Der deutsche Nationaltorhüter ist im Sommer vom Stanley-Cup-Champion Washington Capitals mit dem erklärten Ziel nach Denver gewechselt, sich dort über kurz oder lang als Nummer 1 zu etablieren. Sein Konkurrent im Kampf um den Stammplatz ist Semyon Varlamov. Der Russe hat die Nase leicht vorne. Seit Anfang der Spielzeit im Oktober sind für ihn 19 Auftritte, allesamt von der ersten Minute an, festgehalten. Dabei verbuchte er zehn Siege, eine Fangquote von 92,3 Prozent sowie 2,43 Gegentore pro Partie. Einmal hielt er seinen Kasten komplett sauber.
Trotz ihres internen Wettstreits verstehen sich die beiden Torleute hervorragend. "Varli hat seit vielen Jahren gut gespielt und ist einer der besten Torhüter in der Liga. Ich kenne ihn noch aus gemeinsamen Zeiten in Washington", sagte Grubauer vor Kurzem in einem Gespräch mit NHL.com/de. "Er ist ein netter Kerl, wir haben ein gutes Verhältnis und neben dem Eis auch viel Spaß. Auf dem Eis ist dann aber jeder bei seiner Arbeit, auf sich fokussiert und will sich verbessern."
Die Avalanche liegen derzeit aussichtsreich im Rennen um einen Platz in den Stanley Cup Playoffs. Nach mehr als einem Drittel der regulären Saison befinden sie sich in der Central Division hinter den Nashville Predators auf dem zweiten Platz. Die 39 Punkte aus 29 Spielen bedeuten darüber hinaus Rang 4 in der Gesamtwertung der NHL.
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Für Grubauer und die Avalanche ist die Teilnahme an den Playoffs das erklärte Saisonziel "Wir haben es selbst in der Hand, müssen in jedem Spiel 100 Prozent geben und voll bei der Sache sein", meinte er und vermutet, dass es bis zum Schluss der Hauptrunde eng zugehen wird. "Unsere Division ist mit Nashville, Winnipeg und Minnesota eine der stärksten in der NHL."
Sollte die Mannschaft aus Denver das Ticket lösen, wäre es die zweite Endrundenteilnahme nacheinander. Im Vorjahr schieden sie in der ersten Playoff-Runde gegen die Predators aus.
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Vor der Pause an den Weihnachtstagen haben Colorados Spieler noch ein straffes Programm vor sich. Insgesamt acht Partien sind bis dahin angesetzt. Fünf davon bestreiten die Avalanche im heimischen Pepsi Center, dreimal müssen sie sich zwischendurch auf Dienstreise begeben. Mit NHL-Spitzenreiter Tampa Bay Lightning wartet der nominell härteste Gegner gleich am Samstag. Das Team aus Florida verfügt mit 117 Toren zudem über die erfolgreichste Offensive der Liga. Auf Grubauer oder Varlamov wird daher in der Amalie Arena von Tampa Schwerstarbeit zukommen.