In dieser Ausgabe: Toronto Maple Leafs
Video: Das Beste der Toronto Maple Leafs
Für die Maple Leafs war es wieder einmal eine tolle reguläre Saison. Sie stellten mit einer Bilanz von 54-21-7 und 115 Punkten in 82 Spielen sogar einen neuen Franchise-Rekord auf. Doch wie in den vergangenen Jahren, gelang es ihnen nicht, in den Stanley Cup Playoffs zu überzeugen.
Auch wenn die Spielzeit erneut für Toronto enttäuschend endete, so unterschied sie sich gegenüber den Vorjahren, denn die Leafs hatten in der ersten Runde den zweimaligen Stanley Cup Champion Tampa Bay Lightning an seine Grenzen gebracht, bevor sie sich dem Titelverteidiger in sieben Spielen geschlagen geben mussten.
Die folgende Offseason war wohl die wichtigste in der Amtszeit von General Manager Kyle Dubas. Dieser stand vor der herausfordernden Aufgabe, den hochkarätig besetzten Kader so umzubauen, dass zukünftig auch in der K.o.-Phase Erfolge möglich werden, ohne dabei den Kern des Teams auseinanderzureißen. Die vordringlichste Aufgabe bestand darin, die Torhüterpositionen neu zu besetzen. Jack Campbell und Petr Mrazek verließen Toronto und wurden durch Matt Murray und Ilya Samsonov ersetzt.
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Während Campbell eine hervorragende erste Saisonhälfte 2021/22 hatte, fiel sein Spiel in der Folgezeit stark ab. Deshalb nahmen die Verantwortlichen im Frühsommer davon Abstand, zukünftig Geld in seine Dienste zu investieren. Die Verpflichtung von Mrazek hatte ihnen im Vorjahr zudem ebenfalls viel Kritik eingebracht, so dass sich die Maple Leafs auch von ihm trennten.
Toronto erwarb als Ersatz Murray zusammen mit einem Drittrunden-Draft-Pick von den Ottawa Senators und nahm Samsonov als Free Agent unter Vertrag, nachdem die Washington Capitals ihm kein entsprechendes Angebot unterbreitet hatten. Wie sich Murray und Samsonov in Zukunft schlagen werden bleibt abzuwarten. Da beide Goalies jedoch nicht über die Saison 2023/24 hinaus an die Leafs gebunden sein werden, erscheint das Risiko überschaubar.
Vor dem Hintergrund dass Toronto die beste reguläre Saison seiner Geschichte hinlegte, und das mit einer Torhüterleistung, die weit unter den Erwartungen lag, könnte es sich auszahlen, ab sofort auf zwei Spieler zu setzen, die in jedem Falle noch Verbesserungspotenzial besitzen.
Doch Campbell und Mrazek waren bei weitem nicht die einzigen Abgänge, und die Leafs mussten in der Offseason mehrere Lücken im Kader stopfen, ohne dabei zu sehr das Budget zu belasten. Nach den Abgängen von Ilya Mikheyev, Ondrej Kase, Jason Spezza und Colin Blackwell werden die Leafs in der Offensive ein neues Gesicht zeigen. Die Kaderplaner verpflichteten unter anderem Calle Jarnkrok, Nicolas Aube-Kubel und Adam Gaudette. Außerdem einigten sie sich mit Free Agent Pierre Engvall auf eine Vertragsverlängerung für die Saison 2022/23 und holten den Schweizer Denis Malgin ins Team, der in Toronto seiner NHL-Karriere wieder neuen Schwung verleihen möchte.