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Viel Anreiz für eliminierte Teams

Spieler, Trainer und Manager bei ausgeschiedenen Mannschaften sind weiter gefordert

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Für eliminierte Teams wird die NHL Saison 2017/18 bereits in knapp zwei Wochen enden. Doch Füße hochlegen ist bei den betroffenen Klubs deshalb noch nicht angesagt: Es gibt haufenweise Gründe, weiterhin Vollgas zu geben. Das gilt nicht nur für Spieler aller Altersklassen, sondern auch für Trainer und Manager. Es geht unter anderem um Kaderplätze, neue Verträge, andere Systeme und die Personalplanung.

Nichts geht mehr - oder doch? Mit den Montreal Canadiens, Detroit Red Wings, Ottawa Senators, Buffalo Sabres und New York Islanders in der Eastern Conference sowie den Chicago Blackhawks, Calgary Flames, Edmonton Oilers, Vancouver Canucks und Arizona Coyotes in der Western Conference sind bereits zehn von 15 möglichen Mannschaften eliminiert. Die New York Rangers und Carolina Hurricanes, die aussichtslos zurückliegen, könnten sich bald ebenfalls aus dem Rennen um die Stanley Cup Playoffs verabschieden. Doch schleifen lassen ist trotzdem verboten!

Jugend forscht

Aus rein sportlichen Gesichtspunkten gehört es sich, trotz des Ausscheidens nicht nachzulassen und somit den Wettbewerb nicht zu verzerren. Natürlich gibt es auch darüber hinaus noch schlagkräftige Argumente. So wollen sich etwa junge Spieler weiter in den Fokus spielen und sich für die Rollen in der nächsten Saison empfehlen. Nicht wenige Teams setzen spätestens seit der Trade-Deadline auf die Jugend und schmeißen ihre Talente sprichwörtlich ins kalte Wasser. Dazu zählen unter anderem etwa Arizona (25,28 Jahre), Edmonton (25,48), Carolina (25,70), Buffalo (25,70) oder Montreal (25,93) die mit durchschnittlich unter 26 Jahren zu den jüngsten Teams in der NHL zählen.

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Auch die Rangers sind seit der Trade-Deadline deutlich jünger geworden (26,04 Jahre) und treiben einen Umbruch voran. Für die aktuellen Spieler gilt es nun, sich einen Platz im Team der Zukunft zu erkämpfen. Deutlich älter sind zwar noch die Islanders (27,11 Jahre), doch sind auch hier erste Anzeichen einer Verjüngung zu erkennen: So waren die beiden Deutschen Dennis Seidenberg (36) und Thomas Greiss (32) zuletzt häufiger außen vor, wenn gleich letzterer durch eine Verletzung. Statt Greiss stand Christopher Gibson (25) zwischen den Pfosten und auch die Verteidigung war im Schnitt 27 Jahre alt und damit neun Jahre jünger als Seidenberg.

Neue Verträge als Anreiz

Doch auch Veteranen müssen weiter Gas geben, vor allem dann, wenn ihr Vertrag im Sommer ausläuft. Als Unrestricted Free Agent gilt es, sich überhaupt für einen neuen NHL-Kontrakt zu empfehlen oder zumindest ein möglichst hohes Gehalt in den Verhandlungen herauszuschlagen oder sich gar für einen neuen Klub ins Schaufenster zu stellen. Die Argumente hierfür dürften bei besseren Statistiken deutlich schlagkräftiger sein.

Kommende UFAs sind beispielsweise Vancouvers Sedin-Zwillinge Henrik und Daniel (beide 37), Detroits Verteidiger Mike Green (32), Islanders-Kapitän John Tavares (27) oder Carolinas Goalie Cam Ward (34).

Experimente unter Wettkampfbedingungen

Auch die Trainer können die verbleibenden Spiele nicht nur für personelle Experimente nutzen. Neue Reihen-Kombinationen, Spielsysteme und taktische Ideen können ausprobiert und unter Wettkampfbedingungen getestet werden.

 

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Und auch die General Manager können noch wertvolle Erkenntnisse aus der Rest-Saison ziehen, denn es könnte sich insbesondere nach taktischen Umstellungen noch herauskristallisieren, woran die Kaderplaner im Sommer genau arbeiten müssen, beziehungsweise worauf beim Entry Draft und bei Spieler-Trades geachtet werden muss: Braucht das Team mehr Schnelligkeit oder mehr Physis? Fehlt Talent oder ein erfahrener Recke? Benötigt die Truppe einen Shutdown-Verteidiger oder einen schussgewaltigen Blueliner? Muss die Offensive oder Defensive gestärkt werden? Die eliminierten Teams hoffen auf Antworten in den letzten Wochen der Saison.

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