Film, als der von seinem Job ermüdete Wetteransager Phil Connors in einer Zeitschleife festsitzt und ein und denselben Tag immer wieder erlebt.

Doch der Vergleich zwischen Kühnhackl und Connors hinkt, denn von der Persönlichkeit haben die Beiden herzlich wenig gemeinsames. Von daher sollte das Murmeltier nur in der Art grüßen, dass der Penguins-Stürmer am Saisonende erneut den Stanley Cup in die Höhe stemmen, aber dieses Mal wieder in den entscheidenden Spielen auf dem Eis stehen darf.

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.